Es gibt zahlreiche Arten, wie man seinen Job verlieren kann. Eine davon ist zu twittern. Nicht im Allgemeinen. Kommunikation ist ja zunächst eine gute Sache. Dennoch erstaunt es mich immer wieder, was manche Menschen so alles dem Internet anvertrauen.
Es ist schon etwas her, als der Beinahe-Cisco-Mitarbeiter sich um Kopf und Kragen zwitscherte und nach seinem Bewerbungsgespräch verlautbarte, noch nicht zu wissen, ob er den Job annehmen soll, der zwar gut bezahlt sei, aber den er sicherlich hassen würde. Dann gab es noch diesen Fall Fall einer tollkühnen Vertriebsmitarbeiterin von Careerbuilder, die sich womöglich um ihren Job getwittert hat. Sie teilte der Welt unter anderem mit, von vier bezahlten Stunden nur zwei zu arbeiten. Und schon vor rund einem Jahr schilderte ich HIER im Blog, wie einige deutsche Twitterer mit ihrer Reputation Harakiri 2.0 betrieben.
Nun sollte man denken, das alles hätte zu Ein- und Weitsichten geführt. Denkste. Auch im Jahr 2010 gibt es Twitterer, die nicht wahrhaben wollen, dass Twitter keine Privatsphäre hat, sondern öffentlicher Raum ist! Und der ist dank diverser Tools auch noch nach Wochen durchforschbar. Die folgenden Tweets sind leider echt und wie man sieht gar nicht mal alt, sollten aber als abschreckende Beispiele dienen. Stellen Sie sich einfach vor, Sie wären der Chef – und lesen das…








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Lukas Rütten
Ganz spontan fiel mir ein: Die Persönlichkeit des Arbeitnehmers kann als illoyal eingestuft werden, man kann sich aber auch fragen, was man als Chef falsch gemacht hat. Das Führungskräfte – so heißt es ja gelegentlich – gar nicht motivieren können, muss nicht heißen, dass Sie nicht für die aus mangelnder Motivation resultierenden Probleme (mit)verantwortlich sind.
Jedoch denke ich, dass man sich genau überlegen sollte, was man anderen mitteilt und was nicht.
Definitiv gehören keine uninteressanten Sachverhalte in den Tweet. Ich liebe es, wenn Leute sich die Mühe machen, korrekt oder gar stilvoll die 140 Zeichen zu füllen. Wer nichts zu sagen hat, darf ruhig schweigen. Und lange Diskussionen gehören auch nicht zu Twitter. Twitter dient in meinen Augen dazu, mit den entferntesten Kontakten in Kontakt zu bleiben und echten Menschen mitzuteilen, was einen Selbst im Internet bewegt. Sicherlich nicht der Belag der heutigen Pizza. Ebenso wichtig: Verschiegenheitsklauseln sind keine Empfehlungen. Und aktuelle Projekte muss man nicht unbedingt an die große Glocke hängen, es sei denn, die Werbung ist strategisch günstig.
Einfach mal häufiger abschalten…
Lieber Gruß
Lukas Rütten