Sagen wir es, wie es ist: Der Job könnte wunderbar sein, wenn, ja wenn manche Horrorkollegen nicht wären. Im Sozialgefüge Büro prallen so manche Charaktere und Persönlichkeiten, Denk- und Arbeitsweisen aufeinander. Das kann perfekt zusammenpassen, harmonieren und sich symbiotisch ergänzen. Muss es aber nicht. Da kann die Stelle noch so schön sein: Wenn die Chemie nicht stimmt und Kollegen aus der Hölle auf den Nerven La Paloma spielen, wird der Arbeitstag zur Qual. Wie sie mit dem grassierenden Wahnsinn gelassener und strategisch umgehen...

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Horrorkollegen: Denn Sie wissen nicht, was sie tun

Wenn Menschen miteinander zu schaffen haben, machen sie sich zu schaffen, lautet ein wahres Bonmot. Man lernt sich oft erst richtig kennen, wenn man eine zeitlang zusammenarbeitet, Probleme und Konflikte bewältigt. Spätestens dann offenbaren sich die Macken und Eigenarten der einzelnen Kollegen.

Gut, die haben wir alle. Nobody is perfect. Aber darunter gibt es Angewohnheiten und Verhaltensweisen, die man eben gerne entschuldigt und als liebenswerte Schrulligkeit mit einem Lächeln quittieren kann. Und andere, die im Lauf der Zeit spürbar und zunehmend an den Nerven sägen.

Nicht nur persönlich - Das ist auch negativ für das Unternehmen, so das Ergebnis einer Studie der Universität von Michigan. Die Forscher ließen die Probanden ihre Arbeitskollegen in Gruppen einteilen und beobachteten anschließend die Leistungsfähigkeit der Teilnehmer. Das Ergebnis zeigt eindeutig, dass Arbeitnehmer, die viel mit nervenden Kollegen arbeiten, die sie obendrein als demotivierend empfinden, schlechtere Leistungen erbringen.

Nicht wenige reagieren darauf übrigens falsch: Sie gehen dem drohenden Konflikt aus dem Weg und schlucken den Ärger runter - solange, bis daraus ein veritabler Kloß im Hals wird (oder ein Magengeschwür). Oder die Wut eines Tages regelrecht explodiert.

Es ist ein Fehler aus falsch verstandener Höflichkeit oder Bequemlichkeit zu schweigen - oft noch in der Erwartung, der Kollege müsse das doch bitte selbst merken und sein Verhalten ändern.

Die Wahrheit ist: Die wenigsten Kollegen merken das. Kein Wunder, sie sind ja auch nicht medial veranlagt. Sie merken umgekehrt in der Regel schließlich auch nicht, welche Ihrer Macken andere in den Wahnsinn treiben - oder zumindest in dessen Nähe.

Eine erste Lösung kann daher nur eine zeitnahe Aussprache sein - respektvoll und vorwurfsfrei, idealerweise als Ich-Botschaft: "Ich empfinde das so und so..."

Vielleicht führt das Gespräch nicht sofort zu einer Änderungen - Angewohnheiten brauchen laut Studien rund 66 Tage bis sie sich verändert haben. Dafür weiß der Kollege oder die Kollegin aber jetzt wie das Verhalten wirkt und kann künftig - bewusst - Rücksicht nehmen.

In einem funktionierenden Team sollten solche Gespräche ohnehin kein Problem sein.

Definition Bahlsen-Syndrom

Das nervt: Was Kollegen regelmäßig ärgert

Aus Leser-Umfragen und diversen Kommentaren (Facebook, Twitter, Karrierefragen) haben wir einmal herausgefiltert, was Kollegen regelmäßig untereinander nervt. Wer also nicht direkt darauf angesprochen wird, kann sich anhand der Liste gerne auch selbstkritisch überprüfen:

  1. Lautstarkes Telefonieren

    Natürlich gehört Telefonieren in vielen Jobs zum Arbeitsalltag, an manchen Arbeitsplätzen steht das Telefon praktisch nie still. Doch gerade im Großraumbüro macht die Lautstärke, in der die Telefonate geführt werden, einen gewaltigen Unterschied: Wer versucht, das Ferngespräch lautstark statt elektronisch zu überbrücken, nervt seine Kollegen damit garantiert.

