Mobile Video: Alle Tools, alle Apps
Mobile Video, also die Videoproduktion mit Smartphones und Tablets, hat in den letzten Jahren einen gewaltigen Boom erlebt. Denn mit dem technischen Fortschritt hat auch die Qualität der verbauten Kameras zugenommen. In Kombination mit Zusatzequipment und immer besseren Apps sind Smartphones und Tablets heute nicht nur gute Kameras, sondern auch Schnitt- und Post-Produktion-Tools. Kurz gesagt: Mit mobile Video lassen sich viele Videoformate mit geringen Budget produzieren, auch für Unternehmen. Vorausgesetzt, Sie nutzen die passenden Tools und verfügen über das nötige Know How...

Mobile Video: Smartphones und Tablets als Kameras

Der Einsatz beschränkt sich dabei keineswegs auf Smartphones. Auch wenn es etwas seltsam aussieht, lassen sich aktuelle Tablets mit ihren durchaus brauchbaren Kameras ebenfalls für die mobile Videoproduktion nutzen. Im Folgenden stellen wir Apps und Tools vor, die sich in unserer mobile Video Arbeit bewährt haben.

Den Anfang macht nicht etwas die Aufnahme der Videos, dazu später mehr, sondern die Übertragung der aufgenommenen Dateien. Dieser Schritt wird viel zu oft vergessen oder ignoriert und kann zu einem echten Problem im Mobile Video Workflow werden. Eine Möglichkeit bietet die PhotoSync-Applikation, die wir Ihnen im unten eingebetteten Video vorstellen.

PhotoSync ist stabil und hat sich bewährt, bringt jedoch zwei Nachteile mit sich. Denn erstens ist die App nur für iOS und Android verfügbar und zweitens müssen beide Geräte im gleichen W-Lan Netzwerk sein. Der Transfer via Bluetooth ist - Stand heute - nur zwischen iOS Geräten möglich.

Eine plattformübergreifende Alternative ist die App Feem, die sowohl für iOS als auch Android und Windows Phone verfügbar ist. Der Clou: Die Geräte können sich auch verbinden, wenn eines der beiden einen persönlichen Hotspot aufmacht. Öffnen Sie beispielsweise auf Ihrem Smartphone den persönlichen Hotspot, kann sich das Tablet damit verbinden und die Datenübertragung ist möglich - ganz ohne externes W-Lan-Netzwerk.

Einsatzszenarien und Grenzen von mobile Video


Mobile Video kann zwar grundsätzlich für fast alle Videoformate eingesetzt werden - Bentley hat beispielsweise bereits den zweiten Werbespot mit iPhones gedreht - ist jedoch nicht immer sinnvoll. Formate wie der oben dargestellte Werbespot lassen sich beispielsweise mit traditionellem Videoequipment deutlich einfacher produzieren, als mit Smartphones.

Bewährt hat sich mobile Video vor allem bei der Event-Berichterstattung, Vlogs, Backstage Eindrücken, Interviews und ähnlichen Situationen. Diese Einsatzszenarien decken viel Videoformate ab, die von Unternehmen und Freelancern genutzt werden.

Gerade für die Videoproduktion für soziale Netzwerk eignet sich mobile Video hervorragend, da die Smartphones und Tablets bereits über alle nötigen Apps verfügen, um die Videos direkt zu teilen und zu veröffentlichen. Mobile Video kann viel. Doch wenn Zusatzequipment im Wert von mehreren tausend Euro zum Einsatz kommen muss, um gute Ergebnisse zu erzielen, sollte die Frage gestellt werden, ob das wirklich noch sinnvoll ist.

Mobile Video: Kreativität, Apps und Workflow

Ein Grundsatz aus Foto- und Videografie ist vor dem Einstieg in die Apps aus unserer Sicht entscheidend:

Nicht die Kamera, sondern der Mensch dahinter ist für die Qualität der Ergebnisse entscheidend.

Selbst mit dem besten Smartphone, umfangreichem Zusatzequipment und den besten Applikationen können richtig schlechte, langweilige und sinnlose Videos entstehen.

Andererseits können Sie jedoch nur mit Ihrem Smartphone und zwei oder drei Apps ausgestattet hervorragende Videos produzieren. Wenn Sie sich vor dem Dreh Inhalt, Aufbau und Struktur Ihres Videos überlegen, sich Gedanken über Umgebung und Gestaltung machen und mit Ihrem Akteuren - falls nötig - sprechen, kann ihr Video auch mit einer Basis-Ausstattung überzeugend werden und Zuschauer ansprechen.

Die folgenden Applikationen habe ich auf der Grundlage folgender Kriterien ausgewählt:

  • Sie haben sich alle in meinem Einsatz bei Video-Projekten - Eventberichterstattung, Interview-Reihen oder Video-Serien für Unternehmen - bewährt.
  • Sie bieten einen hervorragenden Funktionsumfang und eine verhältnismäßig einfache Bedienung.
  • Sie sind für iPhone und iPad, respektive für Android verfügbar.

Einige der folgenden Applikationen sind neben den hier vorgestellten kostenpflichtigen Versionen auch kostenlos verfügbar. Diese Versionen eignen sich zwar zum Testen der Applikation, sind aufgrund ihrer Limitierungen aus meiner Sicht für die ernsthafte mobile Videoproduktion nicht geeignet.

Das Ungleichgewicht zwischen iOS- und Android-Applikationen hat einen einfachen Grund: Viele Hersteller und Applikations-Entwickler konzentrieren sich im Video-Bereich auf iPhone und iPad und sehen Android (noch) nicht als lohnende Plattform oder Markt an. Die Apps haben wir im Folgenden nach Funktionen geordnet. Die Reihenfolge stellt ausdrücklich keine Wertung dar.

Mobile Video für inhouse Seminare

Mit der wachsenden Bedeutung von E-Learning-Systemen und virtuellen Lernmaterialien, wird der Einsatz von Video zur Basis von Seminaren. Lernvideos bilden hier einen großen Teil des Lernmaterials. Sie sollten die durch Text vermittelten Inhalte jedoch nicht nur zusammenfassen, sondern auch sinnvoll ergänzen. Für effektive Lernvideos, die Mitarbeiter weiterbringen und inhouse Seminare aufwerten, gelten daher einige Kriterien:

  • Die Videos sollten nicht zu lang sein. Eine länger zwischen zwei und fünf Minuten ist für viele Themen optimal. Reicht die Zeit nicht aus, sollte ein Thema in kürzere Einheiten aufgeteilt werden.
  • Die Videos sollten qualitativ gut produziert sein und vor allem eine sehr gute Tonqualität bieten.
  • Der Sachverhalt sollte klar visualisiert und demonstriert werden. Das Potenzial des Mediums Video sollte genutzt werden. Reicht reines Audio, können die Inhalte günstiger und einfacher als Podcast produziert werden.
  • Die Videos müssen leicht zugänglich sein. Selbst die besten Lernvideos sind nutzlos, wenn Ihre Mitarbeiter diese nicht leicht aufrufen und ansehen können. Denken Sie dabei unbedingt auch an die mobile Nutzung. Idealerweise sind alle Weiterbildungsmaterialien auch über Tablets gut abrufbar.

Hier handelt es sich nur um die wichtigsten Kriterien, bei konkreten Projekten können natürlich noch andere Aspekte relevant sein. Entscheidend ist, dass die Videos in das Seminarkonzept eingebunden sind und auch vom Referent aktiv einbezogen werden.

Für die beschriebenen relativ einfachen Video Formate eignet sich die mobile Videoproduktion. Lassen Unternehmen ihre Teams einmal ordentlich in Sachen mobile Video schulen - und schaffen sie das passende Equipment an - können diese Videos selbstständig inhouse erstellt werden.

