Rund 400 Millionen Tweets werden täglich versendet. Dabei den Überblick zu behalten, das ist eine Aufgabe der sogenannten Hashtags, die es auf Twitter wie auf Google+ gibt. Kurz gesagt: Sie helfen einzelne Beiträge zu verschlagworten und zu kategorisieren und damit die Suche danach zu vereinfachen. Und das ganz simpel: Vor den entsprechenden #Schlüsselbegriff wird direkt ein # gesetzt – so wie gerade bei dem Wort Schlüsselbegriff. Insbesondere beim Besuch von Events – zum Beispiel der re:publica (#rp13) oder dem Twittwoch Köln (#twk) hat sich der Einsatz von Hashtags bewährt, weil man dann schnell sieht, wer noch da ist und was gerade passiert. Es gibt aber noch weitere Argumente für Hashtags:

Es gibt Untersuchungen, die nachweisen, dass Tweets mit einem Hashtag doppelt so viel Aufmerksamkeit und Engagement erzeugen wie reine Text-Tweets. Bis zu zwei Hashtags können die Wahrscheinlichkeit, retweetet zu werden, um bis zu 21 Prozent steigern. Allerdings ist es dabei wie mit allen guten Dingen: Die Dosis macht das Gift. Wer es mit den Doppelkreuzen übertreibt, nervt nur noch. Dieselben Studien sagen auch: Wer mehr als zwei Hashtags in einem Tweet verwendet, senkt die Wahrscheinlichkeit für einen Retweet um 17 Prozent (wie etwa die folgende Infografik zeigt).

Bemerkenswert daran: Dennoch werden Hashtags noch viel zu selten genutzt. Weltweit enthält gerade einmal jeder vierte Tweet (24 Prozent) mindestens ein Hashtag.

Tipps für den Einsatz von Hashtags

Neben den genannten Gründen lassen sich Hashtags aber auch strategisch beziehungsweise zu anderen Zwecken nutzen oder gar zweckentfremden.

  • Event-Hashtags

    Der wohl bekannteste Einsatz von Hashtags ist der Follow Friday (#ff). Also immer freitags, wenn Twitterati andere Twitterati empfehlen. Sobald Sie selbst eine öffentliche Veranstaltung organisieren, sollten Sie dieser einen möglichst kurzen (!) Hashtag geben – falls sich diese jährlich wiederholt, am besten mit Jahreszahl. So helfen Sie Besuchern ebenso wie potenziell Interessierten, sich besser zu finden und zu vernetzen,weil man über die Tweets natürlich die Absender und Mitbesucher findet. Der jüngste Trend ist, gemeinsam TV-Sendungen live per Twitter zu begleiten und zu kommentieren. Zum Beispiel #wettendas:

  • Pointen-Hashtags

    Hashtags können eine wunderbar pointierte Kommentierung des eigenen Tweets sein und diesem so einen (selbst)ironischen Dreh geben. Die Wahrscheinlichkeit, dass man darüber gesucht oder gefunden wird, geht zwar gegen Null. Aber die Pointe fällt auf jeden Fall auf und macht sympatisch – insbesondere Hashtags vom Typ: #IchIdiot, #dummerfehler oder #wiederwasgelernt…

  • Eigenmarketing-Hashtags

    Insbesondere bei der Jobsuche lassen sich Hashtags für eine Guerilla-Taktik zweckentfremden, indem Sie darüber beispielsweise aktiv Ihre Einsatzbereitschaft signalisieren: #Jobsuche, #Jobwechsel, #Bürokaufmann. Sie können mittels Hashtag aber auch gezielt Ihre Gefolgschaft auffordern, Sie zu unterstützen, etwa: Suche Job als Produktmanager #werweißwas #followerpower #bitteRetweeten. Durch die Hashtags bekommt der Tweet mehr Aufmerksamkeit – und womöglich auch mehr Retweets.

Infografik:Warum Sie mehr Hashtags verwenden sollten