Viele, die ein Unternehmen starten, beschäftigen sich lange mit der Wahl des optimalen Markennamens. Ich finde, das wird überschätzt. Beispiele wie Google oder Yahoo beweisen, dass man auch mit Wortschöpfungen Erfolg haben kann – vorausgesetzt, das Produkt stimmt. Andererseits zeigen Twitter, Xing oder Ebay, dass ein origineller Name mit Produktbezug ebenfalls von Vorteil ist. Kurzum: Ein guter Markenname ist nicht alles, aber auch nicht nix. Aber Kompromisse sind immer Käse. Dazu habe ich eine schöne Parabel gefunden:
Ein New Yorker Kaufmann kauft sich eine Ranch in Texas und siedelt mit seiner Familie dorthin, um Vieh zu züchten. Eines Tages besucht ihn sein Freund und fragt, ob die Ranch denn auch einen Namen hätte. “Natürlich”, sagt der Neu-Rancher, “allerdings war das eine lange Diskussion: Ich wollte, dass sie Bar-J heißt, meine Frau plädierte für Suzy-Q, mein Sohn wollte lieber Flying-W und meine Tochter Lazy-W. Also entschieden wir uns für einen Kompromiss und nannten die Ranch Bar-J-Suzy-Q-Flying-W-Lazy-Y.” “Aber wo ist all euer Vieh”, fragte der Freund. “Keine Kuh hat das Branding überlebt.”
1. Kommentar
Daniel Rettig
28.07.09 um 14:15 Uhr
Sehr schönes Thema! Dennoch, erlaube einen Klugschxxx: Der Begriff Yahoo ist mitnichten eine Wortschöpfung – Yahoos sind Fabelwesen in “Gullivers Reisen”.
Für noch mehr Klugsch…, und zwar auf ganz hohem Niveau, empfehle ich: http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_company_name_etymologies
2. Kommentar
Jochen Mai
28.07.09 um 14:19 Uhr
Dann schxxx ich mal zurück: So gesehen ist auch Google keine Wortschöpfung, weil sich das aus der Aussprache des Wortes googol (eine Zahl mit einer Eins und hundert Nullen) ableitet. Nur mit Suchmaschinen hatten beide bis dato nix zu tun.
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