Bewerbungsmappe, Anschreiben, Lebenslauf – all das sind bekannte Bestandteile einer klassischen Bewerbung. Doch ein Kurzlebenslauf wird nicht standardmäßig verlangt. Viele Bewerber können hier nur mit den Schultern zucken, denn die meisten haben davon noch nie gehört. Dabei gibt es nicht wenige Unternehmen, die im Lauf eines Bewerbungsprozesses auf einen Kurzlebenslauf bestehen. Sollten Sie sich einmal nicht sicher sein, ob das Unternehmen einen ausführlichen oder einen Kurzlebenslauf erwartet, hilft nur eines: nachfragen. Mit unseren Tipps sind Sie auf jeden Fall für den Kurzlebenslauf gewappnet.

Auch wenn der Name das vielleicht suggeriert: Ein Kurzlebenslauf lässt sich nicht auf die Schnelle verfassen, oft ist dafür sogar mehr Zeit notwendig, als für Ihren normalen Lebenslauf. Der Grund ist einfach: Im Gegensatz zu einem ausführlichen Lebenslauf müssen Sie sich bei der Kurzversion genau überlegen, welche Punkte und Stationen Ihrer Karriere Sie angeben wollen und welche für die ausgeschriebene Stelle relevant sind. Diese Auswahl kann sich durchaus schwierig gestalten. Das ist besonders bei gut gestalteten Lebensläufen der Fall, denn diese sind bereits auf das Wesentliche reduziert.

Die Struktur

Ihren Kurzlebenslauf sollten Sie thematisch gliedern. Hier bieten sich die folgenden Bereiche an:

  • Persönliche Daten
  • Schul- und Ausbildung
  • Beruflicher Werdegang
  • Qualifikationen und Kenntnisse
  • Interessen (optional)

Auf den ersten Blick gibt es hier keine großen Unterschiede zu einem ausführlichen Lebenslauf. Die Ähnlichkeiten setzen sich auch in den einzelnen Themenbereichen fort, denn diese sollten chronologisch oder umgekehrt chronologisch geordnet sein. Ein Foto ist zwar sinnvoll, reduziert den zur Verfügung stehenden Platz jedoch spürbar. Damit müssen Sie dann zurechtkommen.

Die Inhalte

Die gravierendsten Unterschiede liegen im Inhalt – und hier beginnt auch die eigentliche Arbeit der Erstellung Ihres Kurzlebenslaufes. Bei den persönlichen Daten können Sie – logischerweise – nicht viel weglassen, doch bei Schul- und Ausbildung stellt sich bereits die Frage, welche Stationen für die aktuelle Stelle relevant sind. Spätestens beim beruflichen Werdegang und bei den Qualifikationen gestaltet sich die Auswahl dann schwierig. Einerseits soll der Kurzlebenslauf so kompakt wie möglich gestaltet sein und alles Unwichtige weglassen. Andererseits müssen Sie natürlich alle relevanten Stationen und Kompetenzen nennen und sich optimal präsentieren.

Wenn Sie auf wenig oder keine Stationen Ihres Werdeganges verzichten können oder wollen – was häufig der Fall ist – sollten Sie sich die einzelnen Punkte im Detail anschauen. Wo können Sie noch einen Satz oder eine Beschreiben kürzen oder weglassen? Sind alle Angaben für die aktuelle Stelle relevant? Der Grundsatz lautet hier: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Denn Ihren Kurzlebenslauf sollten Sie optimal auf das Unternehmen und die Stellenausschreibung zuschneiden. Daher sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie den Bereich “Interessen” wirklich brauchen, meist ist dessen Wegfall am ehesten zu verschmerzen.

Bringen Sie es auf den Punkt

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, Ihren bestehenden Lebenslauf als Basis für einen Kurzlebenslauf zu verwenden. Das funktioniert jedoch nur, wenn Sie bereit sind, Punkte aus Ihrem umfangreichen Lebenslaufen zu löschen oder einzelne Stationen komplett neu zu formulieren. Das Ziel ist klar: Sie präsentieren auf maximal einer A4-Seite die Kompetenzen und beruflichen Stationen, die für Ihren potentiellen Arbeitgeber von Interesse sind. Ausführliche Unterlagen können Sie dann – bei Bedarf – ebenfalls vorlegen. Darauf sollten Sie natürlich auch hinweisen.

Lebenslauf leicht gemacht

Last but not leas: Auf der Webseite Lebenslauf.cc können Sie sich einen ansprechenden Lebenslauf schnell und einfach generieren lassen. Den so entstandenen Lebenslauf sollten Sie natürlich noch individuell für sich anpassen.