Wieder was gelernt. Würde ich das auch noch behalten wollen, sollte ich das aber jetzt nicht bloggen, sondern schlafen gehen. Denn wer etwas Neues lernen und memorieren will, sollte gleich danach zu Bett gehen. Das jedenfalls rät die renommierte Schlafforscherin Jessica Payne von der Universität von Notre Dame, die sich mit dieser These auf eine Studie mit insgesamt 207 lernenden Studenten berufen kann.

Die mussten zunächst kräftig büffeln – zwischen 9 und 21 Uhr. Vor allem Wordpaare, Fakten, Ereignisse. Danach mussten sie (leider) das tun, was Studenten eben so tun müssen: Tests absolvieren. Jeweils eine halbe Stunde nach der Lernerei, zwölf Stunden später und noch einmal 24 Stunden danach. Der Trick war allerdings, dass die Probanden zwischen dem ersten unmittelbaren Test und dem zweiten eine gute Mütze voll Schlaf nehmen konnten. Und tatsächlich: Danach schnitten sie in den Tests deutlich besser ab – sogar besser als jene, die noch einmal einen ganzen Tag wach geblieben waren (dritter Test nach 24 Stunden).

“Unsere Studie zeigt, dass direkt nach dem Lernen schlafen zu gehen, einen positiven Effekt auf unser Gedächtnis hat – und zwar für das deklarative Gedächtnis ebenso wie für das semantische”, sagt Payne. Aber hören Sie ihr selbst zu: