Kündigung – dieses Wort hat für viele Arbeitnehmer einen unheilvollen und bedrohlichen Klang. Manchmal zeichnet sich der drohende Jobverlust schon im Vorfeld ab. Dann haben Sie als Angestellter die Möglichkeit, sich darauf vorzubereiten und schon mal auf Jobsuche zu gehen. Doch eine Kündigung kann Sie auch aus heiterem Himmel und völlig überraschend treffen. Sicher, mit den deutschen Kündigungsfristen haben Sie immer noch genug Zeit, sich nach einem neuen Job umzuschauen. Allerdings wirkt eine überraschende Kündigung wie ein Schock und kann Ihnen jegliche Motivation rauben. Das können Sie jedoch mit den richtigen Strategien verhindern.
Unabhängig von allen anderen Tipps und Tricks, müssen Sie einen Grundsatz unbedingt beherzigen: Nehmen Sie die Kündigung auf gar keinen Fall persönlich! Fangen Sie gar nicht erst damit an, die Gründe für den Jobverlust in Ihrer Person zu suchen. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, eine kritische Selbstreflexion ist sinnvoll und notwendig – aber nicht zu diesem Zeitpunkt. Die Frage nach dem Warum werden Sie sich ohnehin stellen, wenn Sie in diesem Schockzustand damit anfangen, sich selbst zu hinterfragen, resultieren daraus nur Selbstvorwürfe und – unnötige – Schuldgefühle.
Nehmen Sie Hilfe an
Keine Sorge, ich spreche hier nicht von professioneller Hilfe in Form einer Psychotherapie. Die kann in Ausnahmefällen sinnvoll sein, doch hier geht es in erster Linie darum, dass Sie die Unterstützung Ihrer Familie, Ihrer Freunde und vielleicht auch Ihrer Kollegen – wenn Sie diesen weit genug vertrauen – annehmen. Die Voraussetzungen dafür müssen Sie jedoch selbst schaffen. Das bedeutet erstens, dass Sie mit den Ihnen nahestehenden Menschen über Ihre Kündigung sprechen und diese nicht verheimlichen und zweitens, dass Sie auch dazu bereit sind, Hilfe anzunehmen. Das ist nicht der Zeitpunkt für falsch verstandenen Stolz und eine Ich-schaff-das-auch-alleine-Mentalität.
Werden Sie sofort aktiv
Direkt nach Ihrer Kündigung ist die größte Gefahr für Sie Inaktivität. Lassen Sie diese zu, fällt es Ihnen später schwer, sich aus der einsetzenden Lethargie zu befreien. Daher sollten Sie möglichst schnell aktiv werden und sich keine Ruhezeit gönnen. Das gilt wohl gemerkt nur für die ersten Stunden direkt nach der Kündigung, doch in diesem Zeitraum ist Aktivität für Sie unverzichtbar. Sie werden sich ohnehin Gedanken über die Kündigung machen und sich selbst dutzende Fragen stellen. Doch wenn Sie aktiv sind, können Sie zumindest nicht im tiefen Sumpf des Selbstmitleids versinken. Was Sie ganz konkret tun können? Hier einige Vorschläge:
- Räumen Sie Ihr Büro auf. Das mag banal klingen, lenkt Sie jedoch definitiv ab.
- Nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Familie und Ihren Freunden auf und berichten Sie von der neuen Situation.
- Machen Sie sich eine Liste mit all den Aufgaben, die jetzt auf Sie zukommen. Dazu gehören unter anderem die Meldung an das Arbeitsamt, die Beschaffung Ihres Arbeitszeugnisses, das Nachschlagen Ihrer Kündigungsfrist sowie der Eintrag in den Kalender, wann Ihr Arbeitsverhältnis endgültig endet.
- Schreiben Sie auf, was Ihnen gerade durch den Kopf geht. Das wird vielleicht nicht all zu positiv sein und nicht unbedingt Sinn ergeben. Doch wenn Sie Ihre Gedanken verschriftlichen, können Sie diese vielleicht loslassen und haben den Kopf nicht mehr ganz so voll.
So geht es weiter
In den folgenden Tagen und Wochen gibt es für Sie – unterstützt von Ihrem Umfeld – nur eine Richtung: nach vorne. Zurückblicken können Sie, so bald Sie einen neuen Job gefunden haben. Doch zuerst sollten Sie sich auf die Jobsuche konzentrieren. Die Kurzfassung einer erfolgreichen Jobsuche: Sie definieren genau, in welchem Bereich Sie arbeiten wollen, suchen sich entsprechende Stellenangebote und Unternehmen aus und passen Ihre Bewerbungen gezielt auf die ausgeschriebenen Stellen an. In unserem Archiv finden Sie zahlreiche Strategien für Jobsuche und Bewerbung.
Bei der Jobsuche müssen Sie sich jedoch ebenfalls Gedanken über Ihre Motivation machen. Denn auch Wochen nach Ihrer Kündigung können noch Fragen, Zweifel und Schuldgefühle auftreten. Mag sein, dass Sie die Kündigung bereits rational akzeptiert und verarbeitet haben, doch emotional muss das Kapitel deshalb noch nicht abgeschlossen sein. Kämpfen Sie auf keinen Fall gegen Selbstzweifel und negative Gedanken an. Sie können diese maximal verdrängen und das ist keine gute Idee, denn früher oder später treten diese erneut – dann wahrscheinlich stärker – auf. Akzeptieren Sie, dass diese Gedanken vorhanden sind, doch gehen Sie keinem davon aktiv nach. Machen Sie sich bewusst, dass solche Gedanken völlig normal sind. Ein Erfolgstagebuch kann Ihnen dabei helfen, die negativen Gedanken schneller zu vertreiben und sich Ihre Erfolge bewusst zu machen. Konzentrieren Sie sich nach einer solchen Phase wieder voll auf die Jobsuche, Ihr neuer Job will schließlich erst mal gefunden werden.
Bewerbungstipps: Die perfekte Bewerbung
Bewerbungsvorlagen: 16 kostenlose Muster zum Download
Denksport: 50 Brainteaser für Jobinterviews
Smalltalk-Tipps:



Bewerbungs-Dossiers zu Mappe, Anschreiben, Lebenslauf, Bewerbungsfoto und Zeugnissen.
Die besten Tipps und Dossiers für das Vorstellungsgespräch: So überzeugen Sie jeden Personaler.

S.
danke!
Hans
Dieses Buch hilft ebenfalls, am Ball zu bleiben:
http://vkjob.de/TraumjobFinden
-Hans Steup, Berlin