Lernen im Schlaf? Klar, geht das! Neurowissenschaftler um Ken Paller von der Northwestern Universität in Chicago konnten das erst jetzt wieder zeigen. Der Trick dabei ist allerdings, Ihr Unterbewusstsein während des Schlummerns kräftig mit Informationen zu versorgen.

In dem Fall sollten die Probanden eine Klavierpartitur lernen. Naja, Partitur ist vielleicht etwas übertrieben: Es war eine einfache Melodie, jede 12 Noten lang. Allerdings hatten die Probanden keinerlei Vorbildung, was das Klavierspielen anbelangt. Zuerst übten sie ein bisschen an den Tasten, dann machten sie ein 90-minütiges Nickerchen.

Während die einen still vor sich hin schlummerten, hörten die anderen im Dämmerzustand für lediglich vier Minuten ganz leise die 12-Ton-Melodie in einer Schleife. Und genau das gab ihnen einen enormen Lernschub. Als alle wieder aufwachten und erneut das Stück spielen sollten, waren die Schlafhörer vier Prozent besser als die Kontrollgruppe. Hört sich wenig an, ist aber ein signifikanter Effekt, zumal die Probanden, die Melodie ja nur für vier Minuten hören. Weitere Experimente bestätigten diesen Lernen-im-Schlaf-Effekt. Es lässt sich leicht vorstellen, was passiert, wenn Sie beispielsweise einem Hörbuch im Schlaf lauschen.

Na dann, gute Nacht!

PS: Und wer gleich nach dem Büffeln zu Bett geht, behält mehr.