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So werden Sie geholfen

  1. Aussprechen. Wenn Sie wollen, dass man Ihnen hilft, müssen Sie auch sagen, was Sie wollen. Und zwar möglichst konkret. Die wenigsten Menschen sind medial veranlagt. Also bitten Sie sie um Hilfe!
  2. Erleichtern. Wer Hilfe benötigt, sollte es seinen Rettern leicht machen. Halten Sie Helfer also nicht mit Kleinkram auf. Verschaffen Sie Ihnen lieber eine Übersicht und sparen Sie deren Zeit.
  3. Erhöhen. Geben Sie der Lösung eine Bedeutung. Menschen helfen lieber, wenn sie das Gefühl haben, dabei nicht nur eine gute, sondern auch eine große Tat zu vollbringen. Und seien Sie hinterher dafür bitte auch dankbar!
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Passt partout – Der Dumme gibt nach

Der deutsche Dichter und Theologe Johann Peter Hebel (1760-1826) erzählt die Geschichte von einem Vater, der seinem Sohn die Torheit der Welt zeigen will. Er führt dazu einen Esel aus dem Stall und alle drei wandern in das nächste Dorf. Die Bauern verspotten das Trio und rufen: „Seht doch, diese Narren! Haben einen Esel und keiner sitzt drauf.“ Kaum haben sie das Dorf verlassen, setzt sich der Vater auf den Esel, und der Sohn führt beide in das zweite Dorf. Wieder spotten die Bauern: „Was für ein Gespann! Der Alte reitet und der arme Junge muss laufen.“ Kurz hinter dem Dorf tauschen Vater und Sohn die Rollen. Doch wieder schimpfen die Bauern: „Es ist nicht recht, dass der Alte laufen muss. Der Junge hat die kräftigeren Beine!“ Nun setzen sich beide auf den Esel – der Vater vorn, der Junge dahinter. So reiten sie gemeinsam in die vierte Siedlung, und man ahnt es längst: Auch hier finden die Bauern Anstoß: „Pfui, ihr Tierquäler“, rufen sie. „Man sollte einen Stock nehmen und beide herunterschlagen!“ Da erreichen sie das fünfte Dorf. Noch vor dem Eingang binden sie die Beine des Esels zusammen, fädeln sie durch eine Stange und tragen so den Esel auf ihren Schultern durch den Ort. Als die Leute das sehen, verhöhnen sie Vater und Sohn und jagen alle drei mit Steinwürfen fort. mehr

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Stilfrage – Lieber Jeans statt Anzug

Der Anzug und das Kostüm sind im Büro auf dem Rückzug. Nur jeder zehnte Deutsche (Männer: 10 Prozent; Frauen: 13 Prozent) greift morgens zu klassischer Kleidung. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des IFAK Instituts unter rund 1000 Erwerbstätigen ab 18 Jahren. mehr

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Schaumschläger – 12 Tipps wie Sie auf Choleriker reagieren

Je enger der Raum, desto schneller entwickelt sich der Streit, soll Schopenhauer einmal gesagt haben. Dabei verglich er den Menschen mit Stachelschweinen, die sich umso mehr stechen, je näher sie zusammenrücken, wenn sie sich eigentlich nur wärmen wollen.

Das Bild ist gar nicht so schlecht und lässt sich anhand der Konfliktrate unter Eskimos eindrücklich belegen: Im Sommer, wenn die Jagdreviere groß sind und die Bevölkerung weit verstreut lebt, gibt es nahezu keinen Zoff bei den Inuit. Im Winter dagegen, wenn alle in ihren Siedlungen dicht an dicht beisammen hocken, schnellt die Kriminalitätsrate in die Höhe. mehr

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Fundsachen – Anregungen und Anstöße aus dem Web

