Es gibt sie ja schon länger, die positive Psychologie. Nicht wenigen ist sie suspekt, weil sie immer ein wenig nach Tschakka-Rhetorik und NLP-Brainwashing klingt. Geht mir genauso. Aber lässt man seine Vorbehalte mal beiseite und betrachtet manche Aussagen ganz rational, kommt man nicht umhin festzustellen, dass die Aussagen zuweilen zwar recht binsig sind, deswegen aber nicht weniger wahr. Viele große Lebens- oder Erfolgswahrheiten haben nun mal die Eigenschaft, erschreckend einfach zu sein. In der Theorie. Die Praxis ist dann eine ganz andere Geschichte…
Im Stepcase-Lifehack-Blog habe ich jetzt einen entsprechenden Artikel gefunden. Erst dachte ich: Wieder so ein Tri-tra-trullala-Stück! Trotzdem habe ich es gelesen (ich hatte Zeit). Und dann dachte ich: Da ist viel Wahres dran!
Es steckt vor allem zwischen den Zeilen und Thesen. Natürlich ließe sich dazu noch viel mehr sagen und schreiben. Aber das wollte ich – offen gestanden – diesmal Ihnen per Kommentar überlassen. Jeder macht sich ja so seine eigenen Gedanken dazu. Deshalb wollte ich die Zeilen einfach mal (von mir) unkommentiert wirken lassen. Falls Sie das als Mangel empfinden, dürfen Sie das gerne weiter unten nachholen.
Positive Menschen…
- … verwechseln aufgeben nicht mit den Dingen ihren Lauf lassen.
… haben nicht nur einen guten Tag – sie machen (sich) einen guten Tag.
… lassen die Vergangenheit in der Vergangenheit.
… sind dankbar.
… fokussieren nicht auf ihre Limits – sie sehen vor allem ihre Möglichkeiten.
… sind großartige Kommunikatoren.
… wissen, dass wer lange lebt, auch Phasen großer Schmerzen und großen Leids erlebt.
… suchen nicht nach Schuldigen, denn sie sehen sich auch nicht als Opfer.
… lächeln viel.
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Robert
Ich denke, die 9 Punkte sind sehr zutreffend. Irritiert hat mich nur der Artikel-Tag “brainwashing” :-)
Jochen Mai
…Weil das Wort im Artikel vorkommt – und ich über die Tags manchmal meine eigenen Artikel suche (sind ja inzwischen ein paar). Und die ungewöhnlichen bleiben mir einfach besser haften.
Swen-William Bormann
Hallo Herr Mai,
genau einfach mal die Vorbehalte bei Seite legen, und nicht oberflächlich an die Sache rangehen. Man kann mit Mentaltraining und NLP an die Wurzeln des “ICHS” gehen. Einfach sein eigenes Programm aus Paradigmen (Erziehung – Schule – Ausbildung – Studium) verstehen, und seine eigenen Talente erkennen. Wenn nötig seine eigenen Programme “positiv” verändern.
Mit den besten mentalen Erfolgsgrüßen,
Swen-William Bormann;-) If you can dream it, you can do it!
Tanja Ries
… und eigentlich ist sie doch noch recht jung, die Positive Psychologie, quasi grade mal erwachsen geworden, und gesellschaftlich sind wir doch noch immer eher defizit – denn stärkenorientiert, oder?
Wie absurd sich auf seine Defizite zu konzentrieren, wenn man bedenkt, dass jede_r von uns viel mehr “nicht kann”, dafür aber ein paar Sachen so richtig richtig gut.
Und methodisch ist es in der Positiven Psychologie wie mit allem – wir können einen Glücksratgeber lesen, uns eine positive Affirmation aussuchen … und uns wundern warum das alles nicht funktioniert, oder wir können anfangen wirklich an uns zu arbeiten. Erfahren und erleben wo unsere Stärken liegen, wann wir im Flow sind, was uns gut tut – und unser Wunder selbst in die Hand nehmen.
In diesem Sinne, einen wunder-vollen Tag. Tanja Ries