Wie wohnen die deutschen Studenten? So:

  • Rund 37 Prozent der Studierenden haben eine eigene Wohnung, davon 20 Prozent mit einem Partner zusammen und 17 Prozent allein.
  • Jeder Vierte (26 Prozent) lebt in einer Wohngemeinschaft (WG).
  • 23 Prozent wohnen dagegen noch bei den Eltern.
  • 12 Prozent haben einen Platz im Wohnheim und
  • 2 Prozent wohnen zur Untermiete.

Das ist das Ergebnis der jüngsten Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) für die im Sommer 2009 mehr als 16.000 Studierende befragt wurden. Allerdings unterscheiden sich die jeweiligen Wohnformen auch hinsichtlich des Studentenalters und der Semesterzahl: Während Studienanfänger überdurchschnittlich häufig noch im Elternhaus wohnen oder ins Studentenwohnheim ziehen, bevorzugen ältere Studierende die eigene Wohnung – häufig mit einem Partner oder einer Partnerin zusammen. Die Wohngemeinschaft hingegen ist in allen studentischen Altersgruppen beliebt. Von den Studierenden bis 21 Jahren, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, lebt mehr als jeder Vierte im Wohnheim.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Beliebtheit der WG und des Wohnheims jeweils um einen Prozentpunkt gestiegen. Der Anteil der Studierenden, die alleine in einer Wohnung leben, ist dagegen von 20 auf 17 Prozent zurückgegangen. So sieht denn auch der DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde eine klare Tendenz “zu preisgünstigen Wohnformen”. Vor allem bei Bachelor-Studierenden und Studiengebührenzahlern sei der Anteil der Elternwohner mit 28 Prozent um fünf Prozentpunkte höher als im Durchschnitt. Von den Bachelor-Studierenden an Fachhochschulen leben 41 Prozent noch bei ihren Eltern, 13 Prozent im Wohnheim. Fast die Hälfte der deutschen Wohnheim-Bewohnerinnen und -Bewohner hat zudem weniger als 640 Euro im Monat zur Verfügung – der bundesweite Durchschnittswert liegt bei 812 Euro.