Top Apps für die Videoaufnahme

  • Filmicpro - Bei Filmicpro handelt es sich aus meiner Sicht um die aktuell mit Abstand beste iOS-Applikation für Videoaufnahmen. Die Einstellungsmöglichkeiten reichen von der Veränderung der Framerate über die zuschaltbare Bildstabilisierung über den manuellen Weißabgleich bis hin zur Einblendung der Audio-Level während der Aufnahme. Einziger Nachteil: Die Vielzahl der Einstellungsmöglichkeiten macht die Bedienung durchaus kompliziert und anspruchsvoll. Die Lernkurve ist hier relativ groß, die Möglichkeiten dafür umso zahlreicher.
  • Cinema FV-5 - Hier handelt es sich mehr oder weniger um das Android-Pendant zu FilmicPro. Cinema FV-5 bietet mit Abstand die meisten Einstellungsfunktionen und Optionen aller Android-Video Apps. Von Audio-Level über Fokus-, Belichtungs- und Weißabgleich-Kontrolle bis zur Einstellung der Framrate und der Videoformate reicht die Bandbreite. Wer mit Android Smartphones arbeitet, sollte sich Cinema FV-5 auf jeden Fall anschauen.
  • Hyperlapse - Hyperlapse und Zeitrafferfilme sind - gerade bei Events- durchaus sinnvoll. Die App aus dem Hause Instagram bietet jedoch mehr als das. Mit ihr lassen sich auch wunderbar stabile Videoaufnahmen erstellen. Die App kann es - zumindest bei guten Lichtbedingungen - durchaus mit Glidecams und teuren Stabilisierungslösungen aufnehmen. Leider ist sie nur für iOS verfügbar. Wer mit Windows Phone oder Android arbeitet, sollte einen Blick auf die konkurrierende App von Microsoft werfen.
  • MoviePro - Wenn Sie Filmicpro durch seine Komplexität und Funktionsvielfalt abschreckt, empfehle ich Ihnen einen Blick auf MoviePro zu werfen. Die Videoaufnahme-App bietet zwar ebenfalls viele Funktionen - manueller Fokus, Weißabgleich und ähnliches - ist jedoch nicht so mächtig und komplex wie Filmicpro. Eine Funktion unterscheidet sie jedoch: Im Gegensatz zu Filmicpro können Sie in MoviePro während der Aufnahme zwischen der Front- und der Rückseiten-Kamera wechseln. Gerade für Video-Blogger eine durchaus praktische Funktion.
  • Miniatures Pro - Sie wollen eher kreativ angehauchte Filme mit Tilt-Shift-Effekt erstellen? Dann ist Miniatures Pro die Applikation der Wahl. Doch auch wer regelmäßig Videos von Events macht und weniger künstlerische Ansprüche hat, kommt hier auf seine Kosten. Die Applikation bietet Ihnen auch die Möglichkeit, Timelapse-Aufnahmen zu erstellen, mit denen sich beispielsweise der Auf- und Abbau von Messeständen oder die Besucherströme auf Events hervorragend darstellen lassen.
  • Video Recorder with Effects - Dass es sich hier um die einzige Android-Applikation im Feld der Videoaufnahme-Apps handelt, hat einen einfachen Grund: Viele Hersteller statten ihre Android-Geräte bereits mit hervorragenden Kamera-Applikationen aus, die auch zahlreiche Video-Optionen bieten. So sind beispielsweise die von Samsung und Sony bereitgestellten Kamera-Applikationen für die meisten Aufnahmen sehr gut geeignet. Video Recorder with Effects bietet jedoch - der Name lässt es erahnen - einige Effekte, die während und nach der Aufnahme angewendet werden können.

Top Apps für die Videobearbeitung

  • iMovie - Der Videoeditor aus dem Hause Apple ist vermutlich die bekannteste Videobearbeitungs-Applikation auf dem iPad. Die Effekte und der Workflow sind umfangreich und die Bedienung denkbar einfach. Vor allem die integrierten Trailer-Vorlagen können enorm praktisch sein und ermöglichen - das passende Video-Material vorausgesetzt - hervorragende Ergebnisse mit verhältnismäßig geringem Aufwand. Für komplexe Video-Projekte ist die Applikation jedoch zu limitiert.
  • Kine Master - Kine Master ist die mächtigste Videobearbeitungs-App unter Android. Mehrere Tonspuren, zahlreiche Effekt und sehr tief gehende Bild- und Tonbearbeitungsmöglichkeiten machen die App zur ersten Wahl, wenn es um Video-Editoren auf Android Geräten geht. Einziger Nachteil: Es handelt sich um ein Abo-Modell, bei dem Sie monatlich oder jährlich zahlen.
  • Movie Looks HD - Wollen Sie Ihren Videos den besonderen Touch verleihen und sie beispielsweise mit Vignetten, Farbeffekten oder anderen aus Film- und Fernsehen bekannten Looks versehen, ist Movie Looks HD eine gute Alternative. Die Applikation bietet Ihnen zahlreiche Effekte und Möglichkeiten, mit denen Sie Ihre Video bearbeiten können. Achtung: Jede Bearbeitung geht auf Kosten der Video-Qualität. Mehr als zwei Effekte und Durchgänge sollten Sie daher nicht auf einen Clip anwenden.
  • Pinnacle Studio - Sie wollen auf Ihrem iPad komplexe Video-Projekte bearbeiten? Dann empfehle ich Ihnen unbedingt Pinnacle Studio. Der auch vom Desktop bekannte Video-Editor bietet auf dem iPad unter anderem die Möglichkeit, mit mehreren Spuren zu arbeiten, Bilder angepasst ein- und auszublenden, Tonspuren zu ersetzen und vieles mehr. Die Funktionsvielfalt geht auch hier auf Kosten der einfachen Bedienung. Etwas Einarbeitungszeit sollten Sie daher einplanen.
  • VidTrim Pro - Für den einfachen Einstieg in die Videobearbeitung bietet sich auf Android die Applikation VidTrim Pro an. Sie ermöglicht den präzisen Schnitt von Videos und - eine Funktion die auch bei manchen iOS-Applikationen fehlt - das Extrahieren von Audiospuren aus Videomaterial. Für 3,99 Euro ein guter Leistungsumfang. Die kostenlose Version ist aufgrund ihrer Limitierungen meiner Erfahrung nach für die ernsthaft Arbeit nicht geeignet.

