Ich bin verheiratet, und meine Frau hat eine 28-jährige Tochter aus erster Ehe. Ich glaube, mit eigenen Kindern könnte ich den Job nicht machen, wenn ich ehrlich bin. Mit meinen Ansprüchen würde ich Zeit haben wollen für meine Familie. Ich finde es toll, wenn Eltern vier oder sechs Kinder haben. Aber wenn, dann richtig. Die Verantwortung muss jeder annehmen. Ich für mich, so wie ich hier arbeite, könnte das nicht. Deshalb habe ich keine Kinder. Aber diese Frage muss man am Anfang einer Karriere entscheiden. Ich habe mich bewusst gegen Familie entschieden. Ich hatte schon immer eine 60- bis 70-Stunden-Woche, und das hat mich immer sehr zufrieden gemacht.
Thomas Greiner, 53, Geschäftsführer der Dussmann-Gruppe
[via Handelsblatt Perspektiven Nr. 108]







André Wegner
Stellt sich die Frage, ob da wirklich jemand nur für sich spricht, oder ob das nicht stellvertretend für vielen ist, die denken Familie + Karriere != möglich.
Aber irgendwie sehr schade für sich zu entscheiden keine Kinder zu wollen.
Jochen Mai
@André: Ich will das gar nicht bewerten. Greiner hat schon recht: Es ist letztlich die eigene Entscheidung. Und jemand, der diese so oder so aber immer zu Wohle der Kinder trifft, ist mir lieber als jemand, der um der Gesellschaft willen oder aus sozialem Druck Kinder zeugt, sich dann aber nicht um die Knirpse kümmert. Das ist dann die Sorte Manager, die hinterher mit 50 verlogen jammert: “Ich hätte mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen sollen…” Hätten sie – wollten sie aber nie.
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