Arbeitsmarkt Deutschland

Krisengewinnerin Frau (Tagesschau): Ostdeutsche Frauen profitieren von der Wirtschaftskrise: Ihre Jobs sind weniger konjunkturanfällig – anders als etwa die Arbeitsplätze vieler westdeutscher Männer.

Raucher auf den Hof! (SZ): Immer mehr Unternehmen verbieten das Rauchen: Manche verbannen Qualmer ausnahmslos nach draußen, andere besorgen spezielle Abzugshauben für Raucherecken.

Mieses Zeugnis (Spiegel): Jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland beurteilt seinen Job schlecht. Besonders frustriert sind ostdeutsche Beschäftigte.

Zeitarbeiter häufiger krank (FAZ): Leiharbeiter sind pro Jahr im Schnitt 14,7 Tage krank – vier Mal mehr als die Festangestellten.

Grüne Welle (FAZ): Umwelttechnik-Unternehmen stellen ein: Um knapp 20 Prozent soll die Zahl ihrer Stellen in diesem Jahr wachsen, prognostiziert Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

Glücksache Bildung (Zeit): Immer mehr Berufsanfänger sind Migrantenkinder – und die werden in Deutschland schlecht gefördert. Folge: Ihre Bildungschancen hängen vom Zufall ab.

Verschwiegene Gesellschaft (Zeit): Viele Arbeitgeber verpflichten ihre Beschäftigten zum Stillschweigen. Aber auch ohne Vertragsklauseln müssen sie Geschäftsgeheimnisse vertraulich behandeln – oder Schadensersatz fürchten.

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Arbeitsmarkt international

Tiefpunkt in Sicht (Spiegel): Die OECD rechnet bis Ende 2010 mit einem dramatischen Anstieg der Erwerbslosenzahlen in den Industrienationen. Immerhin: Der Tiefpunkt der Rezession sei in Sicht.

Angst vorm Gründen (SZ): Deutschland ist kein Gründerland: Nur knapp 1,4 Prozent der 18- bis 64-jährigen Deutschen sind dabei, sich selbständig zu machen – viele davon nur aus der Not heraus. Im Vergleich mit 17 hochentwickelten Staaten rangiert die Bundesrepublik auf dem vorletzten Platz.

Krise dezimiert Reiche (Bild): Weltweit gab es 2008 rund 8,6 Millionen Dollar-Millionäre, in Deutschland 809.700. Das sind 2,7 Prozent weniger als im Jahr zu vor.

Ab auf die Straße (WSJ): In den USA wächst die Bereitschaft, für einen Arbeitsplatz weite Wege in Kauf zu nehmen. Manche Arbeitnehmer ziehen dafür gar mit ihrem Wohnwagen durchs Land.

Schreibtisch adé (CNN): Lange galt die Arbeit an Maschinen und auf Baustellen als weniger attraktiv als ein Job im Büro. In den USA ändert sich das: So genannte Blue-Collar-Jobs sind wieder gefragt.

Arbeiten für lau (msnbc): Weil die Fluglinie British Airways in der Krise steckt, hat ihr Chef die Mitarbeiter um vollständigen Gehaltsverzicht im Juli gebeten. Vergeblich.

Tipps für mehr Erfolg

Suchen mit Salär (Welt): Kleiner Trost für jene, die kurz vor der Kündigung stehen: Sie können sich für die Jobsuche freinehmen – bei voller Lohnfortzahlung.

Finden mit Freunden (BusinessWeek): Wer auf Stellensuche ist, vergräbt sich oft am Schreibtisch und schreibt einsam Bewerbungen. Experten raten dagegen, sich mit anderen zusammenzutun und aus der Jobsuche eine Art Party zu machen.

Verhandeln mit Vorgesetzten (Forbes): Auch in der Krise ist ein Lohnsprung möglich – mit der richtigen Verhandlungsstrategie. Vorteile hat, wer seinen Marktwert und die Geschäftslage des Unternehmens kennt und sich beim Chef regelmäßig Feedback eingeholt hat.

