Diplomatie ist eine gute Sache, wenn sich zwei annähernd gleich starke Parteien gegenüberstehen. Diplomatie ist weniger hilfreich, wenn ein Schwacher einen Starken zu einer Konzession bewegen will und auf den Erfolg seiner Bemühungen nicht Jahrzehnte warten möchte. Aus der Sicht der Lokführer hilft deshalb jetzt nur noch eine harte Linie. [Verhandlungen] werden nur inszeniert, um die Öffentlichkeit in ihrer Überzeugung zu bestärken, solche Konflikte ließen sich durch diskutieren und argumentieren lösen. Tatsächlich gewinnt derjenige, der auf den anderen den größeren Druck ausüben kann.
Heinz-Georg Macioszek, Verhandlungsprofi zum Streit zwischen der Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL).
Florian Jacobs - Webdesign Krefeld
Wohl wahr! Und wer muss es im Endeffekt ausbaden? Alle Pendler und alle anderen Unternehmen, die vom Güterverkehr abhängig sind.
Die Bahn verliert ein paar Millionen, die sie dann aber auch wieder sparen, sollten sie ihren Tarifvertrag durchdrücken. Die Pendler verlieren etliche Stunden, die sie lieber arbeiten würden und die deutsche Wirtschaft steht vor einem Chaos, sollte sich nicht bald eine Lösung abzeichnen.
Flo