Der Arbeitsvertrag liegt unterschriftsreif vor Ihnen. Das heißt: Ihre fachlichen Qualifikationen stimmen, und auch Ihre Berufserfahrung passt. Glückwunsch! Bevor Sie jetzt aber zum Höhenflug starten: Alles andere müssen Sie noch lernen. Sie kennen weder die innerbetrieblichen Abläufe noch die Zuständigkeiten. Und auch die Umgangsformen untereinander und Gepflogenheiten im Team, erst recht aber die Vorlieben und Eigenheiten jedes einzelnen neuen Kollegen sind Ihnen vollkommen fremd. Und das kann gefährlich werden.
Sicher wird man Ihnen anfangs viel Nachsicht entgegen bringen. Und die ist auch dringend nötig: Sie werden Fehler machen, in Fettnäpfchen treten, manchmal die Nerven Ihrer Kollegen strapazieren und oft an die Grenzen Ihrer Aufnahmefähigkeit und Frustrationstoleranz stoßen. Keine Frage: Das gehört einfach dazu. Jeder weiß, wie es ist, ins kalte Wasser geworfen zu werden. Trotz allem Verständnis wird man Ihnen aber auch nicht alles durchgehen lassen.
Das sollten Sie unbedingt tun:
Wenn Sie diese Punkte beachten, finden Sie schnell in die neue Stelle und überzeugen Vorgesetzte und Kollegen davon, perfekt ins Unternehmen zu passen.
![]() | Auf Andere zugehen: Sie sind der Neuling. Zu Ihren Aufgaben zählt, sich bei den Kollegen vorzustellen – auch, wenn Ihr Chef Sie schon kurz eingeführt hat. Suchen Sie bitte mit jedem einzelnen bei passender Gelegenheit das Gespräch. Zum Beispiel, indem Sie ihm Hilfe anbieten. Je aufmerksamer Sie gegenüber Ihren Kollegen sind, desto eher werden diese Sie freiwillig unterstützen. |
![]() | Interesse zeigen: Sicher haben Sie am Anfang viele Fragen. Bitte stellen Sie sie unbedingt! So lernen Sie nicht nur die Abläufe des Unternehmens kennen, sondern zeigen auch echtes Interesse an der Stelle. Außerdem sollten Sie an den Menschen Anteil nehmen, mit denen Sie zusammenarbeiten. Nur bitte nicht gleich zu privat werden. Fragen im Bezug auf ihre Arbeit gehen aber immer. |
![]() | Aufmerksam sein: Wenn einer der Kollegen sich Zeit für Sie nimmt, hat er Ihre volle Aufmerksamkeit verdient. Ihn abblitzen lassen ist auch dann mehr als nur unhöflich, wenn jemand anders Ihnen das Gleiche schon Mal erklärt hat. Falls Sie gerade keine Zeit haben, weil eine wichtige Aufgabe Vorrang hat, teilen Sie das Deinem Gegenüber bitte höflich mit. Bedanken Sie sich in jedem Fall für seine Hilfsbereitschaft. Die ist nicht selbstverständlich. |
![]() | Engagement zeigen: Natürlich muss man Sie nur ein Mal um die Erledigung einer Aufgabe bitten. Mehr noch: Sobald Sie sich eine Aufgabe zutrauen, bieten Sie an, diese zu übernehmen. Oder Sie bitten um Einarbeitung, damit Sie diese Tätigkeit künftig allein schaffen können. Dabei sollten Sie allerdings niemandem etwas wegnehmen oder sich in den Vordergrund drängen, um vorm dem Chef zu glänzen und die Kollegen auszustechen. |
![]() | Um Feedback bitten: Rückmeldung kommt nicht automatisch. Um zu wissen, was Sie verbessern müssen, brauchen Sie die aber. Nehmen Sie Kritik bitte niemals persönlich, sondern nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Leistungen kontinuierlich zu verbessern. Dann wird aus Kritik schnell Lob, mit dem Sie sich weiter motivieren können. |
![]() | Hilfe anbieten: Selbstverständlich sind Sie nicht nur Lernender, sondern besitzen Kenntnisse und Fähigkeiten, mit denen Sie Andere unterstützen können. Wenn Sie sehen, dass sich ein Kollege mit einem Problem abmüht, das Sie einfach aus der Welt schaffen könen, bieten Sie selbstverständlich Ihre Hilfe an – und schrauben nebenbei Ihre Sympathiewerte hoch. |
![]() | Status Quo respektieren: Es ist, wie es ist. Zumindest zu Beginn. Egal, ob Ihnen das logisch erscheint oder nicht. Natürlich dürfen Sie fragen, warum die Dinge so sind. So werden sie auf den zweiten Blick vielleicht ja plausibel. Wenn nicht, solltest Sie sich mit Kritik und Verbesserungsvorschlägen trotzdem zurückhalten, bis Ihre Kompetenz allgemein akzeptiert ist. |
Und das sollten Sie besser vermeiden:
Ein paar Dinge sollten Sie tunlichst unterlassen, wenn Sie auch nach der Probezeit noch im Unternehmen arbeiten möchten.
