Ein besserer Mensch werden - auf die eine oder andere Weise wollen das viele. Es ist ja auch ein nobles Ziel. Die Frage ist nur, wie es sich erreichen lässt. Muss man dazu gleich seine Persönlichkeit verändern und sich selbst von Grund auf neu erfinden? Bei manchen Menschen vielleicht. In der Regel aber reicht es schon, wenn man sich die Zeit nimmt und einige wichtige Punkte überdenkt. Wir zeigen Ihnen, welche das sind und wie Sie in sieben Tagen ein besserer Mensch werden können...

Besserer Mensch werden 7 Tage Plan

Was Sie an 7 Tagen tun können, um ein besserer Mensch zu werden

  • Tag 1: Beginnen Sie mit Selbstreflexion

    Bevor Sie etwas besser machen können, sollten Sie zunächst die Ausgangslage klären. Durch Selbstreflexion können Sie Ihre aktuelle Situation besser einschätzen und analysieren, wo Sie stehen und in welchen Bereichen Sie sich verbessern sollten. Horchen Sie dafür in sich hinein und achten Sie auf Ihr Verhalten und Ihre Gedanken: Begegnen Sie Ihrer Umwelt eher negativ oder positiv? Sind Sie die meiste Zeit gut gelaunt oder verbreiten Sie schlechte Stimmung? Was macht Sie wütend und wie reagieren Sie darauf?

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    Indem Sie Ihre Gedanken, Emotionen und das zugehörige Verhalten hinterfragen, erhalten Sie nicht nur ein gutes Selbstbild, sondern stärken zugleich Ihre emotionale Intelligenz, da Sie lernen, Ihre Gefühle zu verstehen, zu verarbeiten und entsprechend damit umzugehen.

  • Tag 2: Akzeptieren Sie, dass Sie nicht alles wissen und können

    Es kann gut sein, von den eigenen Fähigkeiten so überzeugt zu sein, dass Versagen einer Todsünde gleichkommt. Das ist aber eher ein Zeichen für eine veritable Profilneurose. Nobody is perfect. Wir alle haben Schwächen und Defizite, Perfektion können sich nur Götter leisten. Wer es also mit dem Selbstglauben übertreibt und felsenfest davon überzeugt ist, alles (besser) zu wissen, steht der eigenen Entwicklung im Weg. Auch wenn es am eigenen Ego kratzt, sollten Sie sich eingestehen, ab und an falsch zu liegen oder Hilfe zu benötigen. Das entspannt ungemein.

    Schon die Akzeptanz der eigenen Macken ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wer sich schon für den Besten hält, kann kein besserer Mensch werden (und ist es vermutlich auch nicht).

  • Tag 3: Halten Sie sich Ihre Ziele vor Augen

    Entscheidend ist das Wort "Ihre" - also die eigenen. Im Alltag gehen die eigenen Ziele schnell verloren und man lässt sich schnell treiben. Dabei kommt man seinen Wünschen und Träumen jedoch selten näher, sondern treibt eher ab. Halten Sie sich daher Ihre Ziele stets bewusst vor Augen - sogar buchstäblich, zum Beispiel mit einem Zettel an der Kühlschranktür: Wo wollen Sie hin? Was wollen Sie erreichen und was muss getan werden, damit das klappt?

    SMART-Methode Ziele

    Viel zu oft und zu leichtfertig geben wir uns mit etwas zufrieden und verraten so unsere ursprünglichen Ziele. Bleiben Sie sich treu und zielstrebig im Wortsinn. Und Sie werden persönlich wachsen und besser werden.

  • Tag 4: Entwickeln Sie größere Dankbarkeit

    Leider geht es meistens nur um höher, schneller, weiter. Wie schon angesprochen sind Ziele gut und wichtig. Doch darf man dabei die Dankbarkeit nicht außen vor lassen. Nehmen Sie sich die Zeit, um sich all die Dinge bewusst zu machen, für die Sie dankbar sein können - und sollten: Ihre Familie, Ihre Gesundheit, der Arbeitsplatz, der Freundeskreis... Das meiste davon ist eben nicht selbstverständlich, obwohl es uns oft so vorkommt.

    Der nächste Schritt besteht dann darin, den betroffenen Person direkt zu danken - etwas, das man viel häufiger tun sollte.

  • Tag 5: Lernen Sie zu verzeihen

    Durch Wut und Streit sind schon viele Freundschaften und Beziehungen in die Brüche gegangen. Aus einem Missverständnis wird eine handfeste Meinungsverschiedenheit, ein Wort gibt sich das andere und ein tiefer emotionaler Graben entsteht. Was anfangs noch im Affekt passiert, wird zu einem großen Problem, wenn keiner von beiden nachgeben möchte.

    Nachtragend zu sein, beweist aber keine Stärke, sondern einen Kleingeist. Wahre Größe offenbart sich eher dadurch, dass Sie den ersten Schritt machen und auf jemanden zugehen - obwohl der einen Fehler gemacht hat. Schaffen Sie den Disput aus der Welt. Niemand ist perfekt und Sie wären genauso froh, wenn Ihre Fehler auf Nachsicht stoßen.

  • Tag 6: Gehen Sie mit gutem Beispiel voran

    Ein besserer Mensch zu sein, bedeutet auch, andere mit seinem Verhalten zu beeinflussen und die eigenen Werte konsequent vorzuleben. Lassen Sie Ihr Umfeld also ruhig teilhaben an Ihren bisherigen Defiziten, Ihrer Persönlichkeitsentwicklung und den positiven Veränderungen. Keine Frage, dazu gehört Mut. Manch einer lacht darüber vielleicht auch nur. Aber das sind dumme Menschen. Weise Menschen lassen sich durch Ihr Beispiel und Vorbild inspirieren und motivieren, sich ebenfalls zu verändern.

    Gleichzeitig wirkt dieser Punkt als Kontrolle und Verstärkung der eigenen Fortschritte. Von den eigenen Erfolgen zu erzählen, gibt Ihnen Feedback und das Gefühl der Zufriedenheit, weil Sie sehen, was Sie schon geschafft haben.

  • Tag 7: Behalten Sie Ihre guten Vorsätze bei

    Eine Woche ist ein guter Anfang. Aber um dauerhaft ein besserer Mensch zu werden, müssen all die guten Vorsätze (und Erfolge) für die Zukunft beibehalten werden. Was Sie in der vergangenen Woche gelernt und umgesetzt haben, sollte im besten Fall zur Gewohnheit werden. Mal sehen, was die nächste Woche bringt...

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