Nach dem Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit (pdf) lag die Arbeitslosenquote im Februar 2010 bei 8,7 Prozent. In Ostdeutschland war die Quote mit 13,7 Prozent deutlich höher als im Westen mit 7,4 Prozent. Der Bericht zeigt aber auch: Die Arbeitslosigkeit unter Akademikern ist wesentlich geringer, was noch einmal verdeutlicht, wie wichtig eine gute Ausbildung ist. Falls Sie dennoch von Arbeitslosigkeit betroffen sind – hier ein paar Empfehlungen, um bald wieder Fuß auf dem Arbeitsmarkt zu fassen:
Vermeiden Sie es schlecht über den ehemaligen Arbeitgeber zu sprechen oder Gerüchte zu verbreiten. Bleiben Sie fair.
Entspannen Sie sich, gönnen Sie sich ein Bier, aber versauern Sie nicht gleich jeden Abend in der gleichen Bar am Tresen. Blicken Sie nach vorne.
Verheimlichen Sie nicht Ihren Jobverlust vor Ihrer Frau und den Kindern. Das belastet Sie nur noch zusätzlich.
Setzen Sie neue Prioritäten. Sind das Auto oder der geplante Urlaub noch bezahlbar? Schränken Sie sich ein, dann können Sie länger von den Reserven zehren.
Spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit müssen Sie sich persönlich bei der zuständigen Arbeitsagentur als arbeitslos melden. Zusätzlich können Sie Arbeitslosengeld II beantragen, falls das Arbeitslosengeld zu gering ist, um damit Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
Frischen Sie Ihren Lebenslauf auf, aktualisieren Sie Ihre Bewerbungsmappe und beginnen Sie noch am Tag nach der Kündigung mit der Jobsuche.
Sie müssen nicht gleich, wie Brett Rounsaville aus Santa Monica, einen Wettbewerb ausrufen. Aber bewerben Sie sich dennoch initiativ über sämtliche Kanäle wie Soziale Netzwerke. Und sei es nur, um Routine zu bekommen.
Hören Sie sich bei Kollegen und Freunden um, vielleicht ergibt sich dort eine Chance. Wenn Sie noch nicht aktiv Netzwerken, sollten Sie spätestens jetzt damit beginnen.
Nur weil Sie entlassen wurden, heisst das nicht, dass Sie den Kontakt zu Ihren (hoffentlich) geschätzten Kollegen abbrechen müssen. Auch die erfahren vielleicht mal etwas oder können Ihnen andere Türen öffnen.
Wenn Sie auf absehbare Zeit keinen neuen Job bekommen, sollten Sie daran denken, sich für den Arbeitsmarkt attraktiver zu machen – durch Fortbildung und gefragte Zusatzqualifikationen. Zudem können Sie die Arbeitslosigkeit zur Neuorientierung nutzen. Vielleicht ist es der erste Schritt zu Ihrem neuen Traumjob.
1. Kommentar
Arno.Nyhm
13.05.10 um 21:36 Uhr
thema arbeitslos melden: bitte da nochmal genau informieren. ich glaube man muß schon direkt nach erhalt der kündigung sich arbeitslos melden und nicht erst am 1. tag der eigentlichen arbeitsloskeit.
http://www.arbeitsagentur.de/nn_25872/Navigation/zentral/Buerger/Arbeitslos/Arbeitslosmeldung/Arbeitslosmeldung-Nav.html
http://www.arbeitsagentur.de/nn_25986/zentraler-Content/A04-Vermittlung/A042-Vermittlung/Allgemein/Arbeitsuchendmeldung.html
http://www.brauer-rechtsanwaeltin.de/veroffentlichungen/sperrfrist-droht-verspatete-meldung-bei-arbeitslosigkeit-seit-dem-1.1.2006.html
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