Karrierekiller
Gute Leistung, Ausdauer und Beziehungen – mit diesem Trio kommt man auf der Karriereleiter recht schnell nach oben. Doch so schnell manche die Stufen erklimmen - so leicht stürzen sie auch wieder ab. Denn auf dem Weg an die Spitze lauern einige Stolperstein, mit denen sich manche ihre Karriere so richtig verhageln. Sicher lassen sich Fehler nie ganz vermeiden. Ihr Risiko wird aber kleiner, wenn man diese typischen Karrierekiller kennt. Der ersten Schritt dazu haben Sie bereits getan: Sie lesen diesen Artikel - und hoffentlich weiter...

Die eigene Karriere verbaut man sich am erfolgreichsten selbst

KarrierekillerFür die Beförderung wird ein Kollege vorgeschlagen? Die eigene Karriere stagniert? Es wäre jetzt ein Leichtes, dem inkompetenten Chef oder den schleimenden Kollegen die Schuld für den eigenen Misserfolg zu geben. Doch die Wahrheit ist unbequemer: Die meisten Arbeitnehmer stehen sich beim beruflichen Aufstieg selbst im Weg. Fachliche Kompetenz ist nur die eine Seite der Medaille. Wer es im Job weiter bringen will, muss darüber hinaus hohes Engagement mitbringen, sich stetig weiterentwickeln und die Spielregeln sowie bestimmte Verhaltensweisen im Job kennen. Sonst ziehen andere an einem vorbei.

Manchmal reichen schon Kleinigkeiten aus, um sich nachhaltig zu schaden oder in einer Karriere-Sackgasse zu landen. Sehen Sie die folgende Fehlerliste daher nicht als Vorschriften oder Anklagen. Vielmehr soll sie der Sensibilisierung dienen, auf diese potenziellen Karrierekiller zu achten...

Karrierekiller: Den Aufstieg beenden - aber so richtig

  1. Dauerfrust.

    Wer mit hängendem Kopf durch die Büroetagen schleicht, als trage er die Last des Unternehmens auf seinen Schultern allein, stapft bald im Keller. Zertifizierte Spaßbremsen mag keiner. Erst recht nicht in Krisenzeiten. Da sind Typen gefragt, die Optimismus verbreiten, keine Endzeitstimmung.

  2. Produktenttäuschung.

    Es ist das Schlimmste, was ein Unternehmen seinen Kunden antun kann. Kunden haben dafür Nulltoleranz und kaufen nie wieder. Die Mikropolis eines Unternehmens funktioniert aber genauso: Versprechen Sie deshalb nie mehr, als Sie halten können. Weder bei der Übernahme eines Projektes, noch bei einer Beförderung, geschweige denn im Vorstellungsgespräch. Sie schüren damit nur unrealistische und schädliche Erwartungen. Beim ersten Mal wirkt die selbstverschuldete Enttäuschung vielleicht noch nicht so schlimm. Aber mit jedem weiteren Mal unterhöhlt sie das Vertrauen in Sie. Sie mutieren zum Blender – ohne jeden äußeren Zwang. Bei allem Verständnis für Eigenmarketing: Stapeln Sie gerade anfangs nicht zu hoch. Unterschätzt zu werden, hat viele Vorteile – und sei es nur, dass Sie Geschäftspartner, Kollegen und Chefs überraschen können: positiv.

  3. Überheblichkeit.

    Insbesondere junge Kollegen oder Berufsanfänger glauben, es sei klug, durch so viel Leistung zu glänzen, dass es selbst ihren Boss in den Schatten stellt. Riesenfehler! Wer seine Talente heller strahlen lässt als die des Chefs, weckt zwangsläufig dessen Neid und Misstrauen. Und das endet böse. Beobachten Sie nur was passiert, wenn jemand im nächsten Meeting die gerade gereifte Idee des Chefs durch eine eigene optimiert. Bitte nur beobachten, nicht selber ausprobieren! Wahre Profis spielen deshalb über Bande – sie lassen den Chef auf natürliche Weise intelligenter aussehen als sich selbst. Etwa, indem sie ihn um Rat fragen. Mächtige sind von solchen Bitten begeistert. Nur ein Chef, der Ihnen das Geschenk seiner Überlegenheit zuteil werden lassen konnte, wird Sie dauerhaft protegieren. Der zweite Weg kostet etwas mehr Überwindung: Gleichen Sie unauffällig die Unzulänglichkeiten des Chefs aus. Von Maria Theresia von Österreich wird folgende Geschichte erzählt: Bei einem Empfang entkroch der Monarchin unüberhörbar ein Furz. Der junge Leutnant an ihrer Seite fiel sofort vor ihr auf die Knie und flehte um Vergebung. Die Fürstin erwiderte darauf gnädig: "Das ist schon in Ordnung, Oberleutnant."

