Es ist eines der Adrenalin-Highlights eines jeden Arbeitnehmers: der Gehaltspoker. Doch wer mit seinen Forderungen scheitert, sieht sich schon bald nach einem neuen Job um. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Umfrage österreichischen Jobbörse Karriere.at unter 548 Arbeitnehmern und 134 Arbeitgebern. So sagten die befragten Arbeitnehmer:

„Wenn meine Gehaltsverhandlung nicht den gewünschten Erfolg bringt, dann…

  • … sehe ich mich nach einem neuen Job um“ (67,5 Prozent).“
  • … gebe ich nicht auf und arbeite noch härter“ (26,3 Prozent).“
  • … erfährt der Chef, was ich von ihm halte“ (4 Prozent).“
  • … kündige ich sofort (2,2 Prozent).“


Das klingt nach einer Trotzreaktion und ist es vermutlich auch. Dennoch täuscht sie über die (vermeidbaren) wahren Fehler der Gehaltsverhandlung hinweg. Denn wenn Gehaltsverhandlungen scheitern, liegt das aus Sicht der Arbeitgeber eher an mangelhafter Vorbereitung der Mitarbeiter. Das wiederum sagten 57 Prozent der befragten Firmenchefs. Für 19,7 Prozent der Vorgesetzten sind etwa viele geleistete Überstunden ein schlagendes Argument für ein Gehaltsplus. Fast jeder vierte Arbeitgeber (23,3 Prozent) gibt an, dass sie einem Mitarbeiter dann gerne mehr bezahlen, wenn er bereit ist, auch anderen Kollegen im Job weiterzuhelfen.