Mila Supinskaya/ShutterstockSchnauze voll? Der Job macht längst keinen Spaß mehr, der Chef spielt auf den Nerven La Paloma und die einzige Herausforderung besteht darin, die Kollegen nicht mit dem wachsenden Frust anzustecken. Alles klassische Symptome für Menschen, die den Job am liebsten schon gestern kündigen würden. Den Job zu quittieren, ist zwar eine Option – aber keine, die man spontan und schon gar nicht voreilig treffen sollte. Erst recht nicht, wenn man frustriert, aufgewühlt und (noch) orientierungslos ist. Womöglich sind Sie - wie die meisten - aber auch auf Ihr Gehalt angewiesen. Nicht wenige entscheiden sich dann - trotz Grummeln im Bauch - statt für den Jobwechsel für die Vogel-Strauß-Strategie: Kopf in den Sand, abwarten und auf ein besseres Jobangebot hoffen... Fatal! Warum Sie stattdessen handeln sollten und Tipps, wie Ihre Jobsuche in drei Schritten gelingt...

Handeln - nicht abwarten!

Wer zulange wartet, riskiert, dass ihm irgendwann gekündigt wird, weil sich der Frust zwangsläufig auch in der Leistung spiegelt. Oder aber der Frust wächst sich zu einer veritablen Depression aus. Oder er explodiert: Stinksauer über eine Reaktion des Chefs oder der Kollegen sagen Sie sich "Jetzt ist Schluss! Ich kündige und such mir was Neues!"

Menschlich ist das verständlich, aber die Entscheidung macht es selten besser, dabei kann die eine enorme Tragweite haben. Bevor Sie also einen Jobwechsel ernsthaft in Betracht ziehen, sollten Sie kurz innehalten und die sogenannte 10/10/10-Analyse machen:

Der Begriff 10/10/10-Analyse klingt allerdings komplizierter, als es tatsächlich ist. Eigentlich handelt es sich hierbei um drei Fragen, die Sie sich stellen sollten:

  1. Wie werde ich über meine Entscheidung in 10 Minuten denken?
  2. Wie werde ich über meine Entscheidung in 10 Monaten denken?
  3. Wie werde ich über meine Entscheidung in 10 Jahren denken?

Es ist ein simpler Trick, der Sie allerdings sofort wieder erdet. Es ist normal, dass wir uns ab und an über unseren aktuellen Job, die Kollegen und Umstände ärgern. Aber seine berufliche Laufbahn von einem kurzen Moment heftiger Wut abhängig machen? Eine solche Entscheidung sollte vielleicht doch besser mit größerem Weitblick betrachtet werden – und genau dabei helfen diese Fragen: Sie öffnen den Tunnelblick und geben der Wahl eine relevante Perspektive.

Sie könnten allerdings auch feststellen, dass es tatsächlich Zeit wird, zu gehen...

Schritt 1: Alleinstellungsmerkmale bestimmen

Mila Supinskaya/shutterstock.comBevor Sie dann damit beginnen, ausgetretene Bahnen zu verlassen, sich neu zu beweisen oder von vorne anzufangen – starten Sie bitte zunächst damit, Ihre persönlichen Alleinstellungsmerkmale zu bestimmen. Wie bei einem Produkt sollten Sie später in der Lage sein, damit eine eigene Marke zu kreieren und zu kommunizieren. Denn nur so registriert auch das Umfeld, wofür Sie stehen und auch künftig einsetzbar sind. Solche Alleinstellungsmerkmale schaffen Orientierung – für sich und andere.

Um überzeugend zu sein, müssen diese Merkmale natürlich auf Ihre künftige (Wunsch-)Funktion, die Branche und mögliche Zielunternehmen zugeschnitten werden. Wie finden Sie also Ihre Alleinstellungsmerkmale? Am besten, indem Sie sich folgende Fragen stellen:

Checkliste vor einem Jobwechsel:

