Geradezu blauäugig gehen die 14- bis 20-Jährigen mit ihren sensiblen privaten Informationen im Internet um. Allenfalls 28 Prozent ist bewusst, welche Folgen es haben kann, wenn Privatfotos, Videos oder Kontaktdaten im Web kursieren, so das Ergebnis einer Umfrage der Personensuchmaschine Whoozy unter 3000 Personen. Das Bemerkenswerte daran: Die 14- bis 30-Jährigen gehören zu jenen Internetnutzern, die mit einem Anteil von 45 Prozent die meisten privaten Daten ins Web stellen. So betreiben 35 Prozent der Befragten eine eigene Webseite oder ein Blog, auf denen man auch etwas über ihr Privatleben erfahren kann. Zudem haben die Befragten im Schnitt bereits 3,3 Profile bei sozialen Netzwerken, die Gruppe der 20- bis 30-Jährigen legt dabei die meisten Profile an (3,97), gefolgt von den 30- bis 40-Jährigen (3,7). Und siehe da: Ein gutes Drittel der Studienteilnehmer, die schon einmal nach ihrem Namen im Netz gesucht hatten, waren denn auch über die Fülle der dort kursierenden Daten erstaunt.
Leichtsinn – Nur jeder dritte Jugendliche achtet auf seinen Online-Ruf
Reputation, Studie
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Torsten
Hallo,
ich finde dieses Thema immer wieder interessant, da es mir bei den meisten Profilen in den Social Networks eiskalt den Rücken herunter läuft. Da man immer häufiger davon erfährt, wie sich Arbeitnehmer über Ihre (zukünftigen) Mitarbeiter im WWW informieren, wird es für viele nicht gerade Pluspunkte einbringen. Wie man zu den Intentionen bei der Recherche der Arbeitgeber steht, ist ein anderes Kapitel. Aber es geht ja um die eigene Reputation. Ob da die Bilder nach dem Motto “Schaut her, was ich für eine Partysau bin!” (entschuldigt meine Wortwahl) wirklich hilfreich sind, wage ich zu bezweifeln. Ich denke die Leute sind sich immer noch nicht bewußt, dass einmal ins Netz gestellte Daten nicht mehr so leicht zu entfernen sind und schlimmsten Fall auf immer und ewig im WWW herumgeistern. Auch ich habe meinen eigenen Blog und bin in den sozialen Netzwerken vertreten, jedoch gebe ich dort nur Preis, was ich Fremden zeigen möchte. Das ist wohl auch das Problem. Die meisten denken nur soweit, dass ihre Inhalte Freunden und Bekannten zugänglich gemacht werden sollen, aber nicht unbedingt immer fremden Menschen. Wie dem auch sei, ich werde dieses Thema interessiert verfolgen.
Daniela
Ich kann Torsten nur zustimmen! Dass Dritte mit den Daten im Netz Unfug treiben können, ist das eine. Aber viel schlimmer finde ich die Blauäugigkeit der vor allem jungen Internetnutzer bei der Bereitstellung von Bildern und Kontaktdaten. Eigentlich sollte sich jeder fragen, ob er die Bilder, die im StudiVZ veröffentlich auch in der Schule an das schwarze Brett gehängt hätte. Sicher… der Vergleich hinkt ein wenig, aber ein wenig reflektiertes Nachdenken könnte manchmal nicht schaden.
Im Übrigen darf der Arbeitgeber im Vorstellungsgespräch den Bewerber nicht auf Fotos im StudiVZ ansprechen, wenn der Bewerber vorher nicht seine Einwilligung gegeben hat, dass der Arbeitgeber sich das Profil ansehen darf. Das hilft natürlich wenig, wenn der Arbeitgeber trotzdem nach dem Bewerber googelt und ihm daraufhin eine Absage erteilt. Letztendlich denke ich aber auch, dass der Arbeitgeber gut genug beurteilen kann, ob eine Serie von Partybildern im StudiVZ, wo es üblich ist, dass private Bilder veröffentlicht werden, tatsächlich ein objektives Bild über die Leistungen des Bewerbers abliefern.
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