  4. Beratungsresistenz.

    Gewiss, nicht jeder Kollege, der einem einen Rat gibt, meint es damit gut. Manchmal ist es eine Intrige oder eine falsche Fährt oder der Versuch, sich als Ratgeber größer zu machen. Das sind allerdings eher die Ausnahmen. In der Regel ist die Hilfe, die man gerade braucht, tatsächlich nur ein Büro weiter zu finden. Und es wäre dumm, diese Chance nicht zu nutzen. Noch dümmer ist, von Menschen, die vielleicht weiter sind als man selbst und mehr Erfahrung haben, nicht zu lernen. Wer meint, so seine Unabhängigkeit zu dokumentieren, begeht einen schweren Irrtum: Er bleibt abhängig von seiner eigenen Kompetenz und Kreativität. Und das reicht schlicht nicht immer aus. Oft ist es nur der Stolz, der uns davon abhält – und deswegen auch klein hält. Wer um Tipps oder Hilfe bittet, macht sich im ersten Moment vielleicht klein. Auf lange Sicht aber wächst er über sich hinaus. Und baut obendrein ein wertvolles Netzwerk von Ratgebern und Mentoren.

  5. Falsche Bescheidenheit

    Bescheidenheit ist eine Zier – weiter kommt man ohne ihr: So eitel und unangenehm einem Selbstdarstellung vorkommt, wer nicht auffällt, fällt durchs Raster. Selbst die großartigste Leistung verpufft, wenn sie keiner mitbekommt. Dieses ständige Werben erfordert natürlich Fingerspitzengefühl, sonst driftet es leicht in Wichtigtuerei ab. Die Geschichte ist voll von Egos, deren Erfolg sie nicht vor übersteigertem Geltungsbedürfnis bewahrt hat: Alexander der Große etwa bezeichnete sich selbst als "Sohn des Zeus", als Nachkomme der obersten Gottheit, Katharina die Große weigerte sich, Briefe zu öffnen, die nicht an "Ihre königliche Majestät" adressiert waren und George Washington wollte unbedingt "Seine Hoheit der Präsident der Vereinigten Staaten" genannt werden. Hossa! Im Beruf sollte man definitiv subtiler vorgehen. Bewährte Wege sind etwa bei größeren Aufgaben regelmäßig Zwischenberichte zu liefern und Fortschritte zu berichten. Oder sich in Meetings zu Wort melden. Allerdings nicht ständig, dafür aber mit ausgearbeiteten, frischen Ideen. Oder man bietet sein Wissen und seine Hilfe anderen Kollegen an. Das hat den Vorteil, dass diese später positiv über einen reden. Und Mundpropaganda wirkt sogar noch stärker als Eigenwerbung.

  6. Perfektionismus.

    Es ist ein Fehler, keine Fehler machen zu wollen. Manche Menschen verschwenden ihr ganzes Leben bei diesem Versuch. Objektiv betrachtet, machen sie vielleicht wirklich seltener Fehler als andere. Aber sie bewerkstelligen auch weniger, weil sie viel Zeit aufwenden, potenzielle Fehler zu vermeiden. Natürlich ist es klug, hohe Ansprüche an sich und andere zu stellen. Aber nur so lange diese realistisch sind. Ansonsten hält Perfektionismus nur auf. Er führt zu einem Tunnelblick, bei dem sich die Betroffenen auf Details konzentrieren, die für das große Ganze nur geringe Bedeutung haben. Mängel können den Horizont erweitern: Ohne Fehler hätte Christoph Kolumbus nie Amerika entdeckt. Erfolgreiche Menschen zeichnen sich gerade dadurch aus, dass sie Fehler machen, weil sie mehr machen als andere. Ein Irrtum ist nichts Schlimmes, wenn er sich nicht wiederholt und man daraus lernt. So wie der IBM-Gründer Tom Watson. Als einer seiner Mitarbeiter einen schweren Fehler beging, kostete ihn das 600.000 US-Dollar. Daraufhin fragte man Watson, ob er den Mitarbeiter nicht feuern wolle, was Watson vehement verneinte. Er sagte nur: "Ich habe gerade 600.000 Dollar in seine Ausbildung investiert. Warum sollte jemand anderes diese Erfahrung gratis bekommen?" Merke: Nullfehlertoleranz können sich nur Götter leisten.

