Gründen Frauen anders? Das fragt sich gerade mein ehemaliger Kollege Jens Tönnesmann drüben in seinem Blog Gründerraum (unbedingt lesen!). Dazu hat er eine Studie der KfW Bankengruppe (PDF) ausgegraben, die zu folgenden Ergebnissen kommt:
- 2010 haben sich rund 349.000 Frauen für die Selbstständigkeit entschieden – das entspricht 37 Prozent aller Gründer. Die Zahlen schwanken zwar von Jahr zu Jahr, einen Trend gibt es hierbei allerdings nicht.
- Frauen gründen lieber nebenberuflich. Zwei Drittel (66 Prozent) der Gründerinnen machen sich im Nebenerwerb selbstständig. Zum Vergleich: Bei den Männern macht das nur jeder Zweite (51 Prozent).
- Frauen gründen vornehmlich solo. Männer aber auch. So gibt es bei von Männern gestarteten Unternehmen nur 21 Prozent Gründerteams, unter Entrepreneurinnen nur 19 Prozent Teamgründungen.
- Frauen starten am liebsten klein. Beziehungsweise solche Unternehmen, für die sie anfangs wenig Mittel und Personal benötigen. Rund 43 Prozent der Gründerinnen bieten sogenannte „persönliche Dienstleistungen“ an – zum Beispiel Gesundheits- oder Bildungsangebote. Bei den Männern reizt dieses Feld nur 20 Prozent.

- Frauen sind genauso innovativ wie Männer. Ungefähr jedes zehnte Startup – mit männlichen (9 Prozent) oder oder weiblichen (10 Prozent) Chefs – bringt nach eigener Einschätzung eine Innovation auf den Markt.
- Frauen scheitern nicht öfter als Männer. Aber sie geben ihre Projekte häufiger als Männer nach kurzer Zeit wieder auf. Während nach drei Jahren noch 74 Prozent der Gründer mit ihrer Idee noch selbstständig sind, gilt dies nur für 64 Prozent der Gründerinnen.







