Das menschliche Gehirn verarbeitet das gesprochene Wort bereits nach 140 Millisekunden. Viel zu oft konzentrieren wir uns dabei allerdings auf den Einfluss der Inhalte und die Wirkung der Worte – und vergessen die Kraft des Klangs und die Macht der Stimme. „Mehr als die Schönheit selbst bezaubert die liebliche Stimme“, schrieb einst Johann Gottfried von Herder. Tatsächlich klingt gar nicht so sehr im Ohr, was wir sagen, sondern vielmehr wie wir es sagen.

Und das nicht nur von Angesicht zu Angesicht. Gerade in der modernen Kommunikation via Smartphone, Skype & co. spielt der Ton eine entscheidende Rolle. Bildausfälle, Ruckeln und Pixelgewitter – alles verzeihlich. Aber wehe, e…ss…tockkkkk…tie…Stimme! Dann verspielen wir mehr Sympathien als mit mangelnder Rhetorik…

Die Dominanz der Stimme vor dem Inhalt

Nun hat die Macht der Stimme am Bildschirm oder im Headset vielleicht noch etwas mit der Übertragungstechnik, der Bandbreite und der Qualität der Mikrofone zu tun. Völlig anders verhält es sich aber mit der eigenen, angeborenen Stimme.


Die Wirkung einer Botschaft hängt nur zu 7 Prozent vom Inhalt ab, 38 Prozent machen Stimme, Tonfall, Betonung und Artikulation aus und 55 Prozent Gestik und Mimik.

Diese Aussage findet sich – leider – immer wieder im Internet. Dabei ist sie Quatsch. Die Zahlen stammen von dem amerikanischen Psychologen Albert Mehrabian, sie sind einprägsam und herrlich plakativ. Doch hatte Mehrabian damals für seinen Versuch nur knapp 20 Probanden. Wie belastbar solche Ergebnisse dann sind, darf sich jeder selbst denken.

Allerdings hatte er in einem Punkt trotzdem Recht: bei der Dominanz der Stimme vor dem Inhalt.

Immer wieder bestätigen Studien, wie der Ton nicht nur die Musik macht, sondern auch Karrieren beeinflusst. Zum Beispiel Casey Klofstad von der Universität von Miami. Sie konnte nachweisen, dass sich selbst der Wahlerfolg durch den Klang der Stimme beeinflussen lässt. Oder anders ausgedrückt: Wir würden jemandem mit einer tiefe Stimme mehrheitlich unsere Stimme geben.

An dem Experiment dazu nahmen 87 männliche und 86 weibliche Wähler teil. Die sollten Menschen wählen, die sie sehen sondern nur hören konnten. Die Stimmen dazu stammten von weiblichen und männlichen Sprechern. Sie alle sprachen denselben Satz: “Ich fordere Sie auf, im November dieses Jahres für mich zu stimmen.”

Der Trick war allerdings, dass die Stimmen digital verfälscht wurden. Die Versuchsteilnehmer hörten immer dieselbe Frau und denselben Mann – nur klang deren Stimme mal tiefer bis brummig, mal höher bis piepsig. Natürlich nicht wie Micky Maus, sondern in allen Fällen immer noch natürlich.

Anschließend sollten die Probanden über ihren Favoriten abstimmen und dem auch Eigenschaften zuordnen. Resultat: Die Kandidaten mit den tieferen Stimmen wurden bevorzugt gewählt – Männer wie Frauen. Je höher deren Stimmen klangen, desto eher unterstellten ihnen die Probanden weniger kompetent und vertrauenswürdig zu sein. Ein klarer Nachteil für Frauen, wie auch Casey Klofstad einräumt:

“Die von Natur aus höhere Stimme von Frauen könnte eine der Ursachen dafür sein, warum sie in Führungspositionen unterrepräsentiert sind.”

Bereits Intonation und Atmung lösen Sympathien aus. Das hängt mit dem sogenannten psychorespiratorischen Effekt zusammen: Wir imitieren unbewusst, wenn wir zuhören. Der Redner, der nervös am Pult radebrecht, verursacht auch bei seinen Zuhörern Atemkrämpfe.

Genauso spürt man ein herannahendes Räuspern oder nimmt es vorweg, wenn das Knarren des Redners unerträglich wird. Umgekehrt: Wer uns durch seine Stimme beruhigt und entspannt, vielleicht sogar stimuliert, ist uns sofort sympathisch.