Mobile Video: Equipment und Tools


Ein Hinweis vorweg: Wie bei den Apps ist auch bei Tools und Zusatzequipment die Auswahl riesig. Wir beschränken uns im Folgenden wieder auf Tools, wie wir selbst im Einsatz haben und die sich für die tägliche mobile Video Arbeit eignen. Nach oben ist preislich natürlich keine Grenze gesetzt, hier können Sie jederzeit mehr Geld ausgeben.

Einer der wichtigsten Punkte bei Videoaufnahmen mit Smartphones und Tablets ist die Stabilisierung. Sowohl Stative als auch Schulterstative und Griffe haben sich bewährt. Sinnvoll sind hier unter anderem die vielseitig nutzbaren Stative von Joby, auch Gorillapods genannt. Natürlich bieten auch klassische Marken wie beispielsweise Manfrotto mit ihrem Klyp System gutes Equipment für Smartphones an. Für die Freihand Nutzung kann zudem der Shoulder Pod - oder ein vergleichbares System - zum Einsatz kommen. Auch die oft belächelten Selfie Sticks können wertvolle Tools sein.

Wer mit iPads arbeitet, sollte dagegen einen Blick auf den Padcaster werfen. Diese Hülle bietet nicht nur Stativgewinde, sondern auch weiter Befestigungsmöglichkeiten für anderes Zusatzequipment.

Neben der Stabiliserung spielt bei Video immer auch die Tonqualität eine wichtige Rolle. Für Smartphones und Tablets gibt es spezielle Mikrofone, die nur mobil funktionieren. Unsere Favoriten umfassen das Smartlav+ von Rode - ein Ansteck- oder Lavaliermirkofon - die iRig Mikrofone und die preisgünstigen Mikrofone von Edutige.

Wollen Sie etwas mehr investieren, gibt es auch XLR-Adapter, mit denen Sie klassische - und teure - Mirkofone an Smartphones und Tablets anschließen können. Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten wie ARD und ZDF arbeiten beispielsweise mit solchen Adaptern.

Für eine gute Bildqualität sind Zusatzobjektive und viel Licht sinnvoll, Letzteres ist sogar unverzichtbar. In unserer Arbeit haben sich die LED-Lampen der oben bereits verlinkten Klyp Serie von Manfrotto und klassische Video-Led-Leuchten verschiedener Hersteller bewährt.

Zusatzobjektive lassen sich beispielsweise über den bekannten Olloclip und die OWL Hülle nutzen.

Wer mit verschiedenen Geräten arbeitet, wird ein Universal Rig wie beispielsweise den Beast Grip zu schätzen wissen, an dem sich ebenfalls Objektive anbringen lassen.

Abschließend noch ein Hinweis: Videoaufnahmen ziehen bei allen Smartphones enorm viel Strom. Daher sollten Sie stets eine externe Stromversorgung - unterwegs auch über Akkupacks - sicherstellen. Und es schadet auch nicht, regelmäßig Videos vom Smartphone zu übertragen und so Speicherplatz frei zu machen.

33 Tipps für den mobile Video Einstieg

Um das Potenzial mobil produzierter Videos voll auszuschöpfen, sind neben dem technischen Verständnis für das Equipment jedoch auch einige Vorbereitungen und Absprachen notwendig. Mit den folgenden 33 Tipps können sowohl Vorgesetzte als auch Mitarbeiter den Einstieg meistern.

