Von Jochen Mai // 2 Kommentare

Fundsachen – Anregungen und Anstöße aus dem Web

Frauenbewegung war schlecht für die Frauen

New York Times: Mit dem Aufkommen der Frauenbewegung stieg zunächst der Anteil der erwerbstätigen Frauen. Seit kurzem aber fällt er:

After moving into virtually every occupation, women are being afflicted on a large scale by the same troubles as men: downturns, layoffs, outsourcing, stagnant wages or the discouraging prospect of an outright pay cut. And they are responding as men have, by dropping out or disappearing for a while. The proportion of women holding jobs in their prime working years, 25 to 54, peaked at 74.9 percent in early 2000 as the technology investment bubble was about to burst. Eight years later, in June, it was 72.7 percent, a seemingly small decline, but those 2.2 percentage points erase more than 12 years of gains for women. Four million more in their prime years would be employed today if the old pattern had prevailed through the expansion now ending. The pattern is roughly similar among the well-educated and the less educated, among the married and never married, among mothers with teenage children and those with children under 6, and among white women and black.

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Reizüberflutung – Macht das Internet dumm?

Multimonitore-ProduktiverDie Welt wird flach, dem Internet sei Dank. Derselbe Zustand droht aber womöglich auch unserem Denken. Auch hierfür verantwortlich: das Internet. Schuld sind die sich explosionsartig verbreitenden Kommunikationskanäle im Web. Wie ein Virus breiten sich Belanglosigkeiten, flüchtige Notizen und peinliche Eingeständnisse aus und beseelen das Web mit Meinungskakophonie und Blabla. Das Ergebnis: Rauschen statt Relevanz. Wir kommunizieren mittlerweile rund um die Uhr und rund um den Globus. Es piept, es klingelt und vibriert überall und gleichzeitig. Wer aber neben der Arbeit ständig seinen Posteingang überwacht, Online-Ticker überfliegt und die Kommentare zu seinem Weblog prüft, der versetzt sein Gehirn in einen permanenten Stresszustand. Das bleibt nicht ohne Folgen. mehr

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Spielesammlung – 10 Spiele, die Spaß und schlauer machen

Von wegen Computerspiele machen dumm, aggressiv und süchtig. Menschen möchten spielen, Spiele machen gesund und glücklich. Und die richtigen stellen die Spieler gar vor intellektuell anspruchsvolle Aufgaben. Unter Zeitdruck müssen die Daddler abwägen, Strategien entwickeln, entscheiden. All das trägt dazu bei, kognitive wie soziale Fähigkeiten zu trainieren. Selbst wer am Pc-Schirm blutige Schlachten schlägt und dabei virtuelle Armeen bewegt, lernt immer noch, das Gegner nur im Team zu bezwingen sind und – je nach Interaktion des Games – wie er ein Team führen muss. mehr

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Spieglein, Spieglein an der Wand – Warum Spiegel produktiver machen

Wasser

Für Narziss, den schönen Sohn des Flussgottes Kephisos, war sein gutes Aussehen tödlich: Weil er die Liebe der Nymphe Echo zurückwies, belegten ihn die Götter mit einem Fluch: Er verfiel der unstillbaren Liebe zu seinem eigenen Spiegelbild im Wasser. Bei dem Versuch, sich anschließend mit seinem Abbild zu vereinigen, ertrank der selbstverliebte Narr schließlich im Fluss. mehr

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Hautsache braun – Über Sonnenbrand und Lichtschutzfaktoren

Bevor man über Lichtschutzfaktoren nachdenkt, muss man erst den Sonnenbrand erfinden. Die Briten waren das übrigens nicht. Auch wenn das vermehrte Erscheinen leuchtend roter Engländer an spanischen Stränden den Schluss nahelegt. Genau genommen ist der Sonnenbrand eine Erfindung der Wirtschaftswunderjahre. Um 1900 ging es an den Seebädern nämlich noch hochgeschlossen zu. Männer wie Frauen trugen Ganzkörperbadeanzüge und auf dem Kopf große Hüte, die gewaltige Schatten warfen. Die Reichen blieben lieber bleich, das war vornehmer. Eine der ersten Anzeigen für Sonnenbrandcreme stammt angeblich aus dem Jahr 1925 und zeigt eine Frau im langen Kleid beim Tennis. Sport war schon immer der Anlass, zu dem sich Haute-Volée und Pöbel annäherten. mehr

