Wer müde ist, kann sich schwerer konzentrieren, arbeitet langsamer, macht mehr Fehler. In einigen Berufen kann spontane Müdigkeit oder Sekundenschlaf sogar tödlich sein: bei LKW-Fahrern, überhaupt Autofahrern, Piloten, Chirurgen. Doch was für den Einzelnen gilt, trifft auf Teams nicht zu, im Gegenteil: Müde arbeiten besser zusammen als muntere Kollegen.
Das ist das Ergebnis einer Studie, die Daniel Frings gerade veröffentlicht hat. Dabei ließ er 171 Armee-Offiziersanwärter vom University of London Officers’ Training Corps eine spezielle Wochenend-Übung absolvieren. Aber keine Schießübungen – Knobelaufgaben. Einige der Kadetten lösten die Tests als Einzelkämpfer, andere arbeiteten immer in Vierergruppen zusammen. Warum er für die Aufgaben ausgerechnet Militär-Kadetten wählte?
Ganz einfach: Ein Teil seiner Probanden kam ausgeruht zum Trainig, der andere Teil hatte schon einige Drills und Nachtwachen hinter sich – oder kurz: Die Jungs waren hundemüde.
Nun aber beobachtete Frings wie sich seine Jungs so mit den Rechenaufgaben schlugen – und siehe da: Die munteren Einzelkämpfer schnitten – wie erwartet – deutlich besser ab als ihre übernächtigten Kollegen. Ganz anders aber die Soldatenteams: Gerade bei jenen Aufgaben, die flexibles Denken, schnelle Anpassung und echte Teamarbeit verlangten, waren die müden Kadetten den anderen überlegen.
Verstehen Sie das aber nicht falsch: Das Resultat sollte man nicht so interpretieren, dass Teams erst müde sein müssen, damit sie optimale Lösungen finden. Fatal! Vielmehr ist es so, dass wenn Mitarbeiter bereits müde sind, dann sollten sie auf keinen Fall mehr Einzelentscheidungen treffen, sondern nur noch in der Gruppe. Denn die wirkt dann wie ein Korrektiv. Im Grunde steckt dahinter eine Binsenweisheit: Vier Augen sehen mehr als zwei.
Teamarbeit: 11 kaum bekannte Fakten
Powerpoint & Co.: Tipps für bessere Präsentationen
Denksport: 50 Brainteaser für Jobinterviews
Smalltalk-Tipps:



Bewerbungs-Dossiers zu Mappe, Anschreiben, Lebenslauf, Bewerbungsfoto und Zeugnissen.
Die besten Tipps und Dossiers für das Vorstellungsgespräch: So überzeugen Sie jeden Personaler.