Schneller Lesen

Texte lesen sich auf dem Bildschirm zwar nicht ganz so leicht wie in gedruckter Form, dafür sind sich dort kompakter. Dennoch bleibt die Frage, wie man bei beschränktem Zeitbudget auch möglichst viel Bücher oder Zeitschriften konsumieren kann. Auf Imgriff gibt es 5 Tipps in knapper Form: mehr

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Zweifelsfall: Wie sich Zwiespalt überwinden lässt

ZweifelFrauFragenEntscheidenWenn Sie zu den Menschen gehören, die alles sorgfältig abwägen, bevor sie loslegen, die stets alle Details prüfen und dennoch am Ende ein Haar in der Suppe finden, dann sollten Sie den Text zu Ende lesen.

Jeder kennt die Phrase Wenn ich doch nur …, dann …! „Wenn ich doch nur mehr Verantwortung hätte, dann könnte ich mehr erreichen.“ „Wenn ich mehr Macht hätte, dann würde sich hier einiges ändern.“ „Wenn ich mehr Geld hätte, dann wäre ich glücklicher.“ Solche Wenn-dann-Phasen tauchen immer wieder auf. Meistens dann, wenn man mit sich und seiner Situation unzufrieden ist oder in einer beruflichen Sackgasse steckt. mehr

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Gehirnjogging – So bringen Sie Ihren Geist auf Trab

Routinen – so sehr wir sie auch mögen: Sie machen die Birne weich. Für unseren Geist sind sie Gift, sie lullen ihn ein, wiegen ihn in der trügerischen Sicherheit der Wiederholung. Der Oberstube fehlen so aber die notwendigen Reize. Effekt: Die grauen Zellen schalten auf Standby und verkümmern. Wollen Sie das? Sicher nicht, sonst hätten Sie nicht weitergelesen. Und für diesen Fall gibt es einige gute Kniffe, wie Sie Ihre grauen Zellen zum Knuspern bringen. Diese etwa: mehr

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Denkblockade – Über destruktive Denkmuster

In der Vergangenheit habe ich hier einige Artikel zu den Themen Gute Laune, Motivation und positiv Denken geschrieben. Anlass war mein Artikel in der WirtschaftsWoche, zu dem ich manchen Leserbrief bekam (wie hier auch einige Kommentare und E-Mails). Allerdings kann es extrem schwer sein, sich auf die guten Dinge im Leben zu konzentrieren, wenn einem ständig Pleiten, Pech und Pannen passieren. mehr

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Instabiles Selbstbewusstsein – Viele Worte bei Kritik

Gemeinhin gilt die Annahme: Menschen mit geringem Selbstvertrauen sind aggressiver als jene mit robustem Selbstbewusstsein. So formuliert stimmt das. Es stimmt aber auch, dass übersteigertes oder instabiles Selbstbewusstsein nicht minder aggressiv macht. So prüften etwa Forscher der Universität von Georgia zunächst das Selbstvertrauen sowie dessen Stabilität bei ihren rund 100 Probanden. Anschließend wurden die Teilnehmer scharf kritisiert. Ergebnis: Wer über ein ausgeprägtes aber instabiles Selbstwertgefühl verfügte, reagierte auffallend wortreich bis wütend auf die Schelte – wie die Wissenschaftler vermuten, in erster Linie um seine plötzlichen Selbstzweifel zu kompensieren.

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Rede weise – Wie Sie eine Stegreifrede halten

powerpointDa sitzen Sie im Meeting, wollten eigentlich nur zuhören, schlau dreinschauen, lernen… als Sie Ihr Chef bittet, spontan und mal eben so eine kurze Präsentation des aktuellen Prestigeprojekts zu geben. Alle schauen erwartungsvoll zu Ihnen herüber. Schweigen. Wäre gut, wenn Ihnen jetzt etwas Passendes einfiele, jedenfalls mehr, als das Gestammel, das Ihnen als Erstes in den Sinn kommt…

Fiese Situation. Aber zu meistern. Eine Präsentation oder Rede aus dem Stegreif zu halten, ist sicher nicht jedermanns Sache, aber auch keine Hexenkunst. Wenn Sie also nicht gerade ein eloquenter Dampfplauderer sind, können Sie sich zumindest bei Ihrer Spontanrede an ein paar Standartelementen im Aufbau orientieren. Das Ergebnis wird dann vielleicht kein mitreißender Impulsvortrag, aber auch kein peinliches Herumgelaber. Folgendes ist jetzt zu tun:
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Heimvorteil – Junge arbeiten lieber im Home-Office als im Büro

Die Deutschen arbeiten lieber von zu Hause aus. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom (Grafik: siehe unten). Demnach wollen zwei Drittel der befragten Bundesbürger lieber zu Hause arbeiten, statt ins Büro zu gehen. 50 Prozent wollen mehrere Tagen in der Woche von zu Hause aus arbeiten, 17 Prozent ziehen grundsätzlich das Home-Office dem Büro vor. Lediglich ein Viertel der Befragten pendelt am liebsten täglich ins Büro. mehr

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Und tschüss: Wie wichtig eine Trennungskultur beim Jobabbau ist

KündigungZuerst die gute Nachricht: . Jetzt die schlechten: Siemens streicht rund 16.750 Stellen weltweit, über 5000 davon in Deutschland. Und der Münchner Konzern ist beileibe nicht der Einzige: Überall wird entlassen, gekündigt, gestrichen. Der Waschmittel- und Klebstoffhersteller Henkel etwa baut trotz guter Zahlen weltweit 3000 Arbeitsplätze ab. Beim Autobauer BMW fallen mehr als 8000 Jobs dem Rotstift zum Opfer. Es herrscht eine Stimmung wie in einer Schießbude: Ständig hört man Schüsse knallen und links und rechts von einem klappen die Figuren um.

Doch genau das ist das Problem: Die betriebliche Demission gleicht nicht selten einer Verbannung in die Diaspora. Mag sein, dass manche Kündigungen begründet sind, nur der Umgang damit ist oft erschreckend dilettantisch. Es gibt in Deutschland einfach keine „Trennungskultur“, sagt auch der Trennungsexperte Lorenz Andrzejewski, der ein Buch für professionelles Kündigungsmanagement geschrieben hat. Wenn Arbeitsplätze im großen Stil abgebaut werden, geschieht dies meist nach Sozialauswahl und selten aufgrund der Leistung. In der Folge entstehen Argumentationsschwächen gegenüber den Gekündigten – und die schlagen sofort auf Stimmung und Firmenimage.
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Nix Powerpoint! – Mehr Erfolg durch nicht-präsentieren

Da kommt also dieser Fachbuchautor daher und behauptet, eine neue bahnbrechende Methode erfunden zu haben, mit der Powerpoint-Präsentationen nicht in Folienschlachten enden und das Publikum dem Redner sogar bis zum Ende zuhört. Und diese Methode nennt er auch noch keck: Nicht-Präsentation. mehr

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Kau dich schlau! – Besser denken mit Kaugummi

Am Anfang schmeckte Kaugummi nach Dreck. Während unsere Steinzeitvorfahren am flackernden Feuer wahlweise über die Vorzüge von Mammuts oder Höhlenmamas sinnierten, kauten sie gerne mal auf Baumharzen und Birkenpech herum. Lecker. In den Hochkulturen der alten Ägypter und Römer war man da schon weiter und katschte lieber den Harz des Mastixbaumes, in der Hoffnung seiner Mundflora so etwas Gutes zu tun. Und im 16. Jahrhundert waren es die spanischen Conquistatores, die aus der neuen Welt Mittelamerikas nicht nur geraubtes Gold und geraubte Azteken einschleppten, sondern auch eine Kaumasse aus dem Latexsaft des Sapotillbaumes, genannt „Chicle“. mehr

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