62 Prozent der Erwerbstätigen wünschen sich regelmäßige Arbeit im Home-Office, 41 Prozent an einigen Tagen in der Woche und 21 Prozent sogar täglich, so das Ergebnis einer repräsentativen Bitkom-Umfrage. Danach arbeiten bereits zehn Prozent der Berufstätigen in Deutschland ganz oder zeitweise von zu Hause aus. Immerhin: Die Telearbeit spart Zeit, Bürokosten und Pendler-Kosten. Lediglich 28 Prozent der Befragten gehen am liebsten jeden Tag ins Büro.
Frauen sind an der Arbeit im Heimbüro besonders interessiert: 75 Prozent würden gerne im Home-Office arbeiten oder tun dies bereits. Unter den Männern sind es dagegen nur 63 Prozent. 37 Prozent der Männer gehen bevorzugt ins Büro, Frauen: 25 Prozent.
Größere Unterschiede gibt es bei den jeweiligen Altersgruppen: Vor allem die 30- bis 49-Jährigen zieht es ins Home-Office, drei Viertel der Befragten gaben das an. Bei der Generation 50Plus sind es immerhin noch 72 Prozent. Am geringsten ist der Wunsch nach einem Heimbüro bei den 14- bis 29-Jährigen. Verständlich. Sie müssen sich noch im Job etablieren. Dennoch wünschen sich 58 Prozent regelmäßige Telearbeit.

1. Kommentar
datenkind
29.04.09 um 12:58 Uhr
Home-Office geht gar nicht. Ich mein, wieso will man die Arbeit auch noch zu Hause haben? Wollen die Leute gar nicht mehr abschalten können? Habe zwei Monate Home-Office-Betrieb gehabt und da fällt einem doch die Decke auf den Kopf. Außerdem sind die täglichen Kontakte zu Kollegen und Kunden mit nichts zu ersetzen (ich gehe mal von einem halbwegs anständigen Betriebsklima aus).
Daher meine Frage dazu: Haben die, die es sich wünschen, jemals von zu Hause aus gearbeitet?
2. Kommentar
Christa Schwemlein
29.04.09 um 17:27 Uhr
Während der Zeit als meine Kinder klein waren habe ich auch sehr viel zu Hause gearbeitet. Es war für mich eine Möglichkeit weiterhin im Beruf bleiben zu können., wofür ich sehr dankbar bin. Richtig glücklich war ich mit dieser Lösungsmöglichkeit allerdings nicht. Beim Anblick der vielen Akten hatte ich ständig ein schlechtes Gewissen. Meine Terminarbeiten erledigte ich meistens auf den letzten Drücker. Ich war heilfroh als die Kinder endlich im Kindergarten waren und ich meine Arbeit wieder vor Ort erledigen konnte. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich auch wieder einen Feierabend. ;-) Außerdem fehlte mir der persönliche Kontakt zu meinem Vorgesetzten und meinen Kollegen. Die oben gestellte Frage würde mich auch interessieren.
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