Erfolgsfaktor Stimme: Visitenkarte und Verräter

Die Stimme ist aber nicht nur Visitenkarte, sondern zugleich auch ein gefährlicher Verräter. Sie entlarvt die Gemütslage des Sprechers ebenso wie dessen Absichten. Das Limbische System, die Schaltzentrale unseres Gehirns für Gefühle, beeinflusst sämtliche Zwischentöne:

  • Ist jemand traurig oder niedergeschlagen, so erschlafft seine Sprechmuskulatur automatisch, die Stimmlippen reagieren verzögert und vibrieren sanfter. Prompt klingt die Stimme tiefer, kraftloser, undeutlicher.
  • Desinteresse oder Frust dagegen machen die Stimme flach und monoton, der Sprachmelodie fehlt jede Modulation.
  • Wer gestresst oder nervös ist, klingt wiederum gepresst und dünn, dem Sprecher schnürt es sprichwörtlich die Kehle zu.

Diese Stimmlippenbekenntnisse sind global gleich und unabhängig vom Kulturkreis. Eines der bekanntesten Experimente dazu lieferte vor einigen Jahren schon der Psychologe Klaus Scherer an der Universität Genf: Er ließ Schauspieler inhaltlich sinnlose Sätze aus Elementen verschiedener Sprachen auf Band sprechen und dudelte das Kauderwelsch Menschen diverser Nationen vor. Obwohl allesamt kein Wort verstanden, erkannten sowohl Engländer wie Spanier, Italiener, Franzosen oder Deutsche sofort, ob die Mimen erfreut, verärgert, traurig oder ängstlich waren.

Selbst ungeübte Ohren können aus der Stimme das Alter eines Menschen heraushören, wie etwa der Berliner Sprachforscher Markus Brückl herausfand. Das Bemerkenswerte an Brückls Studien ist: Was wir heraushören, ist weniger das chronologische Alter eines Menschen, dafür aber sein biologisches, also wie fit der Sprecher ist. Dieses biologische Alter kann im Schnitt bis zu vier Jahre vom numerischen abweichen, was zugleich bedeutet: Durch gezieltes Stimmtraining lässt sich das persönliche Image um ein paar Jahre verjüngen – oder altern.

Jüngste Forschungsergebnisse deuten gar darauf hin, dass selbst einzelne Charakterzüge einer Person hörbar sind.

Tipps zum Stimmtraining

Entscheidend, ob uns eine Stimme berührt und überzeugt, ist vor allem die sogenannte Indifferenzlage. Klingt kompliziert, ist aber nur jener persönliche Grundton, um den jeder individuell aber regelmäßig herumredet.

Finden lässt sich diese mittlere Sprechlage, indem man an ein gutes Essen denkt und ein wohliges “Mmmh” summt. Beim Sprechen zirkuliert unsere Stimme normalerweise bis zu einer Quinte um diesen Ton. Erst wenn sie sich dauerhaft aus diesem Bereich entfernt, etwa bei Stress, schlagen die Ohren der Zuhörer Alarm.

Die gute Nachricht daran: Stimmkraft lässt sich trainieren. Wer also nicht das Glück hat, von Natur aus mit einer vollends sympathischen Stimme ausgestattet zu sein, kann zumindest etwas dafür tun. Denn wie viele heute auf Manieren und Kleidung achten, lässt sich auch die eigene Stimme als Teil des Erscheinungsbildes verstehen und pflegen. Bereits einfache Übungen helfen, die eigene Wirkung zu verbessern:

  • Summen. Atmen Sie durch die Nase langsam aus und wieder ein. Während die Luft ausströmt, summen Sie kräftig und laut. Die Lippen berühren sich dabei kaum. Effekt: Die Stimme bekommt mehr Volumen und Resonanz im Mund. Gleichzeitig bekommen Sie mehr Klanggefühl.
  • Gähnen. Durch Gähnen senkt sich der Kehlkopf. Effekt: Der Resonanzraum wird größer, zugleich entspannt sich die Stimmmuskulatur. Die Stimme wird klarer, befreiter und teilweise tiefer.
  • Aufrichten. Entscheidend für unsere Stimme ist die Luftversorgung – und dabei nicht etwa die Brust-, sondern die Bauchatmung. Wer verkrampft sitzt oder steht, lässt dem Zwerchfell kaum Freiraum.
  • Entspannen. Stimmvolumen ist keine Frage von Anstrengung. Das Gegenteil ist richtig. Wenn Sie überzeugen wollen, pressen Sie Ihre Stimme nie raus, sondern lassen Sie sie aus dem Bauch strömen.
  • Abwechseln. Wer mitreißen will, muss variieren: laut/leise, schnell/langsam, Pausen und verschiedene Sprachmelodien – all das sollte in einer Ansprache vorkommen. Effekt: mehr Überzeugungskraft und interessiertere Zuhörer.
  • Trinken. Die sprichwörtlich geölte Stimme ist keine Binsenweisheit. Wer viel trinkt, hält seine Stimme geschmeidig. Nur bitte keinen Alkohol, der ist Gift für die Stimmlippen. Besser Wasser. Das neutralisiert zudem das hässliche Schmatzgeräusch beim Öffnen des Mundes.

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