LärmHektik, Termindruck, hohe Kundenansprüche und wenig Pausen – der Stress im Büro nimmt zu. Ganze 61 Prozent der Beschäftigten sind aktuell auf der Arbeit gestresst, 42 Prozent der Beschäftigten manchmal, 19 Prozent sehr oft. Und 29 Prozent sogar so stark, dass sie sich regelrecht ausgebrannt fühlen. Jeder vierte davon (27 Prozent) gab zu, den Bürostress abends an Familie und Freunden auszulassen, so eine Umfrage des IFAK Instituts im Frühjahr 2008 unter 2000 Erwerbstätigen.


Interessant daran: Frauen sind von häufigem Stress im Job offenbar stärker betroffen als Männer. So klagen 21 Prozent der Frauen, aber nur 17 Prozent der Männer über die zunehmende Überbelastung. Und auch das Kanalisieren des Drucks in Richtung Familie ist eher ein Problem der Frauen: Von ihnen gaben 30 Prozent (von den Männern 25 Prozent) zu, sich im letzten Monat an mindestens drei Tagen aufgrund von beruflichem Stress gegenüber ihren Familien und Freunden schlecht verhalten zu haben.

Obwohl viele die sogenannte Work-Life-Balance als Schlüssel zum Stressabbau sehen, hat der Stellenwert des Ausgleichs von Arbeit und Privatleben abgenommen. Das jedenfalls sagen 23 Prozent der Befragten. Bei nur 16 Prozent hat die die Bedeutung der Lebensbalance zugenommen. Dabei mangelt es den Beschäftigten nicht an Engagement: 88 Prozent gaben an, immer bereit zu sein, zusätzlichen Einsatz zu leisten, um die Arbeit zu erledigen. 90 Prozent bleiben ohne weiteres auch mal länger im Büro, um die Arbeit abzuschließen.