Tipps für Vorgesetzte

  • Statten Sie Ihre Mitarbeiter mit einheitlichem Equipment aus. So erleichtern Sie die tägliche Arbeit enorm.
  • Schulen Sie Ihre Mitarbeiter an den Geräten und Programmen so lange, bis diese zumindest die Grundlagen sicher beherrschen.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter die Zielsetzung und die gewünschte Botschaft der Videos verstehen.
  • Machen Sie in der Vorbereitung auch deutlich, wie die Videos in die Kommunikationsstrategie Ihres Unternehmens passen und welche Rolle sie dort spielen.
  • Benennen Sie Ihre Erwartungen an das Team und die mobil produzierten Videos klar und eindeutig.
  • Geben Sie dem Team Gelegenheit, bei weniger wichtigen Events oder Projekten zu üben, bevor es bei wichtigen Veranstaltungen eingesetzt wird.
  • Bitten Sie Ihre Mitarbeiter darum, ihre Erfahrungen mit Equipment und Produktion zu sammeln und Verbesserungsvorschläge einzureichen.
  • Geben Sie Ihren Mitarbeitern den Freiraum, einen eigenen, zum Unternehmen passenden Videostil zu entwickeln.
  • Legen Sie zusammen mit dem Team fest, welche Formate produziert werden sollen.
  • Überlegen Sie im Vorfeld, wann und wo mobile Videoproduktion sinnvoll ist und wann Sie mit aufwändigerem Equipment arbeiten sollten.
  • Statten Sie das Team mit allen nötigen Ressourcen - beispielsweise Vordrucke der Einverständniserklärung für die Veröffentlichung der Videos - aus.
  • Kalkulieren Sie Startschwierigkeiten ein und machen Sie dem Team gegenüber deutlich, dass Sie diese akzeptieren.

Tipps für Teams

  • Konzentrieren Sie sich nicht zu sehr auf die Technik.
  • Machen Sie sich auch mit Grundlagen wie Bildkomposition, Beleuchtung, szenischem Aufbau und ähnlichem vertraut.
  • Suchen Sie sich in der konkreten Situation den bestmöglichen Ort für Interviews und Gespräche aus.
  • Achten Sie neben einem gut gestalteten Bild vor allem auch auf eine gute Soundqualität.
  • Bereiten Sie Fragen für Interviews und Umfragen im Vorfeld vor.
  • Testen Sie Ihr Equipment vor dem ersten realen Einsatz umfassend.
  • Sorgen Sie unbedingt für eine Stabilisierung der Kamera/des Smartphones. Ob Sie dafür Stativ, Shoulder Rig oder Handgriff verwenden, ist eine Frage des Geschmacks.
  • Entwickeln Sie zumindest eine grobe Vorstellung vom optischen Stil, den Ihre Videos aufweisen sollen.
  • Gehen Sie niemals ohne Konzept und Plan zu einem Dreh oder auf ein Event.
  • Arbeiten Sie wenn möglich mit mehreren Kameraperspektiven. So können Sie auch Interviews optisch ansprechend gestalten.
  • Denken Sie bereits vor und während der Produktion daran, wie Sie das Material in verschiedenen Formaten nutzen können.
  • Wenn Sie Videos zeitnah veröffentlichen wollen, müssen Sie eine stabile und mit ausreichend Volumen ausgestattete Internetverbindung sicherstellen.
  • Verlassen Sie sich niemals auf das W-Lan vor Ort. Nehmen Sie immer eine schnelle Mobilfunkverbindung als Backup mit.
  • Das gilt auch für die Stromversorgung: Ohne Reserve Akkus oder Batterie Blocks sollten Sie nie zu einem Dreh starten.
  • Probieren Sie auch verrückte oder sehr kreative Formate, Perspektiven und optische Stilmittel aus. Oft entstehen daraus hervorragende Videos und Formate.
  • Stellen Sie sicher, dass jeder im Team seine Aufgabe bei einem Dreh oder auf einem Event kennt und die Kommunikation im Team funktioniert.
  • Wenn die Produktion schnell gehen soll, sollten Sie die optische Gestaltung möglichst durch Beleuchtung und Kameraeinstellungen vornehmen. So reduzieren Sie die Nachbearbeitung.
  • Nutzen Sie das vorhandene Equipment vollständig aus, bevor Sie Neuanschaffungen vornehmen. Oft sind können Sie Grenzen durch Kreativität umgehen und dadurch neue Workflows entwickeln.
  • Besprechen Sie mit Ihrem Team vor jedem Dreh, welche Botschaft und Wirkung durch das Video vermittelt werden soll.
  • Drehen Sie - wenn zeitlich möglich - auch Videos, die nicht für die Veröffentlichung bestimmt sind. Hier können Sie kreativ werden und experimentieren.
  • Lassen Sie sich von anderen Videos inspirieren und passen Sie Methoden und Stilmittel an Ihren Stil an.

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