  • Können Sie fünf Ihrer stärksten Kompetenzen aufzählen?
  • Können Sie bis zu zehn positive Charaktereigenschaften nennen, die Ihre Persönlichkeit am besten beschreiben?
  • Können Sie ein bis drei Ihrer größten Schwächen identifizieren (ehrlich) – und sagen, was Sie dagegen unternehmen?
  • Können Sie drei bis fünf starke Argumente nennen, warum ein Arbeitgeber Sie (und keinen anderen) einstellen sollte?
  • Können Sie exakt beschreiben (und quantifizieren), welchen Mehrwert Sie Ihrem neuen Arbeitgeber bieten können?
  • Können Sie auf Anhieb drei bis fünf Ihrer Erfolge aus dem vergangenen Jahr nennen, beschreiben und belegen?
  • Können Sie präzise erklären, warum es Sie zu dem neuen Arbeitgeber hinzieht (und nicht von dem alten weg)?
  • Können Sie exakt die von Ihnen angestrebte Position beschreiben (theoretisch) und begründen, warum diese optimal zu Ihnen passt?
  • Können Sie ein flammendes Plädoyer für sich, Ihre Talente und Ihre Eigenmarke in bis zu 60 Sekunden halten?
  • Können Sie wenigstens zehn Strategien aufzählen, wie man einen neuen Job findet?
  • Können Sie auch sagen, welche Sie davon schon nutzen?

Weiterführende Artikel

Bei der Jobsuche müssen Sie sich auch mit Ihrer Bewerbung auseinandesetzen. Diese Artikel können Ihnen dabei helfen:

Schritt 2: Informationen über Arbeitgeber einholen

Sobald Sie Ihre Alleinstellungsmerkmale, Ihre Qualifikationen, Verkaufsargumente, Wünsche, Ziele und Perspektiven genau kennen, können Sie mit der Jobsuche beginnen - nur jetzt viel gezielter. Je nach Berufserfahrung nutzen Sie hierfür beispielsweise:

  • Stellenbörsen: Neben möglichen Arbeitsplätzen finden Sie hier auch Informationen über Bedingungen und Perspektiven in den Unternehmen, die diese anbieten – und können die für Sie relevanten auswählen.
  • Karriereseiten: Viele Unternehmen bieten auf ihrer Homepage oder in Sozialen Netzwerken Informationen speziell für potenzielle Mitarbeiter. Aus diesen Quellen können Sie Ihre Erkenntnisse aus den Stellenbörsen vertiefen. Nutzen Sie insbesondere die Interaktionsmöglichkeiten mit dem Arbeitgeber, um alles für Sie Relevante herauszufinden – und gleichzeitig auf sich aufmerksam zu machen.
  • Branchenverzeichnisse: In diesen Nachschlagewerken finden Sie sämtliche in Frage kommende Unternehmen – und können sich damit auf die Suche nach weiteren Informationen machen, welche davon für Sie tatsächlich als Arbeitgeber in Frage kommen.
  • Unternehmensverbände: Bei diesen Institutionen finden Sie ebenfalls Namen potenzieller Arbeitgeber – plus weitere Informationen zu den Unternehmen. Außerdem können Sie Über diese Kanäle auch direkte Kontakte knüpfen.
  • Career Services: Falls Sie noch studieren, erhalten Sie bei der hochschulinternen Karriereberatung Tipps zu Unternehmen, die für Ihren Einstieg in Frage kommen. In der Regel können sie Ihnen auch Ansprechpartner für Ihre Fragen im Unternehmen vermitteln, weil deren Mitarbeiter gute Kontakte zu Arbeitgebern halten.
  • Arbeitsagenturen: Auch deren Mitarbeiter kennen sich auf dem Arbeitsmarkt gut aus und wissen, welche Unternehmen nach welchen Kräften suchen. Am Besten informiert sind in der Regel die Mitarbeiter des Arbeitgeber-Services, weil sie den direktesten Kontakt pflegen: Lassen Sie sich mit ihnen verbinden!
  • Presseberichte: Die Medien liefern Ihnen Hintergrundinformationen zu interessanten Unternehmen. Vor allem: Bei wem es gerade gut läuft, der stellt womöglich auch ein...