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Umfrage der Woche

Könnten Sie sich vorstellen, mit einem langjährigen Freund Ihr Büro zu teilen? Mitabstimmen
Vorwochen-Umfrage: 47 Prozent machen sich trotz Krise Karrierehoffnungen. Weitere Ergebnisse

Neues aus der Forschung

Taube Ohren (Hamburger Abendblatt): Wer eine Bitte ins linke Ohr eines anderen spricht, muss eher damit rechnen, dass dieser sie nicht erfüllt. Das zeigt eine Studie zweier Forscher von der italienischen Universität Gabriele d’Annunzio.

Unfallquelle Computer (heise): Immer mehr schwere Unfälle ereignen sich, weil Menschen über Computerkabel stolpern oder von Computerteilen getroffen werden. Zuletzt waren es fast 10.000 Opfer pro Jahr.

Forschung ist Männersache (Welt): 70 Prozent der Menschen bringen wissenschaftliche Arbeit eher mit Männern als mit Frauen in Verbindung.

Kaffee gegen Mundgeruch (MensHealth): Antibakterielle Substanzen im Kaffee können Mundgeruch bekämpfen, haben israelische Forscher herausgefunden. Kaffee mit Milch verschlechtert den Atem allerdings.

Einmal ums Blog

Bewerber, entblöße Dich (blogaboutjob): Die Stadtverwaltung der US-amerikanischen Stadt Bozeman wollte es ganz genau wissen: Aus “Sicherheitsgründen” bat sie Bewerber um die Zugangsdaten zu ihren sozialen Netzwerken im Internet.

Richtig frei machen (Jobacle): Um am Wochenende richtig von der Arbeit abzuschalten, sollte man Familie und Freunde nicht mit Geschichten von Kollegen nerven.

Freund, Kollege, Feind (MyGlobalCareer): Wenn der Freund zum Kollegen wird, können kleine Streitigkeiten langjährige Beziehungen beenden.

Campus-Reports

Generation Praktikum 2.0 (Wiwo): Die Krise trifft die Hochschulabsolventen: Die Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen ist um mehr als ein Viertel ist gestiegen. Sie klammern sich an den Hoffnungsschimmer Praktikum.

Sparzwang in Witten (DLF): Im Winter konnten Sponsoren die Uni Witten-Herdecke gerade noch retten. Jetzt muss die Hochschule an allen Ecken und Enden sparen und Stellen abbauen.

Streit um Studiengebühren (DLF): Mit Studiengebühren wollen viele Bundesländer die Lehre verbessern. Die FH Osnabrück gab das Geld für ein Drachenboot aus – und handelte sich so Ärger ein.

Ebbe im Portemonnaie (Zeit): Berufsanfänger erwarten zurzeit deutlich schlechtere Einstiegsgehälter als in den vergangenen Jahren. Das gilt besonders für Jobs bei Banken, Telekommunikationsunternehmen und Hightech-Unternehmen.

Netbook für alle (Zeit): Die Uni Paderborn will Studienanfänger im Wintersemester mit einem Computer im Wet von 300 bis 400 Euro ködern. Finanziert werden die Lehrmittel von Sponsoren.

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Worte der Woche:

“Wer Glück oder Erfüllung in seinem Job sucht, muss ziemlich verrückt sein.”
Homer Simpson, Fernsehstar, im ZEIT Magazin (via WZ)

“Das egoistische Streben, immer nur noch mehr Geld zu verdienen, schadet am Ende der Firma und dem Menschen.”
Der Dalai Lama, in der Berliner Morgenpost

“Bei der Jobsuche muss man eine Art Pirat werden.”
Barbara Amann, Jobvermittlerin, in der Rhein-Neckar-Zeitung

Best of Karrierebibel: Die meistbeachteten Artikel der Woche

  1. Sommerbuch 2009 – Das Ergebnis der Twitter-Umfrage
  2. Koofmich – Wie sich die Deutschen bewerben
  3. Jobgezwitscher – Kandidatensuche via Twitter
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