Manchmal reicht eine einfache Idee. Eine, für die der Markt reif ist. Es ist eine faszinierende Vision, die Stephen Key da in seinem Buch entwirft: Als kreativer Mensch müsse man keine Mitarbeiter einstellen, teure Produktionsstraßen aufbauen oder kostspieliges Marketing betreiben. Es reiche, eine einfache Innovation hervorbringen, diese zu lizensieren – und während andere für einen das neue Produkt erfolgreich herstellen und vertreiben, fließt das Geld in Form von Lizenzgebühren automatisch aufs Konto. Millionär werden light – mit nur einer Idee, aber ohne viel Arbeit. Toll.

Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Und zugegeben, die Zahl der Ideenmillionäre dürfte größer sein als die derer, die damit wirklich eine Goldmine entdeckt, ein Lizenz-Unternehmen geschaffen hätten, geschweige denn reich geworden wären. Andererseits: Stephen Key ist nicht irgendwer, der darüber schreibt. Es ist der beste Beweis für seine These – er lebt dieses Leben bereits seit 30 Jahren, besitzt mehr als 20 Lizenzen, und er lebt gut von seinen Ideen.

Tim Ferriss, selbst eine Art Tausendsassa der Wie-werde-ich-mit-möglichst-wenig-Aufwand-reich-Maschen, bezeichnet Key denn auch als den Jedi-Meister im Verleihen von Ideen zur Schaffung eines passiven Einkommens, das sich sehen lassen kann. Das klingt für unsere europäischen Ohren nicht wirklich seriös. Zur Ehrenrettung muss man aber sagen, dass Key die Sache in seinem Buch recht systematisch angeht: angefangen bei Tipps zur Ideenfindung, über die Frage, wie sich Ideen schützen lassen, ob man wirklich Prototypen braucht, wie man seine Ideen an den Mann und potenzielle Lizenznehmer bringt und natürlich, wie man daraus ein lukratives Geschäft zaubert.

Oder wie ihm sein Vater einst geraten hat:

  • Finde etwas, das nicht deine Anwesenheit erfordert.
  • Finde etwas, das nicht deine Hände erfordert.
  • Sorge dafür, dass es eine Multiplikatorenwirkung hat.

Auch wenn einiges im Buch (es handelt sich natürlich um eine Übersetzung) so nicht 1:1 auf den deutschen Markt übertragbar ist und genaue Angaben für den hiesigen Leser leider fehlen – die Lektüre inspiriert. Ich jedenfalls habe dabei gleich zwei neue Ideen bekommen, von denen ich eine in den nächsten Wochen weiter entwickeln will. Für die andere – Kaminholzverleih via Internet – scheint der Markt irgendwie nicht reif zu sein…

Buch zu verlosen

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