Drei Dinge, die Bewerber freitags nicht tun sollten

Es ist zwar erst Donnerstag, doch es schadet nicht, sich schon einmal mit den Dingen zu beschäftigen, die Sie als Bewerber an einem Freitag nicht tun sollten. Diese drei Dinge sollten Sie auf einen anderen Tag verschieben:

  1. Telefonische Initiativbewerbung - Sie wollen unbedingt bei diesem Unternhemen arbeiten? Super, doch das sollten Sie nicht gerade freitags und telefonisch kund tun. Erstens sind telefonische Initiativbewerbungen immer etwas grenzwertig und können leicht übergriffig wirken. Und zweitens hat gerade freitags kein Personaler Lust, Nerven und Zeit, sich länger mit einem ihm völlig unbekannten Bewerber zu unterhalten. Den Anruf können Sie sich sparen.
  2. Stellensuche - Viele Unternehmen stellen neue Stellenausschreibungen montags und donnerstags online. Wenn Sie bereits am Donnerstagabend in die verschiedenen Stellenbörsen geschaut haben, ist eine erneute Recherche am Freitag vermutlich Zeitverschwendung. Stattdesssen könnten Sie sich dann auf andere Quellen - Karriereseiten, soziale Netzwerke und ähnliche - konzentrieren.
  3. Stand abfragen - Bei einigen Online-Bewerbungssystemen können Bewerber den aktuellen Stand des Bewerbungsverfahrens selbst abfragen. Tun Sie sich den Gefallen und verzichten Sie freitags darauf. Der Grund: Sollten Sie im System einen negativen Zwischenstand oder Probleme vorfinden, können Sie im Unternehmen niemanden mehr erreichen, der Ihnen die Gründe erklärt. Die Gefahr ist jedoch groß, dass Sie der Gedanke an das Problem das ganze Wochenende über verfolgt und Sie nicht richtig abschalten können.

Schritt 3: Kontakt aufnehmen

Mila Supinskaya/shutterstock.comIm dritten Schritt geht es darum, möglichst frühzeitig Kontakt zu den Mitarbeitern und Kollegen in spe (oder gar dem künftigen Chef) aufzunehmen. Am Besten tauschen Sie sich dafür mit möglichst vielen Menschen aus, die bei Ihrem Wunschunternehmen arbeiten – oder gearbeitet haben. So können Sie hinter die Kulissen blicken und erfahren, inwieweit Ihre Erwartungen dort erfüllt werden. Je mehr Informationen Sie zu Ihrem zukünftigen Arbeitgeber erhalten, desto genauer wird das Bild, dass Sie sich von der Arbeit dort machen können. Gelegenheiten, um mehr über das Unternehmen zu erfahren, bieten:

  • Karrieremessen: Bei diesen Veranstaltungen können Sie direkt mit Unternehmensvertretern sprechen. Dabei erfahren Sie nicht nur, was das Unternehmen bietet, sondern können auch gleich Ihre Einstiegsoptionen klären und Ihre Erwartungen auf Realisierbarkeit hin zu prüfen. Bei den Aussagen des Personalers sollten Sie übrigens unbedingt auch auf die Subtexte achten.
  • Soziale Netze: Seiten wie LinkedIn oder Xing bieten Ihnen die Möglichkeit, nach ehemaligen oder aktuellen Mitarbeitern interessanter Unternehmen zu suchen, sich mit ihnen zu vernetzen und sie nach den Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten zu fragen. Weil Sie dort unter sich sind, ist ein offener und ehrlicher Austausch möglich.
  • Alumni-Netzwerke: Wenn Sie studiert haben, könne Sie die Ehemaligen-Kontakte nutzen. Absolventen Ihrer Hochschule geben in aller Regel gern Auskünfte über ihre aktuellen Arbeitgeber. Gratis gibt’s – wie auf den Karrieremessen – Tipps dazu, ob sich Ihre Erwartungen realisieren lassen.
  • Ehemalige Kollegen: Vielleicht arbeitet ja ein früherer Kollege von Ihnen in genau dem Unternehmen, das Sie interessiert? Wenn er Sie schätzt, erhalten Sie offene und ehrliche Antworten. Außerdem kann er Kontakte knüpfen – und ein gutes Wort für Sie einlegen.
  • Vorstellungsgespräche: Auch wenn Jobinterviews bereits die letzte Hürde vor der Einstellung sind, dienen sie immer noch der Klärung, ob die Erwartungen vor Ort erfüllt werden. Wenn das nicht der Fall ist, können Sie immer noch absagen – selbst wenn der Arbeitgeber Sie nehmen würde.

Drei Erwartungen, die Ihre Jobsuche manipulieren

Natürlich geht jeder Bewerber mit anderen Erwartungen an die Jobsuche heran - einige davon positiv, andere negativ. Die folgenden drei Erwartungen gehören definitiv zur zweiten Kategorie und können sogar dazu führen, dass Sie selbst Ihre Jobsuche manipulieren.

