Lebensfreude: Wiederfinden und erhalten
Tage voller schlechter Laune gehören leider zum Leben dazu. Es fehlt der Spaß an jeder Aktivität, man möchte am liebsten schon morgens im Bett liegen bleiben und fühlt sich einfach freudlos und bedrückt. Grundsätzlich ist das nicht weiter problematisch, schließlich kann nicht immer alles nur positiv sein. Dem Körper und auch der Psyche kann es sogar gut tun, sich für eine Weile zurückzuziehen. Doch wenn die Lebensfreude über einen längeren Zeitraum ausbleibt, sollte man sich fragen, woran das liegt und was man tun kann, um etwas an der Situation zu ändern. Wir haben einige Vorschläge, die Ihnen helfen können, Ihre Lebensfreude wiederzufinden und auch zu erhalten...

Lebensfreude: Worunter leidet sie?

Lebensfreude - das ist zunächst einmal ein völlig subjektives Gefühl. Es ist eng verwandt mit weiteren positiven Attributen, wie Selbstbewusstsein, Vitalität, Optimismus, Kreativität und Glücklichsein. Wer sie besitzt, der würde am liebsten tanzen vor Freude und die ganze Welt umarmen.

Lebensfreude gibt uns übermäßige Kraft und Energie, schenkt Zuversicht, weckt Hoffnung und gibt tiefe Zufriedenheit. Dies kann durch äußere Umstände hervorgerufen werden, durch andere Menschen oder einfach aus uns selbst heraus entstehen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Erwiderte Liebe.
  • Zärtlichkeiten und Geborgenheit.
  • Ein ehrliches Kompliment.
  • Ein Lächeln von einem Fremden.
  • Eine wichtige Erkenntnis.
  • Schöne Musik.
  • Ein sonniger Tag am Meer.
  • Ein Spaziergang in der Natur.
  • Ein unerwarteter Gewinn.
  • Beruflicher oder privater Erfolg.
  • Eine gute (erhoffte) Nachricht.

Leider ist Lebensfreude aber kein Dauerzustand. Sie ist vergänglich und will gepflegt werden, um sie zu erhalten.

Lebensverlauf

Warum manche Menschen auf einmal weniger Lebensfreude verspüren, wissen wir nicht. Sicher ist nur: Die individuelle Situation und die Persönlichkeit jedes Menschen beeinflussen in hohem Maße, wie glücklich wir sind, wie wir auf Schicksalsschläge reagieren und wie viel Freude wir allgemein in unserem Leben empfinden.

So gehen manche in jeden Tag mit einem Lächeln und dem Gefühl, alles schaffen zu können, während andere kaum Energie haben, überhaupt irgendetwas zu tun und nur noch wenig Freude empfinden.

Gleichzeitig weiß die Wissenschaft heute, dass schon minimale Änderungen im Alltag dafür sorgen können, dass wir und glücklicher fühlen. Allerdings gibt es hierbei eine wichtige Unterscheidung bei den Ursachen abnehmender Lebensfreude:

  • Es liegt ein konkreter Auslöser vor. Wer gerade eine schwere Zeit durchmacht, kann schon mal frustriert und freudlos sein. Wir wissen dann aber auch, woran das liegt und können mit der Situation umgehen oder versuchen, diese zu verarbeiten. Hier kommt die Lebensfreude oft nach einiger Zeit von allein zurück und wir werden mit der Zeit wieder ausgeglichener.
  • Es wird zu einem dauerhaften Zustand. Gibt es keinen Auslöser, der erklären könnte, warum der Spaß und die Freude am eigenen Leben ausbleibt, kann die Ursache tiefer liegen. Dahinter kann ein ernsthaftes psychisches Problem liegen, das es Betroffenen schwer macht, Freude zu empfinden. Wichtig ist es dann, sich die Unterstützung des Umfelds zu sichern und falls nötig einen Arzt aufzusuchen, da fehlende Lebensfreude auch ein Anzeichen für eine beginnende Depression sein kann.

Tipps, wie Sie Ihre Lebensfreude wiederfinden und erhalten

ELebensfreude finden und erhalten Tippsbenso individuell wie die Ursachen sind, die zu einer Abnahme der Lebensfreude führen, gibt es auch bei den Möglichkeiten, diese wiederzufinden, kein allgemeines Rezept. Zudem ist dies nicht, was sich übers Knie brechen lässt. Um die Freude im Leben neu zu finden und Energie zurückzugewinnen, braucht es etwas Zeit.

Sollten Sie selbst damit schon heute beginnen und etwas ändern wollen, haben wir fünf bewährte Tipps, die Ihnen helfen können, die Lebensfreude wiederzufinden und zu erhalten.

