Seit 1993 befragt die Unternehmensberatung Bain & Company jährlich weltweit Manager, welche Managementmethoden sie aktuell besonders häufig einsetzen. Für das Jahr 2008 haben an der Umfrage rund 1430 Führungskräfte aus Nord- und Südamerika, Europa, Afrika und Asien mitgemacht, herausgekommen ist eine Art Ranking der beliebtesten Managementtools:

  1. Benchmarking
  2. Strategische Planung
  3. Leitbildentwicklung
  4. Kundenmanagement
  5. Outsourcing
  6. Balanced Scorecard
  7. Kundensegmentierung
  8. Reengineering
  9. Kernkompetenzen
  10. Fusionen und Übernahmen

Das Ergebnis zeigt: Auch Manager kochen nur mit Wasser. Neues oder Bahnbrechendes findet sich nicht darunter. Eher sind es Klassiker. Entsprechend skeptisch sind die Führungskräfte inzwischen gegenüber den immer wieder gepriesenen Managementmethoden. 2008 wurden in den Unternehmen durchschnittlich 10,6 Instrumente eingesetzt – der zweitniedrigste Wert seit 1993. Ein Grund dafür ist sicher die Ernüchterung darüber, dass einige der Methoden die Krise nicht verhindern konnten, manche vielleicht sogar dazu beigetragen haben. Und bevor man zu irgendwelchen Tools greift: Nicht selten reicht ja schon gesunder Menschenverstand.

Interessanter dafür, wie die Manager die Zukunft einschätzen: 70 Prozent der Befragten glauben kaum, dass sie ihre Wachstumsziele dieses Jahr erreichen werden. 64 Prozent rechen damit, dass die Krise bis Anfang 2010 anhalten wird und 36 Prozent werden deshalb noch in diesem Jahr zahlreiche Mitarbeiter entlassen – insbesondere in größeren Unternehmen: Hier wollen rund 41 Prozent der Befragten Stellen abbauen, bei den kleineren Betrieben sind es nur 31 Prozent.