![]() | Abwarten: Natürlich müssen Sie zu Beginn eingearbeitet werden. Falls sich keiner um Sie kümmert, übernehmen Sie bitte die Initiative und fordern aktiv Unterstützung ein. So viel Engagement kann man von einem guten Mitarbeiter durchaus erwarten, und schließlich liegt es auch in Ihrem Interesse, so schnell wie möglich ein vollwertiger Mitarbeiter zu sein. Sonst sind Sie nämlich ganz schnell überflüssig. |
![]() | Alles besser wissen: Auch wenn Sie es von Ihrer letzten Stelle anders gewohnt sein sollten, lassen Sie sich bitte auf die Abläufe und Gepflogenheiten des neuen Unternehmens ein und versuchen nicht, den neuen Arbeitsplatz Ihren alten Gewohnheiten anzupassen. Außerdem sollten Sie niemals Kollegen oder gar Vorgesetzte darüber belehren, wie sie ihre Arbeit machen sollen – auch wenn Sie ganz fest davon überzeugt sind, viel besser zu wissen, wie’s funktioniert. |
![]() | Übers Ziel hinaus schießen: So verständlich die Begeisterung über Ihren neuen Job auch ist: Sie sollten nicht ohne Ende Überstunden klopfen, auch am Wochenende da sein und jede Aufgabe ohne Murren übernehmen. Es sei denn, Ihre Kollegen tun das auch. Sonst fallen Sie zwar möglicherweise dem Chef positiv auf, bringen aber die übrigen Mitarbeiter gegen sich auf. |
![]() | Fehler nicht zugeben: Fehler machen ist anfangs normal. Weil Sie Welpenschutz genießen, wird Ihnen das keiner nachtragen. Indem Sie zu ihren Fehlleistungen stehen, zeigen Sie Größe. Wenn Sie sie anderen in die Schuhe schieben wollen, Unreife. Das sorgt für böses Blut. Ganz wichtig: Lernen Sie aus Ihren Fehlern und machen sie kein zweites Mal. |
![]() | Falsche Verbündete suchen: Gerade am Anfang halten Sie sich bitte aus allen Lästereien, Intrigen und Seilschaften heraus. Solange Sie nicht die Machtverhältnisse innerhalb des Unternehmens kennen, setzen Sie sich garantiert ins falsche Boot. Besondere Vorsicht ist gegenüber Leuten angebracht, die gleich aus dem Nähkästchen plaudern und damit um Ihre Gunst werben: Meist sind das die Außenseiter im Unternehmen. |
![]() | Raushalten: Aller Vorsicht zum Trotz sollten Sie sich nicht ins stille Kämmerchen zurück ziehen und Ihr eigenes Süppchen kochen. Wenn die Kollegen mittags in die Kantine gehen, gehen Sie bitte mit. Am Tischgespräch beteiligen Sie sich, soweit Sie können – aber bitte zurückhaltend. So lernen Sie Ihr neues Unternehmen am Schnellsten kennen und schaffen ein herzliches, offenes Verhältnis zu den anderen Mitarbeitern. |
![]() | Zu früh aufgeben: Aller Anfang ist schwer. Denken Sie bitte immer an dieses Sprichwort, wenn der Frust überhand nimmt, weil nichts klappt, wieder Mal nur Kritik kommt oder Ihnen die lieben Kollegen trotz Charme-Offensive immer noch reserviert begegnen. Mit der Zeit wird es besser werden. Dafür müssen Sie allerdings verdammt viel Energie aufwenden. |
Jetzt sollten Sie für den Einstieg in den neuen Job optimal gerüstet ein. Und wir sind neugierig, wie er verläuft. Deswegen sind jetzt Sie dran:







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