Nahezu jeder fünfte Arbeitnehmer (19 Prozent) zieht 2010 ernsthaft einen Jobwechsel in Betracht. Neun Prozent haben das spätestens 2011 vor, so das Ergebnis einer Umfrage von CareerBuilder unter rund 5000 Berufstätigen – allerdings in den USA. Die Daten sind deshalb zwar nur begrenzt übertragbar, dürften aber vergleichbare Ursachen haben. So ist der Hauptgrund für die Wechselfreudigkeit vor allem die gesunkene Arbeitsplatzzufriedenheit, konkret:

  • 75 Prozent der Arbeitnehmer erhielten im vergangenen Jahr keine Gehaltserhöhung, gegenüber 35 Prozent in 2008. Und wer tatsächlich mehr Gehalt bekam, erzielte dabei im Schnitt lediglich ein Plus von drei Prozent. 71 Prozent der Arbeitnehmer erhielten gar keinen Bonus.
  • 28 Prozent aller Arbeitnehmer sind mit den Aufstiegsmöglichkeiten unzufrieden. 90 Prozent wurden im Jahr 2009 nicht befördert, fast ein Viertel (23 Prozent) fühlte sich bei Beförderungen sogar übergangen.
  • 26 Prozent der Arbeitnehmer sind zudem unzufrieden mit den Weiterbildungsoptionen, die ihnen ihr derzeitiger Arbeitgeber anbietet. Immerhin: Zwölf Prozent der Befragten beabsichtigen sich im neuen Jahr weiterzubilden, um ihren Marktwert zu erhöhen.
  • Fast ein Viertel (23 Prozent) der Beschäftigten möchten mit dem Jobwechsel ihre Work-Life-Balance verbssern, im Vorjahr waren das erst 18 Prozent.
  • Und ebenso viele Arbeitnehmer (23 Prozent) bescheinigen ihren Vorgesetzten mangelhafte bis sehr mangelhafte Führungsqualitäten. 35 Prozent halten ihre Chefs gar für unfähig die Arbeitsmoral hoch sowie Veränderungsprozesse transparent (28 Prozent) zu halten.