  7. Offenheit.

    Die meisten von uns verbringen täglich acht Stunden mit Kollegen, fünf Tage die Woche, 220 Tage im Jahr. Wir trinken zusammen Kaffee, essen zusammen, feiern Geburtstage, gehen vielleicht abends noch gemeinsam weg. Im Grunde verbringen wir ein Drittel unseres Lebens mit Kollegen. Dabei bleibt nicht aus, dass offenherzig über Privates geplaudert wird – über Hobbys, die Kinder, den Urlaub, die Ehe. Nicht wenige quatschen sich dabei um Kopf und Karriere. Fakt ist: Menschen werden weniger respektiert, je mehr sie von sich preisgeben. Ans Eingemachte zu gehen, erhöht kurzfristig vielleicht die Aufmerksamkeit, senkt aber die Ehrfurcht. Nur ein Jedermann ist durch und durch transparent! Im Mikrokosmos Büro ein bisschen von sich zu erzählen, ist völlig okay. Wer aber in exponierte Positionen strebt, sollte mit allzu großen Offenbarungen haushalten. Mal ehrlich: Wann haben Sie zuletzt Vertrauliches heimlich weitergetratscht? Eben.

  8. Geschwätzigkeit.

    Der Kabarettist Willy Reichert hat einmal gesagt: Klatsch sei die feste Verbindung zwischen zwei losen Zungen. Was geflüstert wird, glauben viele sofort. So verbreitet sich die Indiskretion oft schneller als der Schall. Heimtückisch! Nicht selten entpuppt sich das kurzfristige Überlegenheitsgefühl, etwas zu verkünden, was noch keiner weiß, als Pyrrhussieg. Erstens, weil immer etwas vom Dreck am Werfer kleben bleibt. Zweitens, weil lästern nicht gerade von einem noblen Charakter zeugt. Drittens, weil sich die Mitteilung als unwahr herausstellen kann. Dann gilt der Urheber entweder als Lügner oder ahnungsloser Wichtigtuer. Beides schlecht. Kaum etwas schadet der Laufbahn so sehr wie das Image einer verorteten undichten Stelle. Schon König Salomo warnte seine Eleven: "Wer als Schwätzer umgeht, plaudert Geheimnisse aus. Darum lasse dich nicht mit einem ein, der viel redet."

    3 Wege, wie Sie Ihren Job via Twitter killen

    • Diffamieren.

      Seinen Freunden in Weinlaune zu zwitschern, wie sehr man seinen Job hasst, den Boss blöd findet und den Arbeitgeber verachtet, ist eine Sache. Das öffentlich zu dokumentieren, fördert nur eines: einen handfesten Kündigungsgrund.

    • Lästern.

      Wer denkt, er sei sicher, weil er lediglich über Ex-Arbeitgeber herzieht, irrt gewaltig. Das beweist Ihre Illoyalität, Indiskretion - und schadet enorm Ihrem Image. Insbesondere, wenn Sie gerade gekündigt haben. Wer stellt so jemanden schon ein?

    • Ausplaudern.

      Interna oder Geschäftsgeheimnisse zu verraten, selbst wenn man sich etwa über eine baldige Akquisition freut, ist beruflicher Selbstmord. Kaum etwas schadet mehr, als das Image einer verorteten undichten Stelle. Ein Kündigungsgrund ist es sowieso.

