Lebensfreude: Wiederfinden und erhalten
Tage voller schlechter Laune gehören leider zum Leben dazu. Es fehlt der Spaß an jeder Aktivität, man möchte am liebsten schon morgens im Bett liegen bleiben und fühlt sich einfach freudlos und bedrückt. Grundsätzlich ist dies auch nicht problematisch, schließlich kann nicht immer alles nur positiv sein. Dem Körper und auch der Psyche kann es dann sogar gut tun, sich ein wenig zurückzuziehen. Doch wenn die Lebensfreude über einen längeren Zeitraum ausbleibt, sollte man sich fragen, woran das liegt und was man tun kann, um etwas an der Situation zu ändern. Wir haben einige Vorschläge, die Ihnen helfen können, Ihre Lebensfreude wiederzufinden und anschließend auch zu erhalten...

Lebensfreude: Worunter leidet sie?

Eine allgemeine Definition, warum Menschen weniger Lebensfreude verspüren, gibt es nicht. Die individuelle Situation und die Persönlichkeit jedes Menschen beeinflussen in hohem Maße, wie glücklich wir sind, wie wir auf Schicksalsschläge reagieren und wie viel Freude wir allgemein in unserem Leben empfinden. So gehen manche jeden Tag und jede Herausforderung mit einem Lächeln und dem Gefühl, alles schaffen zu können an - während andere kaum Energie haben, überhaupt irgendetwas zu tun und nur noch wenig Freude empfinden.

Trotzdem gibt es eine wichtige Unterscheidung der Ursachen fehlender Lebensfreude:

  • Es liegt ein konkreter Auslöser vor. Wer gerade eine schwere Zeit durchmacht, kann schon mal frustriert und freudlos sein, doch er weiß, woran dies liegt und kann mit der Situation umgehen oder versuchen, diese zu verarbeiten. Hier kommt die Lebensfreude oft nach einiger Zeit von allein zurück oder lässt sich leichter zurückgewinnen.
  • Es wird zu einem dauerhaften Zustand. Gibt es keinen Auslöser, der erklären könnte, warum der Spaß und die Freude am eigenen Leben ausbleibt, kann die Ursache tiefer liegen. Dahinter kann ein ernsthaftes psychisches Problem liegen, das es Betroffenen schwer macht, Freude zu empfinden.

Tipps, wie Sie Ihre Lebensfreude wiederfinden und erhalten können

Dirima/shutterstock.comEbenso individuell wie die Ursachen sind, die zu einer Abnahme der Lebensfreude führen, gibt es auch bei den Möglichkeiten diese wiederzufinden kein einheitliches und allgemeines Rezept. Meistens braucht es zusätzlich einige Zeit, um die Freude im eigenen Leben zurückzugewinnen und neue Energie zu erhalten. Wichtig ist es vor allem durchzuhalten, sich die Unterstützung des eigenen Umfelds zu sichern und falls nötig einen Arzt aufzusuchen, da fehlende Lebensfreude auch ein Anzeichen einer Depression sein kann. Sollten Sie selbst etwas ändern wollen, haben wir fünf Tipps, die Ihnen helfen können, Ihre Lebensfreude wiederzufinden und zu erhalten.

  1. Lernen Sie sich selbst besser kennen

    Es klingt wie eine Binsenweisheit, doch es ist ein grundlegender Schritt, um die eigene Lebensfreude zurückzuerlangen. Oft verbringen wir zu viel Zeit mit Dingen oder auch Personen, die uns nicht gut tun. Hält dieser Zustand zu lange an, leidet das gesamte positive Empfinden darunter.

    Fragen Sie sich, was Ihnen Spaß macht, wobei Sie sich wohl fühlen und bei welchen Aktivitäten Sie neue Kraft schöpfen können. Für jeden Menschen ist die Antwort auf diese Frage anders: Möglicherweise brauchen Sie sportliche Betätigung als Ausgleich zum Stress, vielleicht benötigen Sie mehr Zeit mit Ihren Freunden oder Sie gönnen sich Erholung in der Badewanne oder beim Besuch in der Sauna.

  2. Nehmen Sie sich Zeit

    Jeder ist immer nur im Stress, alles muss möglichst schnell erledigt werden und für Pausen haben die meisten keine Zeit mehr. Genau diese sind jedoch notwendig, um zur Ruhe zu kommen und auch die ständig negativen Gedanken abzuschalten.

    Versuchen Sie deshalb so oft wie möglich - am besten jeden Tag - Zeiten einzuplanen, die Sie nur für sich freihalten. Entweder, um ganz bewusst entspannen zu können und sich einfach mal dem Nichtstun zu widmen, oder um ausschließlich Tätigkeiten nachzugehen, die Ihnen gut tun und zu Ihrer Lebensfreude beitragen. Machen Sie sich dies zur Angewohnheit, tragen Sie jeden Tag dazu bei, sich die Freude auch zu erhalten.

  3. Akzeptieren Sie die schlechten Tage

    Seine Lebensfreude zu erhalten darf nicht verwechselt werden einem dauerhaftem Glückszustand. Wer dies erwartet, kann nur enttäuscht werden und zweifelt dann automatisch, ob er etwas falsch macht. Es ist wichtig zu erkennen, dass negative Gefühle der eigenen Lebensfreude nicht zwangsweise im Weg stehen - erst recht nicht auf lange Sicht.

    Zeiten, in denen man seine negativen Emotionen verarbeitet, sind wichtig für den richtigen Umgang mit diesen. Trotzdem ist wahre Lebensfreude nicht an positive Ursachen gebunden, sondern sollte durch diese nur zusätzlich verstärkt werden.

  4. Entwickeln Sie mehr Dankbarkeit

    Oft sehen wir nur die Dinge, die schief gelaufen sind, die man gerne hätte oder die anders sein sollten, als es im Moment der Fall ist. Mit solchen Gedanken gibt man bereits eine negative Grundstimmung vor, die sich schnell ausbreitet.

    Dankbarkeit lenkt den Blick wieder zurück und kann Ihnen die positiven Seiten in Erinnerung rufen. Schreiben Sie beispielsweise eine Liste mit den Dingen auf, für die Sie in Ihrem Leben dankbar sind und nehmen Sie diese immer zur Hand, wenn sie feststellen, dass Sie sich in negativen Gedanken und Emotionen verlieren.

  5. Arbeiten Sie an Ihrer Selbstachtung

    Fehlende Lebensfreude kann oft auch auf ein falsches Bild der eigenen Person zurückzuführen sein. Wenn die Selbstachtung fehlt und man sich nur noch auf die eigenen Fehler und Schwachstellen konzentriert, sinkt damit gleichzeitig die Zufriedenheit mit der gesamten Situation.

    Dem können Sie entgegenwirken und Ihre Lebensfreude wiederfinden, indem Sie an einem positiveren Selbstbild arbeiten. Lernen Sie an sich selbst zu schätzen, was Ihnen auch bei anderen Menschen positiv auffallen würde, setzen Sie sich weniger unter Druck und senken Sie die Erwartungen an eigene Leistungen. So geben Sie sich selbst die Chance, mit mehr Spaß und Motivation zu agieren und sich auf die guten Seiten zu konzentrieren.

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