Weinbilly-01Das Leben ist zu kurz für teuren Wein. Diesen Claim habe ich nicht zufällig als Motto für mein neues Blog gewählt: Weinbilly.de. Eine Herzensangelegenheit. Ja, ich bin bekennender Weintrinker (Bier aber auch). Ein Profi darin bin ich sicher noch nicht, muss man auch auch gar nicht sein. Denn all das Schischi drumherum überspielt zuweilen nur, worauf es wirklich ankommt: Schmecken muss er! Und guter Wein muss eben nicht immer teuer sein…

Gerade Weineinsteiger meinen aus Unsicherheit oder Unwissen heraus, es gäbe eine kausale Beziehung zwischen dem Preis des Weins und dessen Qualität. Bullshit! Nur weil eine Flasche Rioja 20 Euro kostet, schmeckt der Wein darin nicht vier Mal so gut wie bei einer Pulle für fünf Euro. Andersrum wird eher ein Schuh draus: Teurer Wein ist oft überteuert. Und statt des Geschmacks zahlt man noch ein bisschen Markenname und das gute Gefühl mit, dass es schon immer ein bisschen teurer war, so zu tun, als habe man einen guten Geschmack.

Schluss mit der Etikettentrinkerei!

Weinbilly-02Adelstitel der Erzeuger, wuchtige Flaschen, designte Etiketten, angebliche Auszeichnungen – alles suggestiver Schnickschnack. Lassen Sie sich davon bloß nicht ins Bockshorn jagen! So mancher Winzer füllt seine dünne Plörre in extra schwere Flaschen, damit sich das Ergebnis irgendwie wertiger anfühlt. Andere investieren in Etiketten mit viel Firlefanz und Goldkante. Drin steckt aber doch nur Fusel.

Fakt ist: Würde man nur die Erzeugungskosten zugrunde legen, würde selbst der beste Wein kaum über zehn Euro kosten. Der Rest ist schlicht Handelsaufschlag, Marketing und Image. Zeugs, das Sie mitbezahlen, aber nicht trinken können.

Deshalb war es mir schon seit längerer Zeit ein Bedürfnis, Weine zu finden, die mehr können als sie kosten.

Ich bin deswegen noch lange kein Sommelier. Eine überkandidelte blumige Weinsprache, wie sie in zahlreichen Weinkenner-Büchern und auf manchen Händlerseiten zu finden ist, mag ich nicht, kann ich auch nicht. Ganz ehrlich: Ich will die vorgestellten Weine ja auch nicht studieren – sondern trinken und genießen!

Das Feld der Luxus-Weine überlasse ich daher gerne anderen. Aber mit Weinbilly.de habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, Spitzenweine unter 10 Euro zu finden, zu rezensieren und vorzustellen. Gewiss, Fusel und Billigweine finden dort auch keinen Platz. Es geht dabei um preiswerte aber gute Weine, Schnäppchen, Hidden Champions. Weine, die nach mehr schmecken, als man dafür bezahlen muss.

Das ist, zugegeben, nicht immer leicht. Deshalb bin ich auch auf die Mithilfe von Lesern, Winzern und anderen Weinfreunden und Weinkennern angewiesen, die Tipps geben oder vielleicht selbst mal einen Wein als Gastbeitrag vorstellen wollen. Und spätestens bei diesem Konzept kommt man zu einem Blog… Weinbilly eben.

Über Geschmack lässt sich streiten

weinbilly-wertung-5-billys-minibadgeNun ist das mit dem Geschmack so eine Sache. Was mir schmeckt, muss anderen noch lange nicht munden und umgekehrt. Deshalb versuche ich auf Weinbilly.de auch gar nicht dogmatisch zu sein. Aber streng subjektiv und parteiisch bin ich schon: Was zählt, ist eben am Ende mein Geschmack, wenn ich – je nachdem – einen (billiges Gesöff!) oder gar fünf Billys (Kaufen!!!) für den getesteten Wein vergebe. Es bleibt mir ja auch kein anderes glaubhaftes Kriterium übrig.

Daher bleibt auch Ihnen, falls Sie dort künftig mitlesen und vielleicht sogar mitmachen wollen, nicht viel anderes übrig, als ein bis drei unserer Weinproben und Empfehlungen selbst einmal auszuprobieren. Bei unter 10 Euro sollte das ja keine allzu ruinöse Option sein. Und falls es Ihnen dann genauso mundet wie mir, haben wir vielleicht sogar denselben Geschmack und Sie vertrauen mir bei künftigen Rezensionen?

Womöglich haben wir ja noch mehr Gemeinsamkeiten: Denn auf Weinbilly gibt es nicht nur Weinbesprechungen, sondern auch Rezepte rund um und mit Wein, Tipps für Zubehör oder Weinreisen, Spezialitäten und natürlich ein wachsendes Online-Lexikon mit allerlei Weinwissen. Ich lerne schließlich auch noch dazu.

Also: Vielleicht schauen Sie heute mal und in Zukunft öfter vorbei. Würde mich freuen.

In dem Sinne: Cheers!

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