Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA macht uns vor, wie sehr das Thema Online-Reputation und Präsenz in digitalen Netzwerken an Bedeutung gewinnt. Bereits im Juli dieses Jahres stellten sich die populärsten Kandidaten den Fragen potentieller Wähler auf YouTube – nun präsentieren sie sich auf auf LinkedIn, einem mit über 15 Millionen Mitgliedern der größten virtuellen Businessnetzwerke: Rudy Giuliani, Hillary Clinton und Barack Obama haben dort ihre Profile veröffentlicht und fechten nun um die Wählergunst für die Präsidentschaftswahl am 4. November 2008.

So hat Obama etwa auf seine Frage „Wie kann der nächste Präsident kleine Firmen und Unternehmer besser unterstützen?“ bei LinkedIn binnen drei Wochen gut 1.500 Antworten bekommen. Das kann natürlich auch nur Wahltamtam sein, an das sich hinterher kein Mensch mehr erinnert. Andererseits stellte es einen enormen Reiz dar – im Sinne der Small World-Theorie – via Netz womöglich mit dem zukünftigen US-Präsidenten direkt in Verbindung zu stehen.

NACHTRAG
Nun der Gegencheck auf Xing: Welcher (halbwegs) prominente Politiker hat eigentlich dort schon sein eigenes Profil angelegt? Das Ergebnis: mager. Gerade mal drei bekanntere Politiker sind dort auf die Schnelle zu finden – und davon sind auch nur zwei Profile öffentlich:

Christoph Hartmann, Fraktionsvorsitzender der FDP
Burkhardt Müller-Sönksen, FDP-Fraktionsvorsitzender in Hamburg
Und:
Alexander Bonde, Vorsitzender Landesgruppe Baden-Württemberg, Bündnis90/Die Grünen (Nicht öffentliches Profil)

Kennt jemand mehr?