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Wie Sie ein Sabbatical noch nutzen können

  1. Auftanken. Der Klassiker. Sie nehmen sich eine Auszeit, um Ihre Kräfte zu sammeln und Ihr Leben neu zu sortieren. Denkbar ist auch, das Ganze ins Ausland zu verlagern. So schöpfen Sie nicht nur Kraft, sondern zugleich kulturelle Inspiration.
  2. Ausprobieren. Nutzen Sie das Sabbatical als Experimentierfeld. Testen Sie neue Talente und heuern Sie als Senior Praktikant an. Dabei lernen Sie vielleicht neue Arbeitsweisen kennen und sammeln Erfahrungen, die im alten Job nutzen.
  3. Anfangen. Starten Sie mit Freunden ein (gemeinnütziges) Projekt. Lösen Sie ein Problem, das Sie schon immer als solches erkannt haben. Nutzen Sie Ihre ganze Kreativität und schaffen Sie etwas Ungewöhnliches.
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Lesen! – Blogparade und Verlosung zur Urlaubslektüre

FerienlektüreGute Leser schaffen über 250 Wörter pro Minute. Das ist natürlich abhängig von der eigenen Lesefertigkeit, dem Schwierigkeitsgrad des Textes, dessen mehr oder weniger interessantem Inhalt, der eigenen Müdigkeit und der Ablenkung durch äußere Einflüsse. Im Urlaub gibt es viele dieser Ablenkungen: laute Nachbarn nebenan, nervende Kinder um einen herum, nacktes Fleisch – meist in Strandnähe. Trotzdem lesen die meisten Menschen mehr, wenn Sie Urlaub machen.

Bei meiner Urlaubslektüre fällt mir auf, dass ich vor allem lese, weil ich ein schlechtes Gewissen habe. Das ganze Jahr über bekomme ich Bücher zugeschickt, die ich rezensieren soll. Viele Bücher sind so schlecht, dass mein Geist schon beim Anblick des Inhaltsverzeichnisses aufgibt. Andere sind erst einmal nur abschreckend hässlich. Diese Bücher heißen Fachliteratur. Es gibt aber auch Bücher, die verheißen gleich dreierlei Gutes: Aufschluss, Bildendes, Amüsement. Weil das glücklicherweise mehr Bücher sind, als ich im Alltag schaffe, nehme ich mir vor, diese Bücher dann im Urlaub nachzulesen. Mit diesem Vorsatz verhält es sich aber wie mit anderen Vorsätzen auch: Ich halte mich nicht daran. Tatsächlich schmökere ich allenfalls nur maximal zwei Gewissensbücher. Die andere Ferienliteratur lese ich allein zu Unterhaltungszwecken, weshalb ich später zwar beschämt wieder ins Büro zurückkehre, aber sehr amüsiert.
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Reiseandenken – Die Checkliste für den Urlaub

Je besser die Vorbereitung, desto entspannender der Urlaub. Damit Sie Ihren möglichst sorglos genießen können, gibt es heute eine Urlaubscheckliste zum Ausdrucken und Abhaken. Deshalb hier… mehr

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Zonenexodus – Das Urlaubsprogramm der Karrierebibel

Seit Jahren pflegt der Caterer in unserer Kantine eine Tradition: Jeden Donnerstag gibt es paniertes Schnitzel mit Pommes frites, den so genannten Schnipotag. Das Bemerkenswerte daran ist, dass es tatsächlich Kollegen gibt, die sich auf den Schnipodo freuen, weil sie dann wieder Schnitzelpommes an Ketchupjus essen können, jeden Donnerstag, Woche für Woche, Jahr für Jahr. mehr

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Glücksbringer – 60 Wege glücklicher zu werden

HPIMan kann von den Isländern einiges lernen, vor allem aber, wie man glücklich wird. Laut dem europäischen „Happy Planet Index“ (HPI) belegen die rund 316.000 Einwohner des zweitgrößten Inselstaates Europas den ersten Platz im Glücklichsein mit einem HPI von 72,3 (zum Vergrößern der Grafik bitte anklicken).

