Ein Interview mit Jochen Mai, meinem Namensvetter

Jochen Mai, also nicht ich sondern der andere, ist Diplom-Informatiker (FH) und Software Ingenieur in Frankfurt. Er schreibt ebenfalls ein Blog und twittert wie ich – kennengelernt haben wir uns via Facebook.

Jochen, Herr Mai klingt in unserem Fall irgendwie albern, bist du schon einmal im Netz mit mir verwechselt oder an meiner Stelle angesprochen worden?


jomai2Ja, aber das war nicht im Internet. Ich wurde auf einem Event von einer fremden Frau begrüsst, zwar mit einem zweifelnden Blick, aber trotzdem mit den Worten: Wir kennen uns bereits?! Die Dame hatte Dich einmal auf einem anderen Event kennengelernt und bei dem Namen einfach Dich als Besucher erwartet. Ansonsten sehe ich immer nur die Zugriffe auf Xing, meistens kommen die über 123people oder direkt durch die Namenssuche.

Das klingt ein bisschen nach: Haben wir uns nicht schon mal gesehen? Ich hoffe, das war trotzdem eine nette Begegnung mit der Dame…

…ja, doch. Ich glaube, Sie war nicht allzu enttäuscht, das “nur” ich dort aufgetaucht bin, und nicht Du.

Das beruhigt mich. Ist Dir sowas eher unangenehm oder egal wenn du verwechselt wirst?

Unangehm? Gar nicht. Das ist doch witzig und ein lustiger Einstieg in eine Konversation.

Kam es denn auch schon im Job vor, dass Du für mich gehalten oder darauf angesprochen wurdest?

Nein, bisher noch nicht. Umgekehrt: Hattest Du schon mal den Fall, dass Trittbrettfahrer Deinen Namen für etwas nutzen wollten?

Nein, Trittbrettfahrer hatte ich noch nicht. Aber natürlich gibt es zu einem Artikel von mir auch schon mal negative Kritiken. Manche werden dann persönlich, Motto: Jochen Mai hat keine Ahnung und überhaupt ist er ein Idiot. Wenn sowas im Netz steht, betrifft es Dich ja latent auch. Von wegen Verwechslungsgefahr. Stören Dich dann solche Einträge?

Nein, hier ist ja eine andere Person gemeint: Du. Sollte jemand dann trotzdem schaffen, uns beide zu verwechseln, gehe ich davon aus, die Verwechslung recht einfach aufklären zu können.

Mein Gewissen ist also rein. Trotzdem ist es ja so, dass die Hierarchisierung von Suchlisten Namenszwillinge eigentlich nicht vorsieht. Das führt dann dazu, dass der erste oder prominentere die Trefferlisten dominiert und der oder die anderen das Nachsehen haben. Bei Selbstständigen oder Freiberuflern könnte das zum Problem werden. Unternimmst Du eigentlich aktiv etwas, um bei Google & co. präsenter zu werden oder um Dich stärker von mir abzugrenzen?

Bis jetzt habe ich in der Richtung nicht wirklich viel unternommen. Ich habe zwar auch ein Blog, einen Twitter- und Xing-Account. Das Blog wird allerdings sehr stiefmütterlich behandelt. Auf Xing kommen meist die üblichen Headhunterkontakte zustande und die meinen dann auch mich, ohne das ich dort einen besonderen Aufwand betreiben würde. Und Twitter dient hauptsächlich dazu, nette und interessante Leute kennenzulernen, allerdings eher privat.

Nun sind wir beide zum Glück anständige Leute. Was aber wäre, wenn ich ein Gauner wäre? Wie würdest Du Dich dann versuchen abzugrenzen?

Kommt darauf an, was genau Du machen würdest und wie sehr man mich mit Dir in Verbindung bringen würde. Eine Standardstrategie habe ich jetzt nicht, bisher musste ich mir darüber ja auch noch keine Gedanken machen.

Danke dafür – und für das Gespräch. Übrigens mein erstes mit einem Namenszwilling.