  2. Unnötige E-Mails

    Es gibt Erfindungen, die sich bei falscher Anwendung vom Segen zum Fluch entwickeln. E-Mails gehören definitiv dazu - insbesondere die "Allen antworten"-Funktion. Wer diese Option ständig nutzt und seine Kollegen mit weitgehend belanglosen und irrelevanten E-Mails zuspamt, strapaziert deren Geduld zunehmend.

  3. Leises Summen

    Die musikalische Affinität und künstlerischen Ambitionen mögen beeindruckend sein - wer dies am Arbeitsplatz jedoch trainiert, geht seinen Kollegen damit ganz sicher irgendwann auf die Nerven. Wer will schon neben einem Kollegen arbeiten, der ständig ein flottes Liedchen auf den Lippen hat und sich nicht die Bohne dafür interessiert, ob Sie sich gerade konzentrieren müssen?

  4. Häufiges Aufräumen

    Ordnung ist halbe Leben - und für manche Kollegen das ganze. Im Grunde ist das kein Problem, solange das zu einem ordentlichen Umfeld führt. Wehe aber, die Ordnung führt zu ganz eigenen Regeln mit der Folge, dass andere Kollegen und Teammitglieder nach dem Aufräumen ihr Arbeitsmaterial nicht mehr finden. Dann wird der zwanghafte Ordnungsdrang zum Problem.

  5. Mehrfache Nachfrage

    Kennen Sie Kollegen, die selbst bei klaren Absprachen drei oder vier Mal nachfragen? Ja? Wirklich? Ganz sicher? Nervt, oder?! Übertriebene Genauigkeit und Vorsicht können belastend sein, weil in ihnen nicht nur eigene Unsicherheit mitschwingt, sondern eben auch mangelnde Arbeitsteilung. Verantwortung wird so immer wieder zurück delegiert. Dabei hat man mit der eigenen Arbeit meist schon genug zu tun.

  6. Voreilige Versprechungen

    Es gibt Mitarbeiter, die stets hilfsbereit sind, sich jederzeit für anfallende Aufgaben melden und zu allem Ja und Amen sagen. Das kann extrem kollegial und teamorientiert sein. Nett eben. Handelt es sich dabei jedoch überwiegend um voreilige Versprechungen, denen keine oder viel zu wenige Taten folgen, kippt das Ganze in sein Gegenteil: Enttäuschungen und Konflikte sind programmiert, weil sich die anderen schlicht auf die Zusagen nicht verlassen können.

  7. Kurzfristige Anfragen

    Natürlich kann es passieren, dass fünf Minuten vor Feierabend noch eine wichtige Anfrage eingeht oder ein Projekt fertig werden muss. Wenn aber Mitarbeiter immer erst mit knappen Deadlines und auf den letzten Drücker bei ihren Kollegen anfragen, führt das zu Missstimmungen. Schließlich wird das eigene Missmanagement so auf das Zeitmanagement der Kollegen übertragen - und die dürfen dann die Kuh vom Eis jedesmal schieben. Na, Danke!

  8. Fehlendes Verantwortungsgefühl

    "Dafür bin ich nicht zuständig!" - Der Satz führt fast immer zu atmosphärischen Störungen. Sicher, manchmal braucht es den Hinweis, um sich vor Kollegen zu schützen, die ihre Arbeit nur allzu gerne abwälzen. Nein sagen zu können, ist auch eine wichtige Fähigkeit im Miteinander. Bei manchen Kollegen offenbart der Satz aber leider auch deren Arbeitshaltung: Ich mache hier nur, was ich muss, und keinen Deut mehr! Unkollegialer geht es kaum.

  9. Wertende Kommentare

    Egal, worum es geht: Der Kollege hat für alles einen Kommentar parat - oft pointiert, jedoch selten schmeichelhaft. So jemand meldet gerne auch ungefragt zu Wort und verrät jedem seine Meinung, auch wenn die keinen interessiert. Selbst wenn das Motiv dahinter keine Profilneurose, sondern falsch verstandene Hilfsbereitschaft ist, nervt dieses Verhalten enorm.

