Das ist jetzt schon irgendwie ein Hammer. Und es bestätigt die bestehende Ungerechtigkeit und Diskriminierung der Frauen in Gehaltsfragen. Einerseits. Andererseits zeigt es auch, wann männliche Manager ihren weiblichen Angestellten mehr bezahlen: dann nämlich, wenn sie selbst eine Tochter haben.

Wissenschaftler um Michael S. Dahl von der dänischen Aalborg Universität haben dazu eine bemerkenswerte Langzeitstudie (PDF) mit 734.200 Angestellten in rund 6320 Unternehmen in den Jahren 1995 bis 2006 durchgeführt. Dabei bestätigte sich, was wir hierzulande auch schon kennen: Frauen verdienen im Schnitt 21,5 Prozent weniger als Männer – bei gleicher Qualifikation und Arbeit. Hatte der Chef allerdings eine (erstgeborene) Tochter, verdienten seine Mitarbeiterinnen prompt nur noch 18,7 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Nicht viel besser und immer noch ungerecht, sicher, aber besser als nix. Und ein gutes Indiz für einen möglichen Vorteil bei der nächsten Gehaltsverhandlung: Hat der Boss eine Tochter, können Frauen mehr rausholen.