Die KfW hat ihren Gründungsmonitor 2011 publiziert – er spiegelt das Gründungsgeschehen in Deutschland im Jahr 2010. Und die Ergebnisse sind durchaus mutmachend:

  • In Deutschland haben sich im vergangenen Jahr 936.000 Menschen selbstständig gemacht – 66.000 (beziehungsweise 8 Prozent) mehr als im Vorjahr.
  • Dabei wurden 2010 insgesamt rund 582.000 Jobs (für Unternehmer und deren Mitarbeiter) geschaffen. Der Beschäftigungseffekt übertrifft damit sogar die Werte der vergangenen Jahre (2008: 447.000; 2009: 517.000).
  • Bemerkenswert: Nur fünf Prozent der Gründer starteten 2010 nach eigener Einschätzung mit einer deutschlandweiten oder weltweiten Marktneuheit.
  • Die höchsten Gründerquoten im Bundesländervergleich (Anzahl Gründer bezogen auf die Bevölkerung) verzeichnen die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen.
  • Bei den vier wirtschaftsstärksten Flächenstaaten sieht die Rangfolge indes so aus: Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen.
  • Interessant: Hochqualifizierte unternehmen überproportional häufig den Schritt in die Selbstständigkeit: 16 Prozent aller Gründer besitzen einen Universitätsabschluss, in der Bevölkerung sind es nur neun Prozent.
  • 97 Prozent der Startups haben einen Finanzierungsbedarf von weniger als 100.000 Euro.
    Nur jeder fünfte Gründer (22 Prozent) nutzt bei Start externe Finanzmittel.
  • 14 Prozent der Jungunternehmer beklagen jedoch Finanzierungsprobleme. Meist ist es mangeldes Eigenkapital. Nicht wenig monieren aber auch nicht erhaltene Bankkredite.
  • Die Kehrseite: Nach einem Jahr sind noch 85 Prozent aller Gründer am Markt.
  • Drei Jahre nach Start haben rund ein Drittel (32 Prozent) der Startups ihre Geschäftstätigkeit beendet.
  • Die meisten Unternehmen (57 Prozent) geben einfach auf und liquidieren ihr Unternehmen.
  • Neun Prozent der Gründer übergeben ihr Unternehmen dann an einen Nachfolger.
  • Vier Prozent verkaufen ihr Unternehmen.
  • Und in weiteren vier Prozent müssen die jungen Unternehmen Insolvenz anmelden.