  9. Eigensinn.

    Jedes Unternehmen hat seine eigene Kultur. Dahinter verbergen sich oft ungeschriebene Spielregeln für den Umgang untereinander, für Prozeduren in Meetings, Sprachcodes oder Berichtsketten. Bei den einen gehört es zum guten Ton, das Büro nicht vor 19 Uhr zu verlassen. Andere gehen selbstverständlich immer mit ihrer eigenen Abteilung Mittagessen oder geben zu ihrem Geburtstag Kaffee und Kuchen aus. Wieder andere werten mangelnden Ellbogeneinsatz als Zeichen von Schwäche. Egal, wie sehr Sie auf Ihre Individualität pochen: Mitspielen ist Pflicht. Oder sie suchen sich besser ein anderes Team und Unternehmen. Solche Verhaltensmuster sind immer auch eine Art Immunitätstest: Wer sich im Organismus nicht assimilieren kann, wird bald von ihm abgestoßen. Gerade Jobeinsteiger tun deshalb gut daran, schnell herauszufinden, nach welchen Regeln gespielt und geschuftet wird. Die beste Strategie für die ersten Wochen: aufmerksam zuhören, zuschauen – und die Klappe halten. Wer das Vertrauen von Kollegen genießt, kann später beim Vier-Augen-Gespräch immer noch konkret nachbohren. Und zwar, bevor er richtig loslegt.

  10. Selbstzweifel. (Permanent)

    Wenn Sie zu den Menschen gehören, die alles sorgfältig abwägen, bevor sie loslegen, die stets alle Details prüfen und dennoch am Ende ein Haar in der Suppe finden, dann sollten Sie diesen Punkt besonders aufmerksam lesen. Jeder kennt die Phrase Wenn ich doch nur ..., dann ...! Wenn ich doch nur mehr Verantwortung hätte, dann könnte ich mehr erreichen. Wenn ich mehr Macht hätte, dann würde sich hier einiges ändern. Wenn ich mehr Geld hätte, dann wäre ich glücklicher. Solche Zweifel sind hinterhältig. Wer immerzu pessimistisch denkt, hat meist eine verzerrte Wahrnehmung. Notorische Schwarzseher sind nicht mehr in der Lage, die Probleme aus einer neutralen Position mit genügend Abstand zu betrachten. Folge: Sie sehen nur noch den Berg und nicht mehr den Gipfel. Nicht wenige verharren anschließend vor dem Hindernis, kehren um oder gehen lieber zahllose, vermeintlich leichtere Umwege. Lassen Sie sich von Bedingungen bloß nicht ins Bockshorn jagen! Ein Gipfelsturm gelingt auch in Etappen. Überlegen Sie sich, wo Sie stehen und was als nächstes getan werden müsste, um dem Ziel einen Schritt näher zu kommen. Und dann gehen Sie los. Schritt für Schritt. Basiscamp für Basiscamp. Tatsächlich ist es so: Wenn-dann-Typen erreichen nie etwas, Los-gehts-Typen alles.

  11. Ungeduld.

    Ungeduld ist eine Schwäche – eine große sogar. Die Ich!-Alles!-Jetzt!-Attitüde erschafft nur Instant-Typen, die zu schnell und zu viel auf einmal wollen, dieser Aufgabe aber (noch) nicht gewachsen sind (siehe auch Selbstüberschätzung). Man kann nicht drei Jahre Erfahrung in einem absolvieren. Es ist die Übung, die den Meister macht. Noch immer. Es erfordert nun mal Geduld ein schwieriges Projekt und erst recht andere Menschen zu führen. Abwarten zu können, kann hingegen sogar eine Tugend sein. Manches Problem erledigt sich so von allein oder man bekommt im Laufe der Zeit Informationen und Ideen, die eine bessere Lösung ermöglichen. Der Expresslift zur Karriere ist und bleibt ein Mythos. In der Ruhe liegt viel mehr Kraft. Außerdem ist nichts frustrierender, als die Karriereleiter im Sauseschritt empor zu klettern, nur um oben festzustellen, dass man sie an der falschen Wand angelegt hat.

  12. Undank.

    Selbst Genies sind bisweilen auf die Hilfe anderer angewiesen. Sei es, dass diese sie mit nützlichen Informationen versorgen, sie rechtzeitig warnen oder aktiv protegieren. Je mehr Mentoren einer hat, desto besser. Ein funktionierendes Beziehungsnetz wirkt wie ein Karriereturbo. Es wird aber auch leicht zum Karrierekiller, wenn man es sich mit seinen Kontakten verscherzt. Und das geht ganz leicht: Einfach vergessen, wer einem einst mit Rat und Tat zur Seite stand und von dem man bisher in irgendeiner Form profitiert hat. Kein Mensch erwartet eine sofortige Gegenleistung für solche Gefallen. Nur wer diese Schuld vergisst, der betreibt Selbstsabotage erster Güte. Schon Goethe hielt Undank für eine Schwäche: "Ich habe nie gesehen, dass tüchtige Menschen undankbar gewesen wären." Undank ist kein Kavaliersdelikt, sondern der grobe Verstoß gegen ein ehernes Berufsgesetz: Eine Hand wäscht die andere.