Natürlich bedeutet glücklich zu sein für jeden etwas anderes. Die einen verbinden damit ein kurzweiliges Gefühl, ein subjektives Wohlbefinden, einen Glücksmoment – etwa während sie mit guten Freunden zusammen sind, nachdem sie ein Projekt erfolgreich abgeschlossen haben, nach gutem Sex. Für andere hält der Zustand länger. Etwa, weil sie grundsätzlich mit ihrem Leben zufrieden sind oder mehrere Glücksmomente nacheinander erleben.
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Fundsachen – Anregungen und Anstöße aus dem Web

Kekse vertreiben Todesgedanken

Menschen, die über ihren eigenen Tod nachdenken, konsumieren mehr. Zu dieser etwas morbiden Erkenntnis kommt eine aktuelle Studie von Dirk Smeesters, Professor für Marketing an der Rotterdam School of Management, Erasmus University, die im Journal of Consumer Research unter dem Titel „The Sweet Escape: Effects of Mortality Salience on Consumption Quantities for High- and Low-Self-Esteem Consumers“ veröffentlicht wurde. Im Rahmen der Untersuchung ließen die Wissenschaftler 750 Studenten Aufsätze zum Thema „Der eigene Tod“, beziehungsweise „Zahnarztbesuch“ (Kontrollgruppe) schreiben. Parallel konnten sie Kekse essen und sollten anschließend noch eine Einkaufsliste verfassen. Ergebnis: mehr

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Multitasking – Meetings bei Microsoft

Hier gibt es viele kleine Meeting-Räume für drei bis vier Personen. Bei der Telekom hat der kleinste Raum 25 Plätze. Daran erkennt man schon, dass wir hier Entscheidungen schneller treffen. [Auch] gibt es in Sitzungsräumen keine normalen Telefone mehr, sondern nur noch diese Round Tables, eine Art Videokonferenzsystem, in denen 360-Grad-Kameras eingebaut sind. Das macht die Kommunikation einfacher. […] Alle haben ihren Laptop aufgeklappt und den Communicator an. Ich nutze ihn zum Beispiel, um ganz schnell mit meiner Assistentin zu chatten, oder um mich zu vergewissern, ob jemand alle Infos bekommen hat, die er braucht.

Achim Berg, 44, Deutschland-Chef von Microsoft
[via Handelsblatt Perspektiven Nr. 138]
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Simultantenstadl – Wie man Vielschwätzer unterbricht

pflasterNeulich besuchte ich ein Seminar zum Thema Veranstaltungsmoderation. Das ist ein Wort wie ein Krebsgeschwür: hässlich und über jedes gesunde Maß längst hinausgewuchert. Es ging dabei um Podiumsdiskussionen. Das Wort ist auch nicht viel gesünder, aber man weiß wenigstens, was damit gemeint ist. Das Seminar leitete Martina K. Schneiders. Normalerweise sind mir Menschen suspekt, die ein Mittelnameninitial (noch so ein Wort!) führen. Aber Martina K. Schneiders ist Hörfunkjournalistin und Autorin mit dem Themenschwerpunkt Arbeit und Soziales. Und ich meine, eine Kollegin, die sich mit solchen Dingen beschäftigt, kann so schlecht nicht sein.
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Von Jochen Mai // 6 Kommentare

Blablabla – Warum ich Podiumsdiskussionen hasse…

  • …weil es keinen Spaß macht, Profilneurotikern bei der Selbsttherapie zuzusehen.
  • …weil dort nur Meinungen und Thesen präsentiert und nicht miteinander diskutiert wird.
  • …weil nie einer zugibt, dass er Unrecht oder Mist behauptet hat.
  • …weil sie in Affentheater zwischen Alpha- und Beta-Tieren entarten.
  • …weil bei so viel Geschnatter, die eigentlichen Botschaften untergehen.
  • …weil ein Trialog zwischen Diskutanten, Moderator und Publikum praktisch nicht stattfindet.
  • …weil nie einer die nervigen Studiendrescher stoppt.
  • …weil gestellte Fragen nur selten beantwortet werden.
  • …weil den Diskutanten die Ego-Show wichtiger ist als das Publikum.
  • …weil es so gut wie keine neutralen Moderatoren gibt.
  • …weil viele Moderatoren das Plenum labern lassen, statt schneller einzugreifen.
  • …weil viele Diskutanten fehlendes Benehmen durch Chuzpe ersetzen.
  • …weil zwar alles schon gesagt ist, nur leider nicht von allen.
  • …weil das Format alt und tot ist.

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Hausordnung: Drei einfache Regeln