  10. Heftige Stimmungsschwankungen

    Es gibt Menschen, die ihre Stimmungsschwankungen nicht im Griff haben. Das ist schon anstrengend genug. Wechseln diese aber auch noch im Minutentakt und ohne jegliche Vorwarnung, wird es für die Kollegen unerträglich. So lässt sich kaum zusammenarbeiten.

  11. Fehlende Distanz

    Ein gutes kollegiales Verhältnis im Team ist wichtig und erleichtert die tägliche Arbeit ungemein. Doch das bedeutet nicht, dass einzelne Mitarbeiter ihre Kollegen ständig mit privaten Themen, Anekdoten oder Fragen belästigen sollten. Fehlende Distanz und das Ignorieren von inhaltlichen Grenzen oder Distanzzonen kann nicht nur nerven, sondern nachhaltig Beziehungen belasten.

Kollegen aus der Hölle: Extremtypen am Arbeitsplatz

Diese besonders nervtötenden Kollegen aus der Hölle gibt es leider auch noch...

  • Die Primadonna. Dieser Kollegentyp (der natürlich auch männlich sein kann) bringt meist gute Leistungen und hat deshalb beim Chef einen Stein im Brett. Genau deshalb lässt der Vorgesetzte der Primadonna aber auch das ein oder andere unkollegiale Verhalten durchgehen. Für alle anderen Kollegen ein absoluter Motivationskiller, weil sie sich ungerecht behandelt fühlen.
  • Der Mobber. Leider immer noch in vielen Unternehmen anzutreffen, macht der Mobber seinen Kollegen das Leben schwer. Er schließt aus der Gemeinschaft des Teams aus, verpestet das Betriebsklima und kann für ernsthafte gesundheitliche Folgen bei seinem Kollegen sorgen.
  • Der Respektlose. Der Respektlose sieht sich selbst allen anderen Kollegen im Büro überlegen. Seiner Meinung nach hat nur er wirklich den Durchblick und die Fähigkeiten, alle anfallenden Aufgaben zu meistern. Dementsprechend wenig Respekt bringt er für die anderen auf und verhält sich oft überheblich, arrogant und herablassend.
  • Der Hinterhältige. Er zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass er immer nur auf den eigenen Vorteil bedacht ist. Um diesen zu erreichen, ist es ihm auch recht, Informationen für sich zu behalten oder gezielte Gerüchte zu streuen.

Hirnversagen Kollegen Spruch

Kollegentest: Zu welchem Kollegentypen gehören Sie?

Kollegentest: Zu welchem Kollegentypen gehören SieVon unliebsamen Horrorkollegen kann wohl jeder Arbeitnehmer ein Lied singen. Aber haben Sie sich auch schon mal gefragt, welchem dieser Typen Sie selbst ähnlich sind?

Vielleicht ist Ihnen auch gar nicht bewusst, womit Sie Ihren Kollegen den Arbeitsalltag erschweren. Machen Sie den kurzen Selbsttest: Wir haben ein paar Fragen zusammengestellt, die Ihnen helfen können, herauszufinden, wie Sie an schlechten Tagen auf Ihre Kollegen wirken.

Die Beantwortung ist ganz leicht: Hinter jeder Frage stehen Punkte. Addieren Sie diese einfach zusammen. Los geht's...

Frage 1

Drei Ihrer Kollegen arbeiten an einer Kundenpräsentation. Ihre Kollegen haben eine Brainstorming-Sitzung einberufen, um Vorschläge für die Gestaltung des Messestands zu sammeln. Wie verhalten Sie sich?

  • Sie melden sich als erster zu Wort und machen einen Vorschlag. Dabei herrschen Sie den Praktikanten an, dass er die Tür zu machen soll, damit das Meeting nicht gestört wird. 4 Punkte
  • Sie halten sich erst einmal zurück und lassen die anderen sprechen. 3 Punkte
  • Sie erzählen von dem großartigen Messestand, den Ihr Kunde letztes Jahr aufgebaut hat. 2 Punkte
  • Sie haben zwar keinen eigenen Vorschlag, aber die Ideen der Kollegen sind Mist. 1 Punkt


Frage 2

Zwei Ihrer Kollegen diskutieren gerade darüber, welchen Fotografen sie für ein Event engagieren. Wie verhalten Sie sich?

