Irgendwie hat man das ja schon geahnt, aber nun ist es zumundest amtlich: Psychische Störungen sind die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Zu diesem Ergebnis kommt eine dreijährigen Langzeitstudie des Dresdner Psychologen Hans-Ulrich Wittchen und dem European College of Neuropsychopharmacology sowie dem European Brain Council. Im Detail: Jährlich leiden 38,2 Prozent aller EU-Einwohner (umgerechnet 164,8 Millionen Menschen) unter einer klinisch bedeutsamen psychischen Störung. Zu den häufigsten Erkrankungen zählen demnach…
- Angststörungen (14 Prozent der Gesamtbevölkerung)
- Schlafstörungen (7 Prozent)
- Depressionen (6,9 Prozent)
- Psychosomatische Erkrankungen (6,3 Prozent)
Zwar konnten die Wissenschaftler gegenüber 2005 keine Zu- oder Abnahme der psychischen Erkrankungen feststellen. Doch werde allenfalls ein Drittel der Betroffenen professionell behandelt. Und wenn, starte die Behandlung oft erst Jahre nach Krankheitsbeginn. Viel entscheidender aber ist: Psychische Störungen sind mittlerweile für 26,6 Prozent der Krankheiten in der EU verantwortlich.







Moni
In meinem näheren Umfeld sind auch Menschen von psychischen Erkrankungen betroffen.
Stellt man der hohen Zahl derjenigen, die nicht behandelt werden, der Tatsache gegenüber, wie schwierig es mancherorts ist, überhaupt die notwendige professionelle Hilfe zu bekommen, erschreckt mich das schon sehr. Teilweise existieren bei den Ärzten und Therapeuten sehr lange Wartelisten und diese Situation setzt den Betroffenen zusätzlich enorm zu.
Pingback: Studie: Nur jeder Dritte mit psychischer Störung erhält eine Behandlung