Mahlzeit! Das können Sie sich ins Büro liefern lassen
Wenn die Kantine mal wieder nichts hergibt und der China-Imbiss um die Ecke eine Glutamat-Hölle ist, was dann? Glücklicherweise ist im Internet-Zeitalter niemand mehr auf das Nahrungsmittelangebot vor Ort angewiesen. Grundsätzlich verspricht das Food-Segment Wachstumsraten und immer neue Geschäftsideen für Gründer - und eine wachsende Auswahl für Arbeitnehmer, die sich schnell was zu Beißen ins Büro liefern lassen möchten. Karrierebibel hat die Übersicht über die wichtigsten Food-Lieferdienste in Deutschland für Sie zusammengestellt.

Lieferdienste: Bestellung übermittelt

Ein voller Bauch studiert nicht gern, aber mit einem leeren wird man im Büro ganz schnell unausstehlich. Aber wo bestellen? Denn Sie haben ja weder Zeit noch Lust auf eine große Expedition durchs Internet, auf der Jagd nach einem leckeren, gesunden oder schnellen Mahl.

Karrierebibel macht Sie satt. Hier sind die wichtigsten Food-Lieferdienste Deutschlands. Lieferdienste für Suppen, Vegetarisches und Veganes, Fast Food oder haltbare Lebensmittel. Suchen Sie sich einfach den passenden Service raus.

Die wichtigsten Lieferdienste fürs Büro

  1. Mymüsli

    Die Müslimacher, seit 2007 am Markt, sind mittlerweile schon ein Oldtimer unter den Food-Lieferdiensten. Für Arbeitnehmer ist der Müsli-Service ist - bei aller Neutralität - besonders gut geeignet, denn die große Müsli-Rolle lässt sich gut im Schrank verstauen und mit Kollegen teilen. „Crunchy Honey Granola“ oder „Chocolate Dream“ - die Auswahl ist süß, die Preise dagegen sind gesalzen. Rechenbeispiel: 575 Gramm Haferflocken mit Apfelstücken, Cranberries, Haselnuskernen und Schokoplättchen kosten 6,20 Euro - plus Versandkosten von 3,90 Euro. Positiv: Man kann spezielle Angebote für die Arbeit anfordern - und seinem Müsli sogar einen Namen geben. Wie wär's mit „Büro-Frühstück“?

  2. Hello Fresh

    Der USP von Hello Fresh: Die Tochter von Rocket Internet liefert ganze Kochboxen aus - für Rezepte, die man zuhause (oder im Büro) nachkochen kann. Man klickt also beispielsweise auf die „pikante Paprika-Bratwurst-Pfanne“; Hello Fresh stellt die Box mit den einzelnen Zutaten zusammen und liefert sie nach Hause bzw. ins Büro. Das Angebot umfasst klassische (Fleisch-)Gerichte, vegetarische Boxen und Obstkörbe. Nachteil: Deutschlandweit wird nur von dienstags bis samstags zwischen 8 und 12 Uhr ausgeliefert. Abends dagegen nur in ausgewählten Großstädten: Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Stuttgart und im Ruhrgebiet.

  3. Foodora

    Foodora wirbt damit, „die besten Restaurants zu Ihnen ins Büro zu liefern“. Und das geht so: Man gibt seinen Standort ein und lässt sich alle Restaurants im Umkreis anzeigen, die ausliefern. Das soll innerhalb von 30 Minuten geschehen, daher kommen auch nur Restaurants im Radius von 2,5 Kilometern in die Auswahl. Noch ist der Service aber auf wenige Städte begrenzt, Anfang März ist Nürnberg neu hinzugekommen. Für Firmen gibt es Extra-Services: Kollegen einladen, individuelle Bestellregeln einrichten, Budget verwalten, alles auf eine Rechnung bestellen. Die Alternative heißt Deliveroo, das mit einer durchschnittlichen Lieferzeit von 32 Minuten wirbt. Mit Eatfirst hat ein weiterer Konkurrent seinen Service in Berlin kürzlich eingestellt.

