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4 von Jochen Mai am 31. Mai 2009 → Liste in Reputation
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Kennzeichen ICH – Die Opportunitätskosten beim Personal Branding

selfbrandingGestern schrieb ich darüber, dass zunehmend mehr Menschen sich im Internet einen Namen machen wollen. Personal Branding heißt das im Fachjargon. Alle, die daran zweifeln, dass es sinnvoll und vorausschauend ist, seine Marke im Internet aufzubauen und zu pflegen, sei dieser Artikel empfohlen. Er listet die Opportunitätskosten von Personal-Branding-Gegnern. Hier die wichtigsten Punkte:

  • Sie werden weniger Gelegenheiten haben, sich von der Masse abzuheben.
  • Sie werden kein Forum haben, um mit anderen Ihr Wissen und Ihre Expertise zu teilen.
  • Ihre Leistungen und Erfolge werden im Netz weitgehend unbemerkt bleiben – insbesondere von denen, die Ihnen vielleicht einmal weiterhelfen könnten.
  • Berufliche Chancen werden an Ihnen vorbeiziehen, denn sie haben dann auch keine Chance, Sie zu finden.
  • Sie werden sich gegenüber Ihren Vorgesetzten oder anderen Entscheidungsträgern weniger in Szene setzen können.
  • Auszeichnungen im Job oder gar Beförderungen gehen womöglich an geringer Qualifizierte, weil Ihr wahrer Wert unerkannt bleibt.
  • Ihr Soziales Netz wird kleiner sein. Und Studien belegen immer wieder: Gerade diese informellen Netze haben entscheidende Wirkung auf die Karriere.
  • Google wird Sie seltener (wenn überhaupt) indexieren. Und sollte jemand nach Ihren Talenten suchen, wird er vielleicht vorher viele andere finden.
  • Sie werden einen Nachteil gegenüber allen haben, die Personal Branding betreiben und mit Ihnen konkurrieren.
  • Die Prägung Ihrer Namensmarke übernehmen andere – egal, ob das Ihrem Wunschbild entspricht oder nicht.
  • Den Suchlisten-Top-Rang mit Ihrem Namen hat Ihr Namenszwilling. Hoffentlich ist es eine ehrenwerte Person.
  • Ihre Glaubwürdigkeit steht – zumindest im Internet – auf schwachen Beinen. Sollte jemand Ihren Ruf diskreditieren, steht womöglich dieser Eintrag und viele weitere noch lange oben in den Trefferlisten der Suchmaschinen.
  • Es wird länger dauern, Ihre selbstgesteckten Ziele zu erreichen.
  • Sie werden weniger verdienen als Sie könnten.



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1. Kommentar

ThomasSchmidtMuc
31.05.09 um 16:32 Uhr

Ich bin durchaus ein Befürworter von Personal-Branding im Internet. Ich beobachte allerdings auch, dass bei manchen Menschen die diesbezüglichen online-Aktivitäten dazu führen, persönliche Beziehungen bzw. Anbahnungen solcher zu vernachlässigen. Wirklich fatal wäre es, wenn man Chancen und Möglichkeiten persönlicher Kontakte verpasst, weil man die Qualität von “Freundschaften” und Kontakten im Netz überschätzt.

2. Kommentar

Jochen Mai
31.05.09 um 17:30 Uhr

Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Der obige Artikel konzentriert sich auf einen Aspekt – zumal im Internet, wo Leser selten allumfassende Analysen als “zu lang” empfinden. Dabei entsteht dann leider oft der Eindruck, dass es nur diese eine Wahrheit gibt (was natürlich nicht stimmt). Deshalb danke ich dir für den Hinweis und sage es an dieser Stelle nochmal ganz deutlich:

Ich halte Personal Branding für sehr wichtig – in einem beruflichen Kontext. Seine eigene Marke aufzubauen ist aber wahrlich nicht das Wichtigste im Leben und echte Freundschaften machen deutlich glücklicher als die Maximierung sozialer Kontakte im Internet.

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