Die USA führen – vor Deutschland! Nein, nicht bei den Olympischen Spielen in London. Da auch. In diesem Fall aber geht es um Soziale Netzwerke und deren Rolle bei der Jobsuche. Wie Wissenschaftler um Richard Benton von der North Carolina State Universität jetzt herausgefunden haben, spielen sogenannte informelle Beziehungen eine entscheidende Rolle bei der Vergabe von hochbezahlten Jobs – in den USA allerdings eine signifikant bedeutendere als hierzulande.

Die Forscher verglichen dabei in beiden Ländern, wie die Menschen zu ihren neuen Jobs gekommen waren und welchen Einfluss informelles Rekruting dabei hatte – also wenn jemand zum Beispiel einen Job durch sein Netzwerk angeboten bekommt, obwohl er offiziell gar nicht danach sucht. Resultat: In Deutschland ist das berühmte Vitamin B zwar weitaus gebräuchlicher – rund 40 Prozent der Stellen werden mittels persönlicher Beziehungen besetzt (Zum Vergleich: In den USA sind es nur 27 Prozent). Aber die Jobs, die so in den USA vergeben werden, sind besser bezahlt und auch höher in der Hierarchie angesiedelt.

Oder wie es die Wissenschaftler vorrechnen: Wer über Vitamin B zur neuen Stelle kommt verdient dort im Schnitt ab 80.000 Dollar aufwärts.