  • Sie kennen einen guten Fotografen und schlagen diesen auch vor. Doch nachdem Ihr Kollege der Meinung ist, der sei zu jung und unerfahren, geben Sie nach und schließen sich der Meinung Ihres Kollegen an. 3 Punkte
  • Sie mischen sich ein und erklären, dass der Fotograf, mit dem Sie zusammenarbeiten, der Einzige ist, der etwas taugt. 4 Punkte
  • Sie erklären die rechtlichen Schwierigkeiten, Fotos auf einem öffentlichen Event zu machen und die Schwierigkeiten von allen fotografierten Personen die Einverständniserklärung einzuholen. 1 Punkt
  • Sie verweisen auf Ihren Fotografen und betonen, dass dieser immer gut gebucht sei und sogar schon Heidi Klum fotografiert habe. 2 Punkte


Frage 3

Es ist Mittagszeit. Sie gehen gemeinsam mit Ihren Kollegen zum Italiener nebenan. Die Getränke wurden gerade vom Kellner gebracht und Sie warten darauf, dass das Essen gebracht wird. Alle unterhalten sich angeregt. Wie verhalten Sie sich?

  • Sie schauen immer wieder gehetzt auf die Uhr und weisen die anderen darauf hin, dass die Mittagspause fürs Essen nicht ausreichen wird. 1 Punkt
  • Sie ärgern sich darüber, dass der Kellner so langsam ist und fahren Ihn ungehalten an, wieso er sich nicht merken könne, dass Sie Ihre Pizza ohne Pilze wollen. 4 Punkte
  • Sie erzählen allen von Ihren Urlaubsplänen, zwei Wochen auf Mauritius zu verbringen. 2 Punkte
  • Sie würden gerne mitreden, verpassen aber immer den richtigen Einstieg. Deswegen sitzen Sie stumm daneben und nippen ab und zu an Ihrem Wasser. 3 Punkte


Frage 4

Ein großer neuer Auftrag ist reingekommen. Für die Realisierung bleiben Ihnen nur wenige Wochen. Ein kurzes Planungsmeeting zur Aufgabenverteilung wird einberufen. Wie verhalten Sie sich?

  • Sie wollen nur eine ganz bestimmte Aufgabe übernehmen, weil Sie die am besten können und das schon in der Vergangenheit bewiesen haben. 2 Punkte
  • Sie rutschen ganz tief in Ihren Stuhl. Sie können sich kaum vor Arbeit retten. Jetzt brauchen Sie nicht noch zusätzliche Aufgaben. Sollen die anderen Mal machen. 3 Punkte
  • Sie erkennen den Ernst der Lage und wissen, dass es nun auf jeden Tag ankommt. Sie gehen schnurstracks auf das Flipchart zu, notieren alle Aufgaben und verteilen diese im Team. 4 Punkte
  • Sie plädieren dafür den Auftrag abzulehnen, weil gerade alle in Arbeit ertrinken. In der Kürze der Zeit wäre der Auftrag sowieso nicht machbar. 1 Punkt


Frage 5

Sie haben eine harte Nacht hinter sich und haben kaum geschlafen, weil Ihr Hund krank ist und ständig raus musste. Müde und mit Kopfschmerzen kommen Sie in die Kaffeeküche und treffen dort auf einige Kollegen, die sich unterhalten. Wie verhalten Sie sich?

  • Sie drängeln sich ruppig vorbei und blaffen Ihre Kollegen an "Ihr habt die Kaffeemaschine nicht gepachtet. Auch andere wollen sich vielleicht mal einen Kaffee holen und nicht eine Stunde warten müssen bis ihr soweit seid". 4 Punkte
  • Wortlos gehen sie an Ihren Kollegen vorbei, holen sich Ihren Kaffee und verschwinden wieder. Den Rest des Tages dümpeln Sie vor sich hin. 3 Punkte
  • Sie stellen sich dazu und klagen den anderen lang und breit ihr Leid, denn Sie hat es am schlimmsten getroffen. 2 Punkte
  • Sie stellen sich dazu und berichten von Ihren Problemen. Die Kollegen trösten Sie verständnisvoll, doch Sie beharren darauf, dass die Situation sich noch über Wochen ziehen wird und keine Besserung in Sicht ist. 1 Punkt


Frage 6

Sie haben dem Praktikanten eine Aufgabe übertragen. Dieser hat jedoch vergessen, sich darum zu kümmern. Wie verhalten Sie sich?