  13. Ziellosigkeit.

    Auch das ist ein ehernes Gesetz des Erfolgs: Starke Persönlichkeiten eiern nicht herum. Wer seine Karriere beflügeln will, der trifft konsequente Entscheidungen – auch in eigener Sache. Dazu muss man allerdings erst einmal sehr genau wissen, was man will. Nur so gewinnt man Klarheit im Kopf und Hartnäckigkeit im Handeln. Ansonsten wird daraus leicht Aktionismus. Zwar gibt es immer wieder Menschen, die sich über die Maßen engagieren, die keine Bitte ausschlagen und mehrere Projekte gleichzeitig managen – aber weiter kommen sie deshalb nicht. Sie haben nur mehr Stress und weniger Spaß. Wer alles irgendwie anpackt, macht nichts richtig gut. Spitzenleistung hingegen entsteht erst bei voller Konzentration auf ein konkretes Ziel. Deshalb sollte sich jeder (und auch immer wieder) fragen:

    • Was genau (!) möchte ich erreichen?
    • Was soll sich in meinen Leben verändern oder verbessern?
    • Warum ist mir dieses Ziel so wichtig?
    • Was ist zu tun, um es zu erreichen?
    • Was kann ich?
    • Reicht das dafür?
    • Worauf müsste ich gegebenenfalls dann verzichten?

    Solche Ziele dürfen sich gerne auch mal wandeln. Sich ewig an einen Plan zu klammern oder in einem Job zu lange zu verharren, kann schließlich auch Ausdruck von Ziellosigkeit sein. Hauptsache, Sie bleiben sich darüber bewusst und in Bewegung. Denn noch immer ist es so: Karriere ist kein Zufallsprodukt – sie wird gemacht.

Karrierekiller: 3 No-Gos erfolgreicher Menschen

  • Sich aus der Verantwortung stehlen.

    Jeder macht Fehler. Irren ist bekanntlich menschlich. Auch im Job wird es Ihnen immer wieder passieren, gerade als Berufsanfänger oder Neueinsteiger. Entscheidend ist der Umgang mit diesen Fehlern. Im ersten Moment haben die meisten Angst, was der Fehler für Folgen haben wird und fürchten, dass der Chef nun an den Fähigkeiten zweifeln wird. Doch einen Fehler deswegen einfach unter den Teppich zu kehren, ist grunfalsch: Sie riskieren damit nur, dass größerer Schaden entsteht. Der Job Ihres Vorgesetzten ist es, in solchen Situationen den Schaden zu begrenzen. Das kann er umso besser, je früher er Bescheid weiß. Machen Sie ihm also den Job leichter. Gestehen Sie Ihren Fehltritt ein und liefern Sie gleich mögliche Lösungsvorschläge.

  • Sich unkontrolliert seinen Gefühlen hingeben.

    Besonders Ärger, Wut und Frust können tödlich für den Umgang mit dem Chef und den Kollegen sein. Jeder kennt Situationen, in denen man am liebsten vor Wut schreien würde: Der Chef stellt einen vor dem gesamten Team bloß, der Kollege beantwortet eine dringende Anfrage nicht oder die eigene Idee wird im Teammeeting abgeschmettert. Hat man dazu selbst noch einen schlechten Tag, ist der Gefühlsausbruch programmiert. Doch wer seinen Ärger an den Kollegen auslässt, zeigt, dass er nicht Herr der Lage ist und sich unter Umständen auch Kunden gegenüber nicht im Griff hat.

  • Sich einen lauen Lenz machen.

    Erfolg ist in der Regel mit harter Arbeit verbunden. Wie heißt es doch so schön: Ohne Fleiß, kein Preis. Wer auch einmal unliebsame Aufgaben übernimmt und diese gut löst, bleibt positiv im Gedächtnis. Vor allem im Team sollte man sich nicht gemütlich zurücklehnen und den anderen Kollegen die Arbeit überlassen. Damit würden Sie nur zeigen, dass Sie kein Teamspieler oder stinkend faul sind.

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