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Diese Geschichte beginnt mit einem Witz:

Zwei Freunde sehen sich nach längerer Zeit wieder. Sagt der eine:
"Du siehst ja furchtbar aus!"
Darauf der andere:
"Kein Wunder – bei meinem neuen Job."
"Ja, was machst du denn da?"
"Morgens um sechs geht’s los: Zementsäcke schleppen, unfassbar schwer, vom Keller hoch in den fünften Stock, kein Aufzug, keine frische Luft, heiß, Kollegen sind scheiße, nur eine Pause am ganzen Tag, zehn Minuten, so geht das bis sieben Uhr abends..."
"Du lieber Himmel", sagt der Freund erschrocken, "wie lange machst du das denn schon?"
"Morgen fange ich an."

Sie schmunzeln vielleicht noch. Womöglich sind Sie von dem Witz jedoch stärker betroffen, als Sie ahnen...

Miesepeter sind hochgradig ansteckend

Nichts für ungut, aber im Berufsalltag (sonst leider auch) begegnen wir immer wieder chronischen Miesepetern, deren Mundwinkel morgens schon in den Keller zeigen. Kein Tag ist gut, keine Aufgabe schön, nicht mal der Kaffee schmeckt, und das Projekt und Team sind schon Mist, bevor es angefangen hat. Erfolg? Den gab's Donnerstag. 1988.

Solche Menschen sind gefährlich, denn sie haben einen ebenso negativen wie ansteckenden Charakter.

Schlechte Laune hat tatsächlich eine ansteckende Wirkung. Sie breitet sich epidemisch aus, wenn man nichts dagegen unternimmt. Damit sind solche Spaßbremsen nicht nur Opfer negativer Umstände – sie sind auch deren Ursache.

So tautologisch es klingt: Die Entscheidung, die Dinge negativ zu sehen, kann nicht nur die eigene Stimmung trüben. Danach entwickeln sich viele Dinge tatsächlich schlechter.

Während etwa gutgelaunte Kollegen im Schnitt 17,5 Verbesserungsvorschläge und gute Ideen in ihre Unternehmen einbringen, hat das IFAK einmal ermittelt (Artikel ist leider nicht mehr online), liefern Miesepeter dagegen nur 8,4 Vorschläge ab. Motivierte Mitarbeiter kommen im Schnitt auf höchstens 4,3 Fehltage, ihre frustrierten Kollegen dagegen auf zehn.

Der Witz am obigen Witz ist: Je schneller wir verstehen, dass dieser Scherz womöglich von uns selbst handelt, desto größer die Aussicht auf Heilung. Wer länger braucht oder ihn gar nicht versteht, hat eine deutlich schlechtere Prognose: möglicherweise manisch mies.

Manchmal muss man sich zum Glück ermahnen. Nicht alles ist schlecht. Aber das, worauf wir uns konzentrieren, das werden wir.

Glücklichsein-Morgenimpuls

Daher ganz positiv gemeint: Einen schönen Tag noch!

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