Ich kannte Kiew bisher allenfalls von Besuchen via Google Earth. Man surft da eher so drüber. Obwohl es ja die Hauptstadt der Ukraine ist, mit immerhin mehr als vier Millionen Einwohnern. Gut, die Fußball-Europameisterschaft 2012 hat da vor kurzem stattgefunden. Spanien hat gewonnen. Daran erinnert man sich. Aber an Kiew? Das ist irgendwie ungerecht. Und auch ganz anders, wenn man erst einmal da war. So wie ich vor einer Woche…
An Kiew fallen einem sofort drei Dinge ins Auge: die Monströsität der Denkmäler und Kirchen (Wegen der vielen Kirchen und Klöster wird Kiew auch als Jerusalem des Ostens bezeichnet), der morbide Charme vieler blätternder Jugendstil-Fassaden und die Ballung unübersehbar schöner Frauen. Man(n) meint, die Stadt besteht praktisch nur aus freilaufenden Models, was auch daran liegen könnte, dass die Mehrzahl tatsächlich sehr jung ist und praktisch nie ohne knappen Designerklamotten und Schuhen von mindestens 10-Zentimetern Höhe aus dem Haus geht. Das ist umso bemerkenswerter, da die Straßen und Gehwege nicht die allerbesten sind. Vielleicht reguliert sich das Straßenbild so auch von selbst: Während die jüngere Hälfte der Frauen noch mit Highheels übers Pflaster stöckelt, liegt die ältere Hälfte bereist mit gebrochenen Knöcheln im Krankenhaus. Man kann das nicht genau sagen.
Extrem ist allerdings auch das Gefälle von Arm und Reich. Auf den Straßen fahren meist nur Kleinwagen aus asiatischen Manufakturen – oder eben deutsche Luxuslimousinen, mehrheitlich SUVs, aber mit allen Extras. Der Bodyguard am Steuer und die Platin-Blondine auf der Rückbank sind da vermutlich auch mit drin. Dafür ist das Essen billig. Klar, man kann in Kiew in den besseren Restaurants auch den Gegenwert eines Mittelklassewagens verspeisen. Locker. Aber in den Seitenstraßen gibt es viele kleine, sehr gemütliche Restaurants und Bistros, die exzellentes einheimisches Bier servieren und dazu Fleischberge für umgerechnet unter zehn Euro.
Ich selbst war dort übrigens für einen Vortrag eingeladen. Der Grund war ein internationaler Kongress von Journalisten und Medienschaffenden, denen ich etwas über die Zukunft der Medien, der Rolle von Journalisten und – Sie ahnen es – Social Media erzählen durfte. Sehr spannend. Auch im Hinblick darauf, was derweil in den USA, in Schweden, England, Irland aber auch in Peru oder Kirgististan passiert. Aber das erzähle ich ein andermal.
Bildergalerie aus Kiew
Was ich diesmal erzählen wollte: Eigentlich gar nicht viel. Das sollen die Bilder übernehmen, die ich mitgebracht habe. Gewiss, mit Karriere hat das wenig zu tun. Aber falls Sie mal nach Kiew wollen: eine Reise ist die Stadt allemal wert. Und jetzt viel Spaß mit der Bildergalerie – einfach anklicken, dann kommt die Übersicht…










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Stefan Vetsch
Bezüglich “NextGEN Gallery”: Wenn Du beim Dialog des Post-Editors die Galerie direkt wählst statt das Album, sollte eigentlich gleich die Liste kommen (Einstellung Bilder-Liste) .
Alternativ kannst Du diese Zeile:
[album id=2 template=extend]
durch folgende ersetzen:
[nggallery id=1]
Getestet mit Version 1.9.6 des Plugins – ich hoffe es hilft.
Jochen Mai
@Stefan: Sehr cool. Vielen herzlichen Dank für den Tipp. Funktioniert (wie man sieht)!
Tim Boosch
Vielen Dank für den netten Bericht. Ich werde auch nächstes Jahr mit meiner Freundin nach Kiew fliegen und bin wirklich mal gespannt, vor allem soll es ja mittlerweile die Möglichkeit geben, einen Tagesausflug nach Prypjat zu unternehmen. Ich denke, dass die Straßen auch nicht viel schlimmer sein werden als in Danzig :-)
Jochen Mai
So schlimm sind die Straßen dann auch wieder nicht. Teilweise sehr gut, teilweise aber auch fiese Wellen oder Schlaglöcher drin. Und rund um Kiew viel Stau. Ansonsten: Unbedingt vorher Geld umtauschen – oder Kreditkarte mitnehmen und mit der tauschen. Zahlen mit Fremdwährung ist schwer und macht Vieles teurer. Allein für die U-Bahn brauchst du Griwna (UAH). Dafür ist die spottbillig: Mit umgerechnet 20 Cent kommst du überall hin.