  1. Es muss der perfekte Job sein. - Ihr Traumjob ist auf jeden Fall ein Ziel, auf das Sie hinarbeiten sollten. Doch realistischerweise wissen Sie auch: Den perfekten Job gibt es nicht. Ein wenig Kompromissbereitschaft gehört einfach dazu, um eine passende Stelle zu finden. Um Ihren Traumjob kann es sich dennoch handeln, nur perfekt wird er eben nicht sein. Wichtig: Sie müssen genau wissen, in welchen Bereichen Sie zu Kompromissen bereit sind und in welchen nicht. Nur dann können Sie sich für eine Stelle entscheiden.
  2. Das schaffe ich mit links. - Egal wie gut, erfahren und kompetent Sie sind: Gehen Sie bitte niemals davon aus, dass Sie ein Vorstellungsgespräch und einen Auswahlprozess einfach mal so nebenher schaffen. Eine gründliche Vorbereitung ist Pflicht. Und wenn Sie im Gespräch zu entspannt auftreten, kann es schnell so wirken, als wäre Ihnen die Stelle gleichgültig. Lassen Sie es nicht so weit kommen.
  3. Die haben mich zum Vorstellungsgespräch eingeladen, also wollen sie mich auch einstellen. - Vor allem jüngere Bewerber sind oft der Meinung, dass eine Einladung zum Vorstellungsgespräch fast schon automatisch zur Einstellung führt. Das ist definitiv nicht der Fall. Das Vorstellungsgespräch ist zwar wichtig, doch erstens kann es auch schief gehen und zweitens steht danach oft noch ein Probearbeiten an. Der neue Job wartet erst danach auf Sie.

Jobsuche Motivation: So bleiben Sie motiviert

Mila Supinskaya/shutterstock.comJobsuche und Bewerbungen können auf Dauer zu einer echte Belastung werden. Zu Beginn starten die meisten hoch motiviert, doch nach Wochen und Monaten lässt diese Motivation nach und weicht Resignation und Enttäuschung. Dabei ist es gar keine Schande, wenn die Jobsuche etwas länger dauert. Denn Unternehmen lassen sich für Antworten auf Bewerbungen und den Bewerbungsprozess als solches gerne mal etwas länger Zeit. Diese fünf Wege helfen Ihnen dabei, bei der Jobsuche die Motivation nicht zu verlieren.

  1. Suchen Sie sich Mitstreiter. - Auf Dauer kann es deprimierend sein, immer nur alleine nach Stellen zu suchen. Schließen Sie sich mit andern Jobsuchenden - zum Beispiel in Foren zusammen. Optimal ist es, wenn die Gruppenmitglieder zwar aus der gleichen Branche kommen, jedoch räumlich weit verstreut wohnen. Denn dann kennen sich zwar alle in der Branche aus, machen sich gegenseitig jedoch keine Konkurrenz.
  2. Meiden Sie den Kontakt zu negativen Menschen. - So hart es klingt: Menschen, die Ihnen immer nur erzählen, wie schlecht die Arbeitsmarktlage ist, können Sie bei Ihrer Jobsuche einfach nicht gebrauchen. So wichtig Ihnen diese Menschen sonst vielleicht sind, Ihre Jobsuche behindern diese Personen leider.
  3. Suchen Sie sich eine Aufgabe zum Ausgleich. - Egal ob Hobby oder Ehrenamt. Suchen Sie sich eine Aufgabe, die nichts mit der Jobsuche zu tun hat und es Ihnen erlaubt, den Kopf frei zu bekommen.
  4. Sichern Sie sich die Unterstützung Ihrer Familie. - Was immer Sie tun, stellen Sie bitte sicher, dass Ihre Familie hinter Ihnen steht. Besprechen Sie Ihr Vorgehen mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin und planen Sie gemeinsam. Ohne diese Unterstützung wird Ihre Motivation nicht lange anhalten.
  5. Setzen Sie sich klare Ziele. - Wie viele Bewerbungen wollen Sie heute schreiben? Welche Firmen müssen Sie diese Woche unbedingt noch kontaktieren? Setzen Sie sich klare Ziele, die Sie erreichen und dann als erledigt markieren können. Das motiviert ungemein.

