3,2 Millionen Menschen mussten 2009 Nachtarbeit leisten. 2008 waren es allerdings noch 3,54 Millionen – ein Rückgang um zehn Prozent, wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Tages der Arbeit (1. Mai) meldete. Insgesamt leisteten damit 8,3 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland im vergangenen Jahr ständig oder regelmäßig nachts – also zwischen 23 und 6 Uhr. Weitere 6,2 Prozent (entspricht 2,4 Millionen Menschen) verzichteten zumindest gelegentlich ganz oder teilweise auf ihre Nachtruhe, um einem Job nachzugehen. Am stärksten verbreitet ist Nachtarbeit im Produzierenden Gewerbe, im Gesundheitswesen und im Bereich Verkehr. Besonders betroffen sind beispielsweise Bus- und Zugpersonal, Industriearbeiter, Hotelbedienstete oder Krankenhauspersonal. Der aktuelle Rückgang der Nachschichtler ist vor allem auf den mit der Wirtschaftskrise einhergehenden Stellenabbau zurückzuführen.