Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ein Großteil unseres Verhaltens läuft unbewusst ab, wird gesteuert durch unsere Gewohnheiten. Wie laufen dann auf Autopilot. Im Guten wie im Schlechten. Das Geschirr wird aus Gewohnheit zuerst eine Weile im Waschbecken der Kaffeeküche gestapelt, anstatt es gleich in die Spülmaschine zu räumen; der Weg ins Büro ist immer derselbe, ebenso der erste Griff zum Kaffee. Es sind diese gefestigten Automatismen, die uns das Leben einerseits erleichtern, weil sie unseren Denkapparat nicht weiter belasten. Sie können uns den Alltag aber auch schwer machen – vor allem, wenn wir inzwischen lästige Gewohnheiten wieder ablegen wollen.
Über das Ablegen wurde hier schon einiges geschrieben. Und eine der besten Methoden, sich alte Routinen abzugewöhnen, ist nach wie vor, sie durch neue zu ersetzen.
Warum das so ist?
Dazu muss man kurz verstehen, aus was sich Gewohnheiten eigentlich zusammensetzen. Charles Duhigg hat das in seinem empfehlenswerten Buch The Power of Habit: Why We Do What We Do in Life and Business einmal so zusammengefasst: Eine Gewohnheit – ob gut oder schlecht – besteht aus drei Elementen:
- Die Lust: Warum greifen Sie überhaupt zur Zigarrette?
- Die Routine: Kippe nach dem Aufwachen, nach dem Mittagessen, …
- Die Belohnung: Sie fühlen sich entspannt.
Der Trick sei nun, die Lust und Belohnung zu erhalten – sie aber durch eine neue Routine zu ersetzen. Zugegeben, das ist leider leichter gesagt, als getan. Irgendein anderes Lustverhalten ist ja vielleicht schnell gefunden. Die Belohnung auch. Aber welche neue Routine soll das sein?
Auch hierzu gibt es eine sprichwörtlich einfache Empfehlung. Jedoch nicht von Charles Duhigg, sondern von BJ Fogg von der Stanford Universität: Finden Sie etwas wirklich ganz Einfaches, bauen sie es in den Alltag ein – und üben, üben üben sie (siehe Präsentation):
Ein paar Tage sollten Sie damit allerdings schon durchhalten. Manche empfehlen mindestens 21 Tage, andere sogar 66 Tage. Dann aber sei die neue Gewohnheit etabliert – und die alte hoffentlich verdrängt.
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Spöerer Michael
Hallo,
ja, das stimmt. Es ist ganz einfach, Gewohnheiten zu ändern.
Nehmen wir das “Raucher Beispiel”: Ich fragte mich, “Micha, warum rauchst du?” – Ich wußte keine Antwort und hörte sofort auf – das ist jetzt über 25 Jahre zurück. Ich bin weiterhin Nichtraucher.
Zu extrem? Ich glaube nicht. Denn JEDER entscheidet innerhalb ein paar Augenblicken. Das Zögern oder die Unentschlossenheit ist meines Erachtens auch nur eine Gewohnheit.
Auch an den eigenen Erfolg kann man sich gewöhnen. Deshalb sind alle Tipps zur persönichen Weiterentwicklung super.
Vielen Dank an dieser Stelle für die guten Ideen, Tipps und Gedanken.
Viele Grüße
Michael Spörer