66 Tipps für die perfekte Jobsuche

Nun haben Sie bereits viele wichtige Informationen für Ihre Jobsuche erhalten. Abschließend wollen wir Ihnen noch 66 Tipps mit auf den Weg geben, die Ihnen bei der perfekten Jobsuche behilflich sein können. Wie immer gilt: Greifen Sie die für sich passende Tipps auf und adaptieren Sie diese auf Ihre Situation.

    Vorbereitung und Planung

  1. Legen Sie zu Beginn fest, welche Jobs und Stellen für Sie infrage kommen.
  2. Überlegen Sie, in welchen Bereichen Sie Kompromisse eingehen können und wollen.
  3. Machen Sie sich Ihre Gründe für den Jobwechsel bewusst.
  4. Bringen Sie Ihren Lebenslauf auf den aktuellen Stand.
  5. Stellen Sie sicher, dass Ihr Bewerbungsfoto nicht älter als sechs Monate ist.
  6. Halten Sie Ihre Arbeitszeugnisse und Nachweise sowohl gescannt als auch als Kopie vor.
  7. Erstellen Sie einen Plan für Ihre Jobsuche.
  8. Sehen Sie genug Zeit für Recherche und Stellensuche vor.
  9. Recherchieren Sie die für Ihre Branche wichtigen Keywords und Berufsbezeichnungen.
  10. Machen Sie sich mit allen Tools und Programmen vertraut, die Sie für die Jobsuche einsetzen wollen.
  11. Planen Sie - vor allem für schriftliche Bewerbungen in Papierform - ein ausreichendes Budget für Material und Porto-Kosten ein.
  12. Legen Sie ein System an, in dem Sie alle Informationen zu Unternehmen und Bewerbungen strukturiert sammeln und ablegen.
  13. Führen Sie Ihre Jobsuche nur zu Hause und keinesfalls am Arbeitsplatz durch.
  14. Stellen Sie im Vorfeld sicher, dass Familie und Freunde Sie unterstützen werden.
  15. Recherche und Stellensuche

  16. Erstellen Sie eine Liste aller sinnvollen Jobbörsen.
  17. Legen Sie bei den wichtigsten Portalen vollständige Bewerberprofile an.
  18. Nutzen Sie die automatische Suchfunktion und E-Mail-Benachrichtigungen, sofern es diese Möglichkeiten gibt.
  19. Gehen Sie die verschiedenen Stellenbörsen im Lauf jeder Woche systematisch durch.
  20. Führen Sie verschiedene Suchvorgänge mit unterschiedlichen Keywords, Berufsbezeichnungen und Kriterien durch.
  21. Nehmen Sie Ihre Wunsch-Arbeitgeber auch dann unter die Lupe, wenn keine Stellen ausgeschrieben sind.
  22. Schauen Sie sich vor Initiativ-Bewerbungen die ausgeschriebenen Stellen eines Unternehmens an. Auch wenn diese völlig andere Jobs beschreiben.
  23. Nehmen Sie - wenn Ihnen diese Art der Bewerbung liegt - im Vorfeld telefonische Kontakt mit einem Unternehmen auf.
  24. Nutzen Sie für Ihre Recherche auch Arbeitgebewertungsportale und Erfahrungsberichte ehemaliger und aktueller Mitarbeiter.
  25. Suchen Sie in Xing, LinkedIn und anderen sozialen Netzwerken gezielt nach Mitarbeitern des Unternehmens.
  26. Schriftliche und elektronische Bewerbung

  27. Planen Sie für die Erstellung des Anschreibens ausreichend Zeit ein.
  28. Sehen Sie Ihre Bewerbung als Arbeitszeit und verteidigen Sie diese Zeiträume gegen andere Einflüsse und Störungen.
  29. Nutzen Sie im Anschreiben bewusst die für Ihre Branche wichtigen Keywords.
  30. Gehen Sie gezielt auf das Stellenangebot ein.
  31. Stellen Sie Ihre Stärken und Kompetenzen selbstbewusst dar.
  32. Beginnen Sie Ihr Anschreiben auf keinen Fall mit "hiermit bewerbe ich mich"!
  33. Beschränken Sie Ihr Anschreiben idealerweise auf eine A4-Seite.
  34. Sprechen Sie im Anschreiben ein mögliches Vorstellungsgespräch explizit an.
  35. Erwähnen Sie Gehaltsvorstellungen bitte nur, wenn diese in der Stellenanzeige ausdrücklich gefordert werden.
  36. Verschicken Sie Bewerbungsunterlagen grundsätzlich nur im PDF-Format.
  37. Nutzen Sie eine E-Mail-Adress aus der Ihr Name klar hervorgeht.
  38. Füllen Sie Online-Bewerbungs-Formulare möglichst vollständig aus.
  39. Social Media und Netzwerkarbeit

