Für viele bedeutet Karriere zu machen, in erster Linie aufzusteigen. Keine Frage, die Karriereleiter Stufe um Stufe empor zu klettern, kann erfüllend sein. Dauerhaft aber sollen Beförderungen – laut einer australischen Studie (PDF) der psychischen Verfassung eher schaden. Trotz dauerhaften Einkommenssteigerungen und höherem sozialen Status überwiegen langfristig die negativen Effekte von vermehrtem Stress und längeren Arbeitszeiten.

Wie die Wissenschaftler um David Johnston und Wang-Sheng Lee darauf kommen? Sie anlysierten rund 2000 Beförderungen von Vollzeitbeschäftigten im Alter von 18 bis 64 Jahren und werteten dabei deren Entwicklung in Sachen Gesundheit und Lebenszufriedenheit über einen Zeitraum von zehn Jahren aus. Und tatsächlich: Unmittelbar nach der Beförderung gaben die Befragten im Durchschnitt an, mehr Verantwortung zu tragen, einen sichereren Arbeitsplatz zu haben und fairer bezahlt zu werden. Kurz: Sie waren zunächst zufrieden. 

Bald darauf aber berichteten sie von längeren Arbeitszeiten und gestiegenem Stress. Spätestens nach drei Jahren war die Karriere-Euphorie verflogen: Trotz mehr Geld und höherem Status gingen Jobzufriedenheit, subjektive Arbeitsplatzsicherheit und das Gefühl, angemessen bezahlt zu werden, wieder auf das Niveau vor der Beförderung zurück. 

Mehr noch: Körperliche Gesundheit und allgemeine Lebenszufriedenheit blieben auf lange Sicht weitgehend unverändert. Die psychische Gesundheit aber litt dauerhaft unter der gestiegenen beruflichen Belastung, die verbreitet zu Nervosität und Unruhezuständen führte.