Von wegen Rollcontainer, Großraumbüro und wechselnde Arbeitsnischen! Junge Berufseinsteiger der sogenannten Generation Y (auch Millennials genannt) erwarten von einem Top-Arbeitgeber heute einen eigenen Schreibtisch im Büro, flexible Arbeitszeiten (auch Heimarbeit) sowie ein bezahltes Diensthandy. Das ist das Ergebnis einer Befragung von Johnsons Global WorkPlace Solutions (pdf), an der weltweit über 3500 junge Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren teilnahmen, davon etwa ein Viertel aus Deutschland. Kernfragen: Wie wünschen Sie sich ihr künftiges Arbeitsumfeld? Auf welche Ausstattungsmerkmale achten Sie? Und welche überzeugen Sie schließlich, es mit einem Top-Arbeitgeber zu tun zu haben? Herausgekommen ist dabei das:

Ein individuell gestaltbares Arbeitsumfeld

  • 85 Prozent der Befragten erwarten einen eigenen Schreibtisch, den sie individuell gestalten können.
  • 60 Prozent würden sich erst in Büros ab 12 bis 16 Quadratmetern wohl fühlen.
  • Nur 8 Prozent wären bereit, ihren Schreibtisch mit Kollegen zu teilen.
  • 5 Prozent würden auch ein sogenanntes Hot-Desking-System akzeptieren, bei dem wechselnd der jeweils noch freie Schreibtisch genutzt werden kann.

Für die Unternehmen macht allein dieses Ergebnis ein deutliches Umdenken erforderlich. Statt weiterhin auf Großraumbüros nach dem amerikanischen Vorbild zu setzen und kostengünstige Hot-Desking-Systeme auszubauen, sollten sie besser in bewährte Zwei-Mann-Büros und lange Flure investieren, um weiterhin für die nachwachsende Generation attraktiv zu bleiben. Denn genau das wünscht sich der Nachwuchs: Rückzugsräume, keine Massentierhaltung.

Ein flexibles Arbeitszeitmodell und Mobilität

  • 76 Prozent der Millennials in Deutschland sprechen sich gegen klassische 9to5-Jobmodelle aus.
  • 73 Prozent wünschen sich stattdessen mehr Freiheiten bei der Wahl des Arbeitsortes.

Ferner wünschten sich die Befragten auch den verstärten Einsatz moderner Kommunikationswege – etwa über Blogs, Sozialer Netzwerke, Videokonferenzen. Insbesondere um so flexibel zwischen Arbeit und Freizeit hin- und herwechseln sowie beide Pole besser ausgleichen zu können.

Eine High-Tech-Ausstattung

  • 60 Prozent der Befragten sehen ein Diensthandy, vorzugsweise ein modernes Smartphone (49 Prozent), als absolute Arbeitsgrundausstattung an.
  • 51 Prozent erwarten zudem einen eigenen Laptop.

Fazit

Die Generation Y ist leistungswillig, resistent gegenüber Hierarchien und hat den schnellen Lebens- und Arbeitsrhythmus des mobilen Internets voll verinnerlicht. Unter den Millennials existieren allerdings auch hohe Erwartungen an den zukünftigen Arbeitsplatz – schließlich wird umgekehrt auch von ihnen viel verlangt: ein schnelles Studium mit Bestnoten, viel außeruniversitäres Engagement und Auslandserfahrung. Wer daher beim Kampf um die Nachwuchstalente punkten will, sollte also unbedingt einige der genannten Anforderungen erfüllen.