Von Jochen Mai // 9 Kommentare

Buzz-Verstärker – Ein besserer Ruf in 5 Schritten

Wir leben im Zeitalter der Inszenierung und der medialen Selbstdarstellung. Unsere öffentliche Reputation wird damit zum entscheidenden Teil unserer Persönlichkeit. Oder anders formuliert: Wir sind, wer wir in den Augen der anderen sind. Und das kann zum Problem werden, vor allem, wenn die Leute darüber reden, schreiben, bloggen. Was man sich über uns erzählt, prägt entscheidend unseren Ruf: Kann man dem vertrauen? Ist er kompetent, sympathisch, ehrlich? Welche Freunde hat er? Hat er Einfluss und Macht? Im Englischen heißt solches Gerede kurz Buzz. Und das Internet ist ein gigantischer Buzz-Verstärker: mehr

Von Jochen Mai // 11 Kommentare

Was ihr wollt – Die Macht der Demut

Dem Mann ging es um nicht weniger als die Gründung des Bistums Bamberg. Heinrich II. liebte die ostfränkische Stadt seit seiner Kindheit. Seit er im Juli 1002 zum König gekrönt worden war, plante er, dort ein eigenes Bistum zu errichten. Doch gab es Widerstände, sogar aus der Kirche selbst: etwa durch den Bischof Heinrich von Würzburg, der dadurch seine eigene Macht bedroht sah. Bei der entscheidenden Kirchsynode im Jahr 1007 wandte Heinrich deshalb einen Trick an: Er erniedrigte sich. Vor den versammelten Mitgliedern warf er sich flach auf den Boden und verharrte dort, bis ihm der Erzbischof aufhalf, um die Versammlung überhaupt eröffnen zu können. Jedes Mal, wenn seine Gegner in der Sache gute Argumente ins Spiel brachten, warf er sich erneut zu ihren Füßen und steigerte so die Wirkung seiner eigenen Gründe. Die Rhetorik der Widersacher verpuffte, die Leute sahen nur noch Heinrichs demütige Geste. Am Ende bekam er sein Bistum. mehr

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Planlos – Erfolg kommt eher zufällig

Erfolg kommt eher zufällig. Als ich die Dreharbeiten zu “Fluch der Karibik” begann, wollten mich die Disney-Leute nach ein paar Tagen feuern, weil sie so einen Piraten noch nie gesehen hatten. Und heute? Muss ich im Bewusstsein leben, dass meine lebensgroße Figur eine Disneyland-Attraktion ist.

Johnny Depp, Schauspieler
Von Jochen Mai // 13 Kommentare

Hilfe, ich werde zu wenig gelobt!

Büro ist wie Boxen: Ständig gibt’s was auf die Nase und nur wer ordentlich einstecken kann, kommt eine Runde weiter. In nicht wenigen Unternehmen gilt das Motto: Die Abwesenheit von Kritik ist Motivation genug. Wie sagte schon der deutsche Maler Anselm Feuerbach: “Tadeln ist leicht, deshalb versuchen sich so viele darin. Mit Verstand loben ist schwer, darum tun es so wenige.” Dabei vermissen deutsche Arbeitnehmer genau das: Lob. Das ergab etwa eine repräsentative Studie der von Bund, Ländern, Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften und Krankenkassen getragenen Initiative „Neue Qualität der Arbeit“ (INQA). Danach wünschen sich 61 Prozent der Befragten mehr Anerkennung für ihre Arbeit. mehr

Von Jochen Mai // 9 Kommentare

In aller Feindschaft – Die Kunst, seine Feinde zu lieben

„Viel Feind, viel Ehr“, lautet ein bekanntes Sprichwort. Ein paar gut gepflegte Feindschaften machen oft erfolgreicher als moralinsaure Wir-haben-uns-alle-lieb-Parolen. Denn Feindschaft spornt an. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Untersuchung der Kanadischen Brock Universität unter Amateur-Hockeyspielern. Die Forscher wiesen nach, dass die Ausschüttung von Testosteron und Kortisol – einem Stresshormon und Leistungssteigerer – bei den Heimspielen der Amateure höher war als auswärts. Die Forscher schlossen daraus, dass die Spieler – ähnlich wie viele Tierarten – unter Spannung standen, weil sie ihr Territorium verteidigen mussten. mehr

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Trial and Error – Über keinen Zweifel erhaben

„Die verhängnisvolle Neigung der Menschen, über etwas, was nicht mehr zweifelhaft ist, nicht länger nachzudenken, ist die Ursache der Hälfte aller Irrtümer.“

John Stuart Mill, Nationalökonom
Job, Zitat 1
Von Jochen Mai // 6 Kommentare

Die Intelligenzfalle – Warum Logik zuweilen falsche Entscheidungen fördert

Ein Gastbeitrag von Florian Rustler, Creaffective Blog

Stellen Sie sich vor, Sie kaufen sich ein neues Laptop mit lediglich einer vorinstallierten Software, zum Beispiel einer Tabellenkalkulation. Damit wären die meisten von uns wahrscheinlich auf Dauer ziemlich unzufrieden. Sobald es darum geht, einen Text zu schreiben oder Illustrationen anzufertigen, würden wir uns ein anderes Programm zulegen, das für diesen Zweck geeignet ist. mehr

Können Sie Karriere?

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Interviews

Wer schön sein will, muss nicht leiden – Warum die LesMads-Chefbloggerin Feinstrumpfhosen hasst

Ein Interview mit der LesMads-Chefbloggerin Katja Schweitzberger

Neueste Fashion-Trends und seriöses Büro-Outfit: Das kann durchaus ein Gegensatz sein. Der Anspruch unserer Knigge & Dresscode-Rubrik ist, beides unter einen modischen Hut zu bringen. Und Katja Schweitzberger kennt sich bestens mit High Fashion, Independent-Labels und kleinen Newcomer-Marken aus. Die bekennende Feinstrumpfhosen-Hasserin ist Chefbloggerin von LesMads, einem der bekanntesten deutschen Modeblogs. Gerade ist sie aus Los Angeles zurück und plädiert im Berufsleben für Bequemlichkeit sowie Mut zum persönlichen Stil. (weiterlesen …)

A United Prototype product. - Made with love in Cologne, Germany.
  1. Seien Sie da. Der beste Weg, einem Kollegen oder Freund zu helfen, ist auch der einfachste: Sorgen Sie dafür, dass der Betreffende sich nicht allein gelassen fühlt. Hören Sie zu, spendieren Sie einen Kaffee, gehen Sie zusammen essen. Und sagen Sie – beiläufig – was Sie an dem Kollegen schätzen. Nur eines dürfen Sie auf gar keinen Fall: ungefragte Ratschläge verteilen, belehren, beurteilen, kritisieren.
  2. Reden Sie nichts klein. “Ach, das wird schon wieder!”, “Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.”, “Sei nicht so dünnhäutig…” – Kommentare wie diese streuen nur noch Salz in die Wunde. Und sie sind verletzend, weil sie die wahren Gefühle und Sorgen des Betroffenen ignorieren und stattdessen nur die eigene Perspektive transportieren. Stellen Sie lieber Fragen und zeigen Sie Verständnis.
  3. Haben Sie Geduld. Manche denken, wenn man sich um den betreffenden Kollegen kümmert, müsse der sich doch bitte bald wieder einkriegen. Fatal! Das erzeugt nur zusätzlichen Druck, den der andere spürt. Dahinter steckt schon der unterschwellige Vorwurf: Du bist so nicht ok. Besser: Lassen Sie dem anderen die Zeit, die er oder sie braucht. Und puffern Sie jeden Druck ab – das hilft wirklich.
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Drei Wege, wie Sie einem niedergeschlagenen Kollegen wirklich helfen