Lediglich sieben Prozent der Führungskräfte in Deutschland wagten im vergangenen Jahr den Karriereschritt ins Ausland, ganze 93 Prozent blieben bei einem Stellenwechsel lieber im Land. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie des Jobportals Experteer in Zusammenarbeit mit dem britischen Marktforschungsinstitut OMIS Research, bei der das Migrationsverhalten von mehr als 20.800 Führungskräften ausgewertet wurde. Die Mobilität der deutschen Manager ist damit europaweit eine der geringsten. Die EU-Auswandererquote liegt bei knapp 17 Prozent.

Der Blick auf die Top-Ziele der deutschen Auswanderer erklärt vielleicht auch warum: Den ausschlaggebenden Faktor für die Wahl des Ziellandes spielt offenbar die dort gesprochene Landessprache – wenn, muss es Deutsch oder Englisch sein:

  • So bleibt die (deutschsprachige) Schweiz das beliebteste Ziel für deutsche Manager. Rund 26 Prozent der Karriereauswanderer zog es dorthin.
  • Auf Platz zwei landet Großbritannien mit acht Prozent.
  • Auf Rang drei kommen die USA mit sieben Prozent.
  • Österreich belegt mit 6,7 Prozent den vierten Platz. Der Rest fällt dagegen deutlich ab (siehe Grafik)


Übrigens: Wirft man einen Blick auf die Einwanderer, so ergibt sich auf den ersten Plätzen die genau gleiche Reihenfolge, sie kommen mit gut 13 Prozent aus der Schweiz, gefolgt von gut zehn Prozent aus den USA und über acht Prozent aus Großbritannien.