Glauben Sie uns: Glücklich werden zu wollen, ist zuerst eine Entscheidung - und überhaupt nicht kompliziert. Sie müssen dazu weder eine ausgiebige Weltreise unternehmen, noch tägliche Übungen zelebrieren oder eine Delle ins Universum hauen. Lebensfreude, Erfüllung und Glück sind vielmehr die Folge von einem anderen (Selbst-)Bewusstsein, von täglicher Achtsamkeit und Gelassenheit und einem Leben im Hier und Jetzt.

Schon kleine Änderungen im Alltag reichen dazu aus. Kleinigkeiten eben - aber mit großer Wirkung. Diese zum Beispiel:

  1. Lernen Sie sich selbst besser kennen.

    Selbsterkenntnis ist ein grundlegender Schritt, um die eigene Lebensfreude zurückzuerlangen. Oft verbringen wir zu viel Zeit mit Dingen oder Menschen, die uns nicht gut tun. Hält dieser Zustand zu lange an, leidet das gesamte Wohlbefinden darunter.

    Fragen Sie sich, was Ihnen Spaß macht, wobei Sie sich wohl fühlen und bei welchen Aktivitäten Sie neue Kraft schöpfen. Für jeden Menschen ist die Antwort auf diese Frage anders. Möglicherweise brauchen Sie sportliche Betätigung als Ausgleich zum Stress, vielleicht benötigen Sie mehr Zeit mit Ihren Freunden oder Sie gönnen sich Erholung in der Badewanne oder beim Besuch in der Sauna.

  2. Nehmen Sie sich Zeit.

    Jeder ist immer irgendwie im Stress, alles muss möglichst schnell erledigt werden und für Pausen haben die meisten keine Zeit mehr. Genau diese sind aber notwendig, um zur Ruhe zu kommen und negative Gedanken zu verarbeiten.

    Versuchen Sie deshalb so oft wie möglich - am besten jeden Tag - Zeiten einzuplanen, die Sie nur für sich freihalten. Entweder, um ganz bewusst zu entspannen, zu meditieren und sich einfach mal dem Nichtstun zu widmen. Ebenso gut können Sie Tätigkeiten nachgehen, die Ihnen gut tun und zur Lebensfreude beitragen. Machen Sie sich diese Auszeiten zur Angewohnheit - und Sie werden sich die Freude erhalten.

  3. Akzeptieren Sie die schlechten Tage.

    Sich die Lebensfreude zu erhalten, sollte nicht mit einem dauerhaftem Glückszustand verwechselt werden. Wer das erwartet, kann nur enttäuscht werden und meint dann irgendwann, etwas falsch zu machen. Es ist wichtig zu erkennen, dass negative Gefühle der Lebensfreude nicht im Weg stehen - schon gar nicht auf lange Sicht.

    Zeiten, in denen wir unsere negativen Emotionen verarbeiten, sind wichtig für den richtigen Umgang mit diesen. Wir lernen so auch, mit Niederlagen oder Rückschlägen besser umzugehen. Wahre Lebensfreude ist eben nicht ein Leben im Sonnenschein gebunden - die tankt dabei allenfalls etwas Energie.

  4. Entwickeln Sie mehr Dankbarkeit.

    Oft sehen wir nur die Dinge, die schief gelaufen sind, die wir gerne hätten oder die anders sein sollten, als es im Moment der Fall ist. Mit solchen Gedanken geben wir bereits eine negative Grundstimmung vor, die sich schnell ausbreiten kann.

    Dankbarkeit lenkt den Blick wieder zurück und schenkt uns Zufriedenheit. Statt darüber zu jammern, dass der Wecker klingelt und wir schon wieder aufstehen müssen, erkennen wir, dass wir glücklich sein sollten, es überhaupt zu können. Gesundheit, Freunde, überhaupt einen Job und etwas zu essen zu haben - das sind eben keine Selbstverständlichkeiten, sondern großes Glück.

    Dankbarkeit Spruch

    Wem die dankbare Haltung anfangs schwer fällt (weil er oder sie immer noch auf das Negative fokussiert), der kann beispielsweise eine Liste mit den Dingen aufschreiben, für die er oder sie im Leben dankbar ist.
    Ebenso können Sie ein sogenanntes Erfolgstagebuch schreiben. Das nehmen Sie dann immer zur Hand, wenn sie sich in negativen Gedanken und Emotionen verlieren.

  5. Arbeiten Sie an Ihrer Selbstachtung.

    Fehlende Lebensfreude kann oft auf ein falsches Selbstbild zurückgehen. Wenn die Selbstachtung fehlt und man grundsätzlich schlecht von sich denkt, sinken Freude und Zufriedenheit automatisch.

    Einziges Gegenmittel: Lernen Sie sich selbst wieder zu schätzen. Machen Sie sich bewusst, was auch anderen an Ihnen positiv auffallen würde (da gibt es immer etwas!); setzen Sie sich weniger unter Druck und senken Sie die Erwartungen an eigene Leistungen. So geben Sie sich selbst die Chance, mehr Spaß und Motivation zu entwickeln und sich auf Ihre guten Seiten zu konzentrieren.

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