Wasser verleiht Flügel – jedenfalls in Examensprüfungen. Forscher um Chris Pawson von der Universität von East London sowie Mark Gardner von der Universität von Westminster hatten schon länger den Verdacht, dass Dehydratation (oft auch Dehydrierung genannt) akademische Leistungen verschlechtern kann. Also zeichneten die Leistungen von 447 Studenten in unterschiedlichen Prüfungen auf – allerdings in Abhängigkeit davon, ob diese Getränke mit in die Prüfungen nahmen (und davon tranken) oder nicht. Die erste Überraschung: Studenten höherer Semester brachten öfter Getränke zu den Tests mit. Das zweite Ergebnis war aber das entscheidende:

Wer Wasser zu den Prüfungen mitnahm (und davon trank), schnitt in den Klausuren besser ab als jene, die keine Getränke dabei hatten.

Der Knaller der Studie kommt aber erst jetzt: Die Wissenschaftler registrierten lediglich die Prüfungsergebnisse und ob die Studierenden Wasser dabei hatten. Sie prüften nicht, ob und wie viel Wasser die Studenten während der Klausur tatsächlich tranken. “Unsere Resultate legen den Schluss nahe, dass es schon ausreicht, Wasser zu den Tests mitzunehmen, um seine Noten zu verbessern”, sagt Studienleiter Chris Pawson und fügt gleich hinzu: “Es gibt aber einige psychologische und physiologische Gründe dafür, warum das funktionieren kann.”

Korrelation statt Kausalität

So könnte der Genuss von Wasser dazu führen, Stress abzubauen oder eben den Stoffwechsel und damit die grauen Zellen geschmeidig zu halten. Ja, selbst die bloße Anwesenheit der Wasserflasche könnte schon so beruhigend sein wie der echte Schluck aus der Pulle. Das ist aber ebenfalls graue Theorie, gibt Pawson zu, um den unvermeidlichen Satz anzufügen: “Künftige Studien müssen das noch genauer untersuchen.”

Insofern kann man wohl noch kaum von einer Kausalität sprechen – wohl aber von einer bemerkenswerten Korrelation.

Prost!