  4. Eatclever

    Eigene Gerichte bietet Eatclever an, ein Startup aus Hamburg. Dafür arbeiten die Hanseaten mit Partnerküchen in mittlerweile zwölf Städten zusammen, darunter auch kleineren wie Mainz, Wiesbaden, Offenbach, Münster und Lüneburg. Den Partnern gibt man die eigenen Rezepturen an die Hand, lässt sie die Mahlzeiten zubereiten und ausliefern. Zur Auswahl stehen solche aus den Kategorien Low-Carb, High-Protein, vegetarisch und vegan. Die Betonung liegt also auf gesundem Essen, die Rezepte hat man nach eigenen Angaben zusammen mit Ernährungswissenschaftlern entwickelt. Selbsbewusstes Motto: „Raffinierte Gerichte für alle, die im Job und in ihrer Freizeit erhöhte geistige und körperliche Leistung bringen wollen.“

  5. Littlelunch

    In der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ wurde das Konzept schon medial präsentiert. Ins Büro kann man sich also nun Suppen-Sorten wie „Little India“, „Kürbis Mango“, „Little China“ oder „Gulaschsuppe“ kommen lassen. Ein Vakuumverfahren und der Kochvorgang direkt im Glas sollen die Suppen haltbar machen, Vitamine und guten Geschmack kombinieren. Achtung: Die Lieferzeit liegt bei drei bis sechs Werktagen. Hier sind also nicht Spontanentscheider gefragt, sondern Hamsterkäufer, die die Gläser erst einmal im Küchenschrank deponieren und bei Gelegenheit warm machen. Gekauft werden müssen mindesten sechs Suppen à 350 ml. Kostenpunkt: rund 20 Euro. Versandkosten fallen aber immerhin keine mehr an.

  6. Supermärkte

    Auch im Segment der Supermärkte tut sich etwas. Die beiden Riesen Rewe und Edeka kommen im deutschen Online-Lebensmittelhandel nach einer Studie des niederländischen Startups Syndy nur auf einen Marktanteil von zusammen 30 Prozent. Denn die Konkurrenz ist groß. Auch Amazon liefert bereits (haltbare) Produkte aus, nun soll das Sortiment um frische Lebensmittel erweitert werden. Daneben gibt es noch allyouneedfresh.de, Bringmeister, Lebensmittel.de, Mytime.de oder Gourmondo. Die Discounter steigen dagegen erst allmählich ins Online-Geschäft ein. Aldi liefert seit Neuestem Wein (!) übers Internet - aber nur in Großbritannien. Das IT-Mag Chip hat im Juni 2015 sechs Lieferdienste getestet, Computer Bild Ende Februar 2016. Bei beiden lag der Online-Shop von Rewe vorne.

  7. Fast Food

    Die drei großen Fast-Food-Vermittler kennt vermutlich jeder: Pizza.de, Lieferheld und Lieferando. Die beiden ersten gehören zum Berliner Unternehmen Delivery Hero, Lieferando ist Tochter der niederländischen Takeaway.com. Pizza aussuchen, Formular ausfüllen und abschicken - der Service ist bei allen dreien denkbar einfach, wird aber dennoch immer ausgefeilter. Mittlerweile kann ich mit PayPal oder Kreditkarte zahlen, mir per Livetrackig-SMS sogar den aktuellen Standort meiner Pizza anzeigen lassen. Und: Lieferheld integriert nach und nach Burger King in sein Online-Angebot, bis Ende 2016 sollen 100 Filialen ihre Whopper auch ausliefern. Konkurrent McDonalds ist noch in der Evaluierungsphase, experimentiert aber ebenfalls schon mit Online-Lieferung, zum Beispiel in Osnabrück. Und auch Pizza Hut ist auf den Zug aufgesprungen, liefert in Frankfurt, Düsseldorf und Münster.

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