  40. Überlegen Sie, welche Profile und Netzwerke Sie für die Jobsuche nutzen wollen.
  41. Räumen Sie diese Profile auf und setzen Sie alle anderen auf privat.
  42. Idealerweise beginnen Sie ein eigenes Blog zu Ihrem Fachbereich und/oder setzen eine eigene Homepage auf.
  43. Bringen Sie sich aktiv in die Community ein. Kommentieren und diskutieren Sie, ohne dabei ständig auf eigene Inhalte zu verlinken.
  44. Greifen Sie in Ihren Artikeln und Beiträgen auch die Stellungnahmen und Artikel potentieller Arbeitgeber auf.
  45. Verlinken Sie - thematisch passend - auf die Corporate und Karriere Blogs Ihrer Wunsch-Arbeitgeber.
  46. Folgen Sie interessanten Unternehmen in verschiedenen Netzwerken.
  47. Liken, teilen, retweeten und kommentieren Sie die Beiträge potentieller Arbeitgeber. Natürlich immer mit fachlich korrekten und sinnvollen Inhalten.
  48. Prüfen Sie, ob auch Plattformen wie Pinterest, Slideshare oder andere für Ihre Jobsuche dienlich sein können.
  49. Nutzen Sie bitte auch LinkedIn und/oder Xing aktiv und engagieren Sie sich dort in passenden Gruppen.
  50. Die Xing-Themen können - wenn Xing das Zentrum Ihrer Jobsuche bildet - sogar ein eigenes Blog ersetzen.
  51. Unterstützen Sie Gesprächspartner mit Tipps und Tricks.
  52. Beteiligen Sie sich auch in passenden Fachforen.
  53. Beschränken Sie Ihre Netzwerkarbeit nicht auf die Social Media. Besuchen Sie auch Events, Messen und Kongresse und knüpfen Sie dort Kontakte.
  54. Notieren Sie sich die Informationen zu jedem Kontakt möglichst zeitnah und konsequent.
  55. Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit, um Ihr Netzwerk zu analysieren. Bewerten Sie dabei jeden Kontakt im Blick auf sein Potenzial für Ihre Jobsuche.
  56. Pflegen Sie den Kontakt zu wichtigen Gesprächspartner konsequent.
  57. Bringen Sie Ihre Jobsuche nur als Randthema in Gespräche ein.
  58. Bauen Sie Beziehungen behutsam und Schritt für Schritt auf.
  59. Motivation und Durchhaltevermögen

  60. Machen Sie sich immer wieder Ihre Gründe für die Jobsuche bewusst.
  61. Suchen Sie sich feste Ansprechpartner, mit denen Sie den aktuellen Stand regelmäßig durchgehen.
  62. Behalten Sie die noch offenen Bewerbungen im Blick und machen Sie sich die damit verbundenen Chancen bewusst.
  63. Führen Sie ein Bewerbungstagebuch, in dem Sie Erfolge und Fortschritte notieren.
  64. Machen Sie ab und an bewusst Pausen und legen Sie die Bewerbungen bei Seite.
  65. Sorgen Sie aktiv für Ausgleich und Entspannung.
  66. Legen Sie sich einen Plan B zurecht.
  67. Führen Sie sich vor Augen, dass eine Jobsuche in der Regel mehrere Wochen dauert.
  68. Nehmen Sie Absagen idealerweise als Lernerfahrung und versuchen Sie, die wahren Gründe für die Absage herauszufinden. Telefonisch stehen Ihre Chancen am besten.
  69. Holen Sie sich bei Freunden und Familie Hilfe, wenn Sie selbst nicht mehr können oder frustriert sind.
  70. Visualisieren Sie möglichst detailliert, wie Ihr künftiger Job aussehen wird.

Auch wenn Sie die Schnauze gerade gestrichen voll haben... Mit den obigen Tipps und Checklisten zur Jobsuche sollten Sie eine deutlich rationalere und auch zielgerichtetere Entscheidung treffen können.

Apropos: Was sind Ihre besten Tipps zu Jobwechel und Jobsuche?
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