  • Sie malen dem Praktikanten aus, was alles hätte schief gehen können, wenn Ihnen nicht rechtzeitig aufgefallen wäre, dass diese Aufgabe noch erledigt werden müsse. 1 Punkt
  • Sie erklären dem Praktikanten, dass das einfach keine Arbeitsmoral sei. In Ihrer eigenen Praktikantenzeit haben Sie sich mehr angestrengt. 2 Punkte
  • Sie machen nichts. Der Praktikant hat bestimmt viele andere Aufgaben zu tun. 3 Punkte
  • Sie weisen Ihn zurecht und sagen, dass das so nicht geht und halten ihm eine Standpauke. 4 Punkte


Auswertung zum Kollegentest

Alle Punkte zusammengezählt? Dann geht es hier zur Auflösung:

Strategien für den Umgang mit Horrorkollegen

Vor der eigentlichen Konfliktlösung steht zunächst einmal Selbstreflexion. Denn jeder Ärger beginnt zunächst im eigenen Kopf - und der könnte womöglich irren. Fragen Sie sich daher bitte zuerst:

  • In welchen Situationen gehen Ihnen die Horrorkollegen auf die Nerven?
  • Wodurch nerven diese Sie genau?
  • Was nervt Sie genau am Verhalten Ihrer Kollegen?
  • Liegt das ausschließlich an den Kollegen oder tun Sie durch Ihr Verhalten Ihren Anteil dazu?
  • Wie könnten Sie solche Situationen künftig vermeiden oder entschärfen?

Wohlgemerkt: Es geht dabei nicht um Schuldzuweisungen, sondern um eine Klärung der Situation!

Dazu gehört auch, dass Sie unter Umständen zuerst das eigene Verhalten ändern und vielleicht auch etwas toleranter werden. Jeder ist von Zeit zu Zeit mal unerträglich, launisch, schlecht drauf. Wer sich das bewusst macht, macht sich und den Kollegen das Leben leichter.

Darüber hinaus bleiben Ihnen noch diese vier Strategien im Umgang mit den nervtötenden und anstrengenden Kollegen:

  1. Sprechen Sie das Problem an.

    Die erste Annäherung an eine Lösung sollte immer das direkte und persönliche Gespräch sein - möglichst unter vier Augen. Schildern Sie dem Kollegen Ihre Sicht der Dinge, ohne Ihren Gesprächspartner anzugreifen. Vielleicht ist sich dieser gar nicht bewusst, wie sein Verhalten ankommt. Geben Sie ihm oder ihr die Chance, sich zu ändern.

  2. Lassen Sie sich nicht anstecken.

    Miese Laune ist hochgradig ansteckend. Auch wenn die Kollegen nerven und einem den Job vermiesen - lassen Sie sich davon nicht den Tag ruinieren. Das ist - so banal es klingt - vor allem eine Willenssache und Entscheidung.

  3. Meiden Sie den Kontakt.

    Wenn gar nichts anderes hilft, reduzieren Sie den zwischenmenschlichen Kontakt auf das Nötigste. Im Arbeitsalltag lässt sich der Kontakt nicht immer komplett vermeiden, jedoch auf ein Minimum reduzieren. Halten Sie sich stattdessen an die Kollegen, die positiv denken und Ihnen neue Energie geben, mit denen Sie sich gut verstehen und die dafür sorgen, dass sich der Arbeitstag leichter und entspannter anfühlt.

  4. Suchen Sie sich einen anderen Arbeitgeber.

    Das ist natürlich nur die allerletzte Reißleine, wenn so gar nichts mehr geht. Also reiner Selbstschutz. Bevor die Arbeit und das Umfeld krank machen, ist es besser den Arbeitgeber zu wechseln. Das mag für manche den Beigeschmack einer Kapitulation haben. Halten Sie sich aber vor Augen: Für Ihr eigenes Wohlbefinden gibt es keinen Ersatz. Kein Gehalt ist es wert, dass Sie sich kaputt machen (lassen).

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