Twittermalwieder
Am Wochenende soll eine besonders gute Zeit sein zu twittern. Vor allem für Unternehmen, die damit die Aufmerksamkeit für ihre Tweets um 17 Prozent steigern könnten. Aber nur wenn sie zwischen 8 und 19 Uhr twittern. In dieser Kernzeit steigt das Engagement der Twitterati um stolze 30 Prozent. Es ist halt immer dasselbe: Gesucht wird der perfekte Tweet...

Die Suche nach dem perfekten Tweet

Dazu werden dann Interaktionsraten ausgewertet, Tweets, Retweets und Favs ausgezählt, wenn möglich auch Klickraten - und am Ende entstehen dann Statistiken und Infografiken, die uns erklären, wie sich lockeres Gezwitscher in einen perfekten Tweet verwandeln lässt, mit einem Maximum an Aufmerksamkeit und Interaktion. Angeblich. Das jedenfalls erklärt uns die folgende Infografik.

Bekannt dürfte vielen ja schon sein, dass die Verwendung sogenannter #Hashtags die Interaktion um bis zu 21 Prozent steigern kann. Aber nur wenn man ein bis zwei davon einsetzt. Ab mehr als zwei Hashtags sinkt das Engagement und Interesse der Leser deutlich - um 17 Prozent.

Was noch fehlt, aber auch schon mal untersucht wurde: Versalien steigern ebenfalls Leserinteresse. Auch wenn sie zuweilen wie Schreien wirken (kommt aber letztlich auf den Zusammenhang an - der Marktschreier gilt ja auch nicht als unhöflich), erhöhen sie die Retweet-Wahrscheinlichkeit.

Und wer hätte das gedacht: Der sogenannte Call-To-Action (in dem Fall: "Bitte retweeten") zündet besser, wenn man ihn ausschreibt und nicht abkürzt - selbst wenn das Zeichen spart (falsch: "Bitte RT"). Der Unterschied: stolze 12 Prozent.

Und falls Sie sich bisher über die Überschrift gewundert haben: Weil unsere Artikel automatisch mit ihrer jeweiligen Überschrift plus Link getwittert werden, haben wir die Headline so gewählt, dass daraus ein (nahezu) perfekter Tweet wird. Ob das allerdings wirklich so funktioniert, bezweifeln wir - bis zum Beweis des Gegenteils...

